LÜBECKISCHE BLATTER HERAUSGEGEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT SCHRIFTLEITER: DR. PHIL. EBERHARD GROENEWOLD LU B E CK, D E N 4. S E P T E M B E R 1976 EIN H UN O ER TS E CHS U N D O REISS 1 G ST EK I HR G AN G . NU M MER 14/15 N: N- hr "ei ; .. W'irtschaftsgutachten Lübech Nach eimer Reihe von Querelen wurde von der An den Berufspendlern waren 1970 mehr als t: Stadt an die Betriebswirtschaftliche Beratungsstelle 125 schleswig-holsteinische Gemeinden beteiligt. Ze, für den Einzelhandel in Köln eine Wirtschaftsun- Der größte Teil der Pendler kommt aus Bad M. tersuchung q Auftrag gegeben. Das Gutachten Schwartau, Stockelsdorf und Ratekau (51 % aller dient als vorbereitende Untersuchung im Rahmen Berufseinpendler). Ca. 57 % der Bevölkerung die- des Städtebauförderungsgesctzes. Es sollte die E O: P i iukoramanaifäßis curl. r. . Standortgegebenheiten, die Angebotsstruktur und Ie sercen eincon § den Flächenbedark des Einzelhandels heurtcilen becker Wirtschaft versorgt. ss und in Richtung eines funktionsgerechten Nut- Die Auspendlerquote ist wesentlich geringer, hr zungskonzepts für die Innenstadt ableiten. ca. 46 % der Auspendler tendieren nach Hamburg. . Vas Eutachten stellt fest, daß die Einwohner- 1974 wurden durch den Lübecker Einzelhandel teh! Löhecks seit 1968 abnimmt, das Umland aber rd. 318 000 Einwohner versorgt. Die Bedeutung ps Berölkerung Fewinnt. In Lübeck ist der Anteil Lübecks als Einkaufszentrum wird durch die Sog- fist älterst; Bevölkerungsschichten, des weiblichen wirkung des Großzentrums Hamburg nach Westen, Essdilechts und der ! Personen Haushalte über- Süden und Südwesten spürbar eingeengt. Der Ein- durchschnittlich. Die Erwerbsquote in Lübeck liegt zugsbereich Lübecks umfaßt in dieser Richtung ca. tw cs: 2% ustsr gzu Bundesdurchschnitt. Der 30 km. Eine stärkere Ausdehnung des Einzugsbe- Lübecker Einzelhandel erreicht einen Versorgungs- reiches in Hamburger Richtung wird auch künftig ßrac von ca. 130 %. das bedeutet, daß 80 % des kaum möglich sein. Nach Norden wird der Ein- f übe Rer Einzelhandelsumsatzes mit Bewohnern aus zugsbereich großflächiger, da die Attraktivität von dem Einzugsgebiet getätigt werden. Kiel keine nennenswerten Vorsprünge gegenüber Das Gutachten korrigiert die Angaben in den Lübeck aufweist. Hier liegt die Grenze des Ein- Raumordnungsberichten dahin, dak die dort vor- zugsbereichs bei etwa 40 km. gesehene Neuschaffung von industriellen Arbeits- Das Kaufkraftniveau Lübecks betrug 1974 = plätzen nicht möglich sein wird. Es kommt zu dem 114,2 %. Damit liegt Lübeck deutlich hinter Ham- Ergebnis, daß die Einwohnerzahl Lübecks 1985 auf burg (138,8 %), aber immer noch vor Kiel (113,1 %). 226 200 schrumpfen wird. Im Lübecker Einzugs- 53 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes werden gebiet würden 1985 über 89 000 Einwohner zu ver- in der Innenstadt getätigt, ohne Nahrungsmittel zeichnen sein. Bis 1985 würde also der Einwohner- sogar 70 %. Von diesem Innenstadtumsatz werden Beför- stand Lübecks einschließlich seines Einzugsgebietes wiederum 82 % in der eigentlichen City getätigt. sind. praktisch konstant bleiben. Nur in der Innenstadt gibt es eine geschlossene . halb des Ei biet ben sich Ab- Angebotskonzentration. Ausnahmen sind nur die alten. htc §: uuuesse 'eles erxavsz G she Großanbieter plaza und Holtex. Die Belieferung 14.7 6 fluß que h : ' - Höbe mit Waren des täglichen Bedarfs ist in allen Stadt- fut U Irurrsqur +11 t ns fed shygrtau s crirkcn rusrsarutellen! cen 11:- j54 19 %. Bei den Warenkategorien der auswärtigen Einkäufer lagen der Bereich Textil und Schuhe Ken stark vertreten. mit 66 % und der Bereich Elektroartikel mit 36 % Auch die Banken sind innerhalb der Innenstadt tg 77 an der Spitze. stark vertreten. 55 % der Banken haben sich mit 161 E IT