SEnbekifde Wnzeigen von allerhand Sachen, deren Befanntmachung dem genieinen Wefen ndrhig und nüßlich if, Fünftes Stück, den 30, Yanuar, 1768. Die Natur der Kabe, WEL ß SG Yi Kaße, fagt der Herr von Büffonz if ein ungetrener Hausgenofie, den man nur auß £ € Noch behält, um ihn einem andern noch befchtwerlichern entgegen su feßen, den man nicht - berjagen Fann, Obgleich diefe Thiere zumabl in ihrer Iugend artig find, fo befißen fe doch zu 8 gleich eine angebohrne Bosheit, eine falfche Gemüthsart und verEchtte Gefünungen, welche mit dem Alter (Olimmer , und nur dfrch die Zucht , unter der man fie hält, verborgen werden, Bon Natur find diefe Zhiere Öffentliche Räuber, durch eine gufe Erziehung werben fie gehorfam und fmeichelnd, wie Betrüger , fie befigen gleiche Sefhiclichkeitz gleidhe Spigfindi Feit , gleiche Neigung Nebel? zu thıun Sa Trieb in Heinen Biübereyen, Sie wiffenz wie etrüger, ihres Weg zu verdecken, ihre Mbficht zu verbergen, die Belegenheiten aus;suforfhen, zu +TWweifern, zu mwahlen, den Mugenblick, da fich die NE AEEE SewerFfielligen 1äß6t, zu fallen, fich nachgehends ber Strafe zu entziehen, zu fliehen und entfernt zu bleiben, bis man fie fefbft zurüce ruff, Das Yeußerliche der Gefelichaft gewöhnen fie fich leicht any aber nie erhalten fie Dal Be» finnungen, Sie zeigen nur den Schein einer Gewogenheit gegen den Menfchen, an fiebt diefes an Ihren zmweydeutigen Augen und verdächtigen Dewegungen.. Sie jeben der geliebten Yere fon nig gerade ins Geficht, fie nähern fich ihr aus Mißkrauen oder aus Falichheit nur N Ume wege, um Lichfofungen zu fuchen, gegen die fie nur wegen des Verguügens, das ihnen diefe Liebe Fofungen machen, empfindlich find. So Fehr unterfheidet ich die Xabe wor jenem gefreuen hier " Deffen Gefinnungen fich alle auf die am feines Herrn besichen; fie Scheint nur für fich zu zme pfiaden, nur unter Bedingung zu lieben, nur deswegen fich dem Umgange darzubiefen , damit fie ihn misbrauchen Fönne, IBas Herr von Büffon hiuzufüget, daß es aus Mebereinfimmun fe wesivegen fich die Kake beffer mit dem Menfhen als mit dem Hunde, bey dem aBes zbrlig if wertrage, erniedrigef Uns nur gar zu fehr. Die Leibrsgeftalt und das Temperament finımen mit der Gemüchsart überein. Die Nabe it artig, Leicht, gefehieft, reinlich und voNüßig. Sie licht ihre Bequemlichkeit y fie fuchet die weichften Stellen, daranf zu ruhen und ih {ußig zu machen. Sie if auch Fark zur Liebe geneigte und, welches ben den Thieren etwas feltencs if, das Weibchen Scheint hikiger als das IM une. E$ ladet Las Männchen ein, fuchet daffelbe, Yuft c$, Fündiger die Wuhk feiner Begierden ; oder vielmehr die übermäßige Grdße feiner Bedürfnif , durch lautes Sefchrey an, und wenn das nuchen vor ihm Nicht, oder cs erachtet, verfolget das Beibchen felbiges, beißt e8, amd ade Thiget e$, 1D'3u reden, feinen Begierden Genüge zu feiftenz obgleich die Bereinigung allemal mit den (ebhafteften Schmerzen verbunden if. Dieß dauret neun bis zehn Lage, und ereignet fd ur zu gefeßten Zeiten , arbentlich Aur zweymabhl des Hahres, im Frühlinge und Herbfiy zuweilen ren auch wohl viermahl. Sie tragen fünf und zwanzig oder fechs und zwanzig Tage; fie me: nicht fo viel Yunge als die Hündinnen; ordentlich beficht ein Wurf aus vierz fünf oder fechfen, Die Kater pflegen ihre Hungen aufsufreffen; besiegen verbergen fie die Kiesen, weun fie Werfen wollen; und mann fie fürchten , man möchte ihre y eutdefen oder wegnehmen, (9 fragen fe