Erfheinen täglid Morgens, mit Augnahme der Sonx« und Fefttage. AKunahme der Inferate am vorhergehenden Werktage bis 6 Uhr Abends, Einhundertundzwanzigier Jahrgang, Anzeigen. Erpedition im Adreßhaufe (Königfraße Ne. 655.) Wbonnements- Preis pr. Quartal 1 X 143 Ert., mit Bringerlohn 2 X Ert, N- 240. YAmtlicher Theil. Protocoll des Bürgerausfchuffes vom 12. Detober 1870 fiebe Beilage zum amtlidhen Theil. Bekanntmachung. Bor etwa 3 Wochen ik auf der Cbhauffee beim Finkenberge in der Borfabt St. Lorenz ein Biertel- fdeffelfad mit Kartoffeln gefunden worden. Der Eigentdümer wird aufgefordert, fd bis zum 15, dfe, Dis. {m Doltzeibureau zu melden und fein GEinentbumeredht nadzuweifen. ach Adlauf diefer Frift wird über das Gefundene anbermweitia verfügt werden, Lüben, den 8. October 1870. Das Yolizei:Amt. Einfommenfteuer, Die if n den ä „den Landbezirken und Travemünde, welche der erfolgten Mahnung ungeachtet mit der Zahlung der im Auguf zu entrihtenden dritten diesjährigen Steuerquote in Nüd- fand geblieben find, werden biedurd darauf aufmerk- fam gemacht, daß diefe Nückände nebfi den fehuldigen Madnungsgebübren bis zum 20. diefes Monats nod entgegen genommen werden und zwar von den Steuer- pflldtigen in den VBorkädten fowie in den Landbezirken, mit Muefdhluf des Beziskes des Amtes I {m Steuerbureau, obere FleifHbhauerfraße Nr. 117, an den Werktagen von 9 Uhr Vormittags bis 2 Ubr von den n n und {in den zum Iravemünder Amtebezirke gebörigen Dorfidaften aber im Haufe zu £ an zu ben Werktagen Vormittags von 9—1 Uhr oder Nacd- mittags von 3—6 Ubr. Die nach Ablauf diefer Frift no underichtigten Nücfkände und Mahnungsgebübren werben dem Erecutor zur zwangsmäßtgen Beitreibung Üübdergeden. Lübef, ben 11, October 1870, Das Steuer-Deyartement. Verpachtung von Ländereien vor dem Mübhlenthore. Um Donnerfiag den 20. October d. Is. Vormit- tans 10 Ubr follen in dem Locale der Armenanftalt die nadfolgenden, vor dem Müblentbore belegenen Län- bereien auf 10 Sabre öffentlich verpachtet werden: 1) 3Zwifhen der Eronsforder Cbaufee und ver Sifen- badn ca, 17 Scheffel Landes in 2 Parcelen, 2) a tem Bogelfang 7%, Scheffel Landes in 1 Par- cele, 3) In der Koppel dinterm Hofe an der Cronsforder Cbhaufee 40 Scheffel Landes in 4 Parcelen, (4) Die Lebhmbruchsfoppel vor der Detrt Ziegelef an der eniner Chauffee ca, 18°, Scheffel Landes in 1 Dareele, Die Pacdtbedingaungen find im Bureau der Armen- Anfalt an den Wochentanen Vormittags von 10 dis 12 Ubr einzufeden. Lüben den 6, October 1870, Die Armenanftalt. Berlin, den 10. Detober 1870, Bekanntmachung. Dbwobl nach den für die Mobilmachung der Armee geltenden grundfägliden Beitimmungen die Feldpoftanftalten in idren Betriebsmitteln und Sir: Tidfungen auf die Beförderung von Privarpädereien Riot berechnet find, und aud die Eriahrung früherer Keidzüge gezeigt hat, daß eine geregelte Zuführung von Privarpaderen an die im feindliden SGebiere Aebenden den felbt bei einer minder großen Iruppenzabl el alı v e in Betracht tommenden. zum Tbeil auf unäberfteiglide Hindernife Nößt: fo fol dennod in NMücfit auf die bei der Armee wie in der Heimath jeBr vielfach laut Sewordenen Wüniche der Verfucd gemaddr werden, Sie Doftmäßige Berfendung von Saden an die mo- len Truppen zu ermöglimen. 5 3ur Dokdeförderung können jedoch für jeBE nur Wrivarpädereien an die vor Paris und Meg fiehenden Urmeen 1C. zugelaf» Tden, mitbin an die Truppen der > . und der Mans. Armee (Kron: Prinz den Sacdfen Königlidr Hobeit), fo- ie aud an die Truppen, welde auf den Ciappenfüraßen diefer Urmeen feite Stand- Set baben; ferner an die Garnifon in urg, ade Beförderung der Privatpadete erfolgt Seitens ct Woßbehörden bis zu gewiffen, innerbalb $ranfreidsbelegenen Depotorten, o0n wo euß die Mbbolung ausf@ließlid von den de: Sreffenden Militair-Behörden zu bewirken Donnerftag den 13. October ift. Nach einer Mitrheilung des Königliden Kriegs Miinifteriums würden die nidr zu einem UArmee-Ver: bande gebörigen, felbfeitändig operirenden Corps oder fonftigen Truppentheile außer Stande fein, die Ab- bolung von Mädereien bei irgend einer befkimmten Stelle zu bewirken. ien für diefe X ile bleiben daber von der Beförderung undedingt auggefhloffen. Cine Garantie für die richtige und pünkrlie Ueber- funft der Drivarpädereien kann die Poftverwaltung nidt übernehmen, Die fonfigen Bedingungen für die Unnahme der MPrivar-Feldpoßl-Pädereien find folgende; 1. Gewicht jeder einzelnen Eendung nicht über vier DYiund. 2. Größe nicht erheblich über '3 ZoU lang, 6 Zo0 breit, 4 Zoll boch; am geeignetiten ift die Form iner längl Gigarrenkifte ; doch it diefe Form nicht unbedingt erforderlid. Das General:Doit- amt bar geeignete Lieferanten veranlast, yaffende Bebälenife na £ oben und dem Pablitum zum Verkauf zn itellen (in Berlin zunäcdit die Hoflieferanten Karl Kühn & Söhne, Breitefraße 25). . Verpadung in Paderen, Kifteden, fejten Karı tong, recht dauerhaftz zur Emballage ik feite Yeinwand oder Wacdhsleinwand zu verwenden. 4. Adreffirung und Stgnatur. Um die Weit: Jäuftigteiten zu vermeiden, welche mir der Beigabe eine® i und der auferd erforderlichen Signi der € find, fol bei den Feldpoftpädereien die Wdreffirung und die Signt ufammen in ter BWeife be- wirft werden, das auf die Sendung eine mit der är MUdreile genau ausgefüllte Feldpoft- Gorrefpondenzkarte aufgebeftet oder aufgeklebt wird, auf weider zugleih au der Ubfender fie nambaft zu machen bar. Die Befeltigung der GSorrefpondenzkarte auf der Leinwand- Umbälung des Feldpoftpaders ik in folder Weife zu bewir- fen, daß ein Wblöfen oder Zerreißen der Karte während des Transports nicht zu beforgen ik, Cın befonderer Begleitbrief wird alfo nicht an- genommen. Dagegen empfiehlt es (ich, daß in 1edes Feldpojtpader eine Abichrift der aufgebefteten Gorrefpondenzfkarre (ebenfalls unter genauer Un- gabe des Ubienders) hineingelegt werde, damit, wenn die äußere Wdreife durch irgend einen Um: ftand unfenntlih werden 1o0llte, die Möglid keit einer Ermittelung des Empfängers bezw. Abfenders gegeben fei. 5. Porto. Die Feldvolpadete müfen bei der Auf- gabe frantirt werden; zur Frankiırung find Poft- freimarfen zu verwenden, weldhe auf die Correfpons denzkarte zu Feben find. Die Gebühr beträgt 5 Sgr. oder 18 Zr. Süddeurfde Währung für jedes einzelne Feldpoftpader obne Unterfhied des Sewichts$ und der Weite der Beförderungsfree. 6) Werthsangabe oder Entnabme von Po fvor- fduß if bei den Feldpoftpadeten nidt zuläffig. 7) Yiudgefchloffen von der Verfendung mittelit Feldyofkpaders find unbedingt: Fläffigkeiten und Sachen (Lebensmittel), die dem fhnellen Verderben ausgefeßt find; ebenfo ezplodirende Sroffe, fowie die fonftigen, obnebin fär die Poßktransporte ver botenen Sachen, 8) Laufgettel oder Neclamationen erfudt das Seneral - Poftamt nur in den äußeriten Fällen, d. b. wenn wirflich fejiltebt, daß der Ydreffat nad Merlauf eines längeren Zeitraums, z B. 4 bis 6 Wochen, nicht in den Befig der Sendung gelangt if, zu erlaffen, da erfabrungsmäßig durch vorzei- tige Unbringung derartiger Meclamationen der obnebin jeBt aufs Weußerfte angefpannte Poftbetrieh ine Erihwerungen erleider. Es wird bierbei das Eriuchen erneuert, fd die Ertfernungen und MWerbältnife des jeBigen Krieges gefällig gegen- wärtig zu balren. 9) Beginn. DieWnnahbmederFeldpokpadete bei fämmrtlimen Pokanftalten des Nord- deutidhen Yoßtbezirk$ beginnt am 15. October d. 3. Der Widerruf oder die vorübergehende Yußerfraft- jeBung der ganzen, vorert nur als ein Verfuch zu berrachtenden Makregel bleibr jederzeit und nament: io für den Fall vorbehalten, daß größere Marfhs bewegungen der Truppen wieder beginnen. jeneral: Doft - Amt. Stepban. Berlin, den 10. October 1870. Bekanntmadhung, Bom 15. Detober d. I. ab werden il (d. b. nidr mir einem declarırten Werth -Inbalte vi febene), in Privarangelegenbeiten an mobtie Militairs und Milirairbramte gerichtete Feldpoftdriefe nur no 1870. big zum Gewichte von 4Rollloth inclusive zur porto» freien Beförderung zugelaffen. General - Poftamt. = Stepban, Lüber, den 11. Detbr. 1870, Vorftebende Bekanntmachungen werden hierdurch zur allgemeinen Kunde gebracht. Der Ober: Poft-Director $. tingnau, Lübee, 11. Detober 1870. Bekanntmachung, ) ® betreffend die Auflieferung von Feldpost: Pädereien. Unter Bezugnabme auf vorftebende Betannt- madungen des Seneral - Poft-Um:;s wird mitgerbeilt, daß täglich ein Trangport von Feldpoft:Pädereien von bier abaeben wird und die Sendungen für denfelben bis 7 Ubr Abends zur Doft einzuliefern find, fowie daß der Buchbinder F. W. E. Siaaffen, Fünibaufen 22, vom 14, d. 2. ab allen Anforderungen entfpredbende Gartong zu den Mädereien in L verfdiedenen Größen vorrätbig balten wird, Der Ober: Poft: Director S. Lingnaw Oeffentliche Bibliothek. Zum Behufe der gesetzmässigen Revision er- suche ich, unter Hinweis auf $. 9, und 10. der er- neuerten Bibliotheks-Ordnung, die von der offentlichen Bibli| Bücher zwischen dem 10, und 15. October Prof, Wilb. Mantels, Bibliothekar. Anzeigen. Amtliche Inferate. Bekanntmachung. Der auf den 21. dfs. Mts, anberaumte Termin zum Berfaufe des dem GH. F., &, NMunge gebörigen Areals nebft Haus vor dem Holfeinthore findet nicht tatt. Lübef, den 12, October 1870, Das Stadt. und Landgerich: Zur Beglaubigun, Sunf Di Concurseröfnung. 4 Das Handelsgeriht bat über das Vermögen der infolventen Kaufleute Jod. Heinrich Theod. Mans- bardrund Bernbarb Ludwig FerdinandYlafs, in Firma: Mansbardt & YPlafs, den Concurs er- Fannt, Handeisrichter Carl Heinrid Müler zum Com- miffar ernannt, und Berfammlung derGläudtiger yur Dan CE Ha auf Sonnabend den N . Mis., Vormittags praec, 1 1 Gerichtslocale angefeßt. 0 HEN Lüder den 12, October 1870, Das Handelsgericht, Dettmer Dr., Ac Lübeck, 24. Sept. 1870. Dekanntmadung, betreffend die Aufnahme neuer Schüler in die Sewerbefchule. en Zu Midaelis d, I. finder die Aufnahme neuer Schüler in die Gewerbefidule ftatt, und zwar fowobl in die dritte Slaffe der Schule, als auwd in die Vor- A ‚Der Unterricht in den vier Hauptclafen der Schule wird Montags, Dienftags, Mittwochs, Donnerjtags und reitags von 7—9 Ubr abends, am Sonntag von 10% big 12 Ubr und 1—3 Uhr ertdeilt, Unterrihtegegen- üände in diefen Slaffen find: Rednen, Handzeidnen, Ylanimerrie, Berednung der Kläden und Körper, Ul- gebra, Projectionslebre und MVerfpecrive, En:wielung der KörperneBe (Zufhneiden), Ybofik, Chemie, Mechanik, Bofliren, Technologie und rednifaes Zeiwdnen. Die Borbereitungsclaffen find zur Vorbereitung von Knaben, weiche fi dem Handwerkejtande widmen und dann in die Hauptclafen der Gewerbefidule eintreten wollen, beitimmt. <laffen tönnen Knaben nur dann finden, wenn fie das Awölfze Lebensiabr zurügelegt baden. Der Unterricht in Ddiefen Slaffen finder Mırtwods von 2—54 Ubr, Sonnabends von 2—5 Uhr und Sonntags von 104 bis 12 Ubr und von I bi$ S Ubr ftatt. Unterrichts gegenitände find: Rechnen, deutfde Eprade, Hand- jeidnen, Geometrie und Bucdhfübrung, Die eintretenden Schüler müffen die nötbigen Vor: Fenntniffe im Lefen, Schreiben und Mechnen be Ben und Fate DUDEN WENDT RAN ibre nächiten Worge- en (Water, Vormund, Meifter u. i regelmäßigen € erfi OeE Dee harn wollen, Bon denfelben Vorgefegren erwartet die Schule, daß le gemeinfedaftlid mit ihr die il {o nöthige Regelmäßigteit- dr8 ODE Blnans EEE