LÜBECKISCHE BLATTER HERAUSGEGEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUÜTZIGER TATIGKEIT SCHRIFTLEITER: DR. PETER HENSCHEL LÜBECK, DEN 20. A P R IL 1968 EIN H U N D ERTA C HT U N DZ WAN ZI G ST ER JA HR GA N G - N U M MER s 45. Festliches Hauskonzert am Sonntag, dem 28. April 1968, 20.00 V hr, im großen Saal unseres Hauses, Königstraße 5. K LA V I ERA B E N D der Pianistin Max ine Franklin, Jamaika. – Zum Vortrag kommen Kompositionen von Mozart, Chopin, Debussy und Schumann (Carnaval op. 9). Unkostenbeitrag für Tee und Gebäck einschließlich Bedienung 2,77 DM. Karten für diese Veranstaltung sind in der Zeit von 10 bis 13 Uhr im Geschäftszimmer, König- straße 5, I zu haben. Telefonische Voranmeldung unter Ruf 7 54 54. Der Theaterring wird für die Aufführung » M Y F A IR LA D Y« am Mittwoch, dem 22. Mai 1968, von den Städtischen Bühnen ein Kartenkontingent in den Platz- gruppen 1-5 mit einer Ermäßigung von 20% erhalten. Ein früherer Aufführungstermin war nicht zu bekommen. Vorbestellungen werden ab Dienstag, den 23. April 1968, angenommen. Unruhe in der kirche Von Landgerichtsrat Dr. Ro 1f S a n der Am 23./24. März. 1968 beging die St. Thomas- Sensation? Dieser Kirchenvorstand wie auch ich selbst Gemeinde ihren Gemeindekirchentag. Wäh- wollen an dieser Stelle ganz sicher nicht die Sen- rend des Sonntagsgottesdienstes unter dem sation aber was schadet es, wenn es wie eine Thema „Unruhe in der Kirche“ hielt Dr. Sander solche wirken sollter War der durch Israel wan- die folgende Ansprache. dernde Christus nicht auch eine Sensation? Kamen Was wir heute miteinander in dieser Kirche die Juden und Andersgläubigen nicht hin, umdräng- tun, ist ein Wagnis. Ich weiß nicht einmal eine ten ihn, weil sie eine Sensation witterten, vielleicht Anrede, weil jede, die ich versuchen könnte, das eine neue Wunderheilung? Christus hat das nicht kaum treffen würde, was hier geschieht. Es ist beirrt, denn ihm kam es darauf an, dak er das ein Wagnis für Sie, die Sie gekommen sind, wie Wort von dem Gott der Liebe und Gnade sprechen für mich, der sich hier vor den Altar hinstelll, konnte, um mit diesem Worte Gottes den Menschen um zu sprechen. Nein – nicht unaufgefordert, helfen zu können, helfen zu können für ihr Leben sondern ausdrücklich gebeten von der Gemeinde. auf dieser Erde + und sicher war er froh und be- Vielleicht werden viele sagen, was soll das glückt, wenn einer, der kam, eine Sensation zu er- nun? Will die Kirche auch ihr „go in“, will sie die leben, von seinem Wort überwunden wurde und 1 127