Full text: Lübeckische Blätter. 2006 (171)

100 Jahre Seemannsmission Ein Heimatmuseum für Schlutup Altes Fischerhaus soll zu einer Begegnungsstätte umgestaltet werden Es war 1907, da hatte der Heimatdich- ter Carl Westphal eine Vision. Er wünsch- te sich für Schlutup eine Begegnungsstätte - ein Heimatmuseum. Er wollte bewah- ren, was sonst verloren. Für nachfolgende Generationen aufheben, aufzeigen. Nur erreicht hat er es in Schlutup zu seinen Lebzeiten nicht. In den folgenden Jahrzehnten waren wieder Versuche da, dieses Vorhaben zu realisieren. Dafür gab es füntk geeignete Objekte, zwei ehemalige Fischräuche- | reien, zwei Fischerhäuser und ein Bür- gerhaus. Bei allen Projekten waren die | Planungen weit vorangeschritten und aur | gebaut. Gescheitert sind diese Vorhaben | immer an der Finanzierung und letztend- q lich am Mut der Schlutuper, ein Restriike. G einzugehen. Jetzt 2006, fast einhundert Jahre nach der Idee Carl Westphals. sollte es doch | wohl gelingen? Der Schlutuper Heimat- forscher und Buchautor Horst P. Schwan- | ke will nun endlich den Versuch starten, dieses Vorhaben zu verwirklichen. Zu- sammen mit Jürgen Schreiber, dem I. Vorsitzenden des Gemeinnützigen Vereins Lübeck-Schlutup e. V. soll es geschafft werden, dass Schlutup ein Heimatmuse- um bekommt. Denn das heruntergekom- mene Haus einer Fischerfamilie mit Netz- handlung steht seit Jahren leer und ,„siecht dahin“. Dieses Haus ist dem Verfall und Abriss preisgegeben, wenn nicht sofort Rettungsmaßnahmen anstehen. „Wir wol- len ein Stück Schlutup retten“, so Jürgen Schreiber. 100 Jahre Seemannsmission in Lübeck Mit einem Festgottesdienst in St. Jako- bi beging die Deutsche Seemannsmission in Lübeck ihr 100-jähriges Jubiläum. Be- reits im Mittelalter gab es Schifksprediger an Bord lübscher Schiffe. Nachdem 1905 das erste Seemannsheim in Lübeck in der Hafenstraße 20 a eröffnet worden war, wurde am I1.8.1906 der Verein ,Lübe- cker Seemannsheim“ ins Vereinsregister eingetragen. 1909 wurde Senator Evers Vereinsvorsitzender. 1913 wurde das neue Seemannsheim nach der Verlegung in die Hafenstraße 22 b offiziell eingeweiht. Pastoren von St. Jakobi übernehmen den Horst P. Schwanke, der das Wohnhaus (Baujahr ca. 1750 bis 1780) von der Fa- milie Willwater geschenkt bekommen, hat dieses Haus unter Denkmalschutz stellen lassen. Auch wenn von außen nicht er- kennbar - so ist die Struktur eines alten Fischerhauses in Form einer großen Diele u und den beidseitig angeordneten Stuben weitgehend erhalten. Auch die Beiböden über den Stuben und der Bodenraum mit einem Gesellenzimmer sind noch vorhan- den. Dieses alles soll den Schlutupern und nicht nur ihnen erhalten bleiben, als Hei- matmuseum zugänglich gemacht werden. Schreiber und Schwanke erklären, das Vereinsvorsitz, bis das Heim 1939 zum Teil von der Marine beschlagnahmt wur- de. Auch dieses Haus wurde dann nach Kriegsende mit Flüchtlingen belegt. 1977 wird das Heim um das ,Kinderhotel“ erweitert. Hinzukommt 1978 die Diako- niestation Hafen als Zentrum sozialdiako- nischer Betreuung der Seeleute und ihrer Familien. Zurzeit ist Vorsitzender Diakon im Ruhestand Wilhelm Seehase. Im Festgottesdienst predigte die See- mannspastorin Heike Spiegelberg. Bi- schöfin Wartenberg-Potter und die Ham- burger Bischöfin Jepsen sandten Gruß- rrrÒ Was Nachlese | | Haus solle auch Bürgerhaus, ein Hayg ki | I viele Gelegenheiten sein, z. B. für Legy s gen der Niederdeutschen Bühne, Auste] Umgangs lungen, Literaturtage, Jazzfrühschoppc, | anderer, Eùl das Wiederaufleben der Schlutuper Fisch. | sv. Fremdlir tage auk dem Platz vor dem Haus usw. Ein | ens genannt. lebendiges Haus mit Veranstaltungen jeg. jerbargen SIC licher Art schwebt den beiden vor. Aber | mögliche ar wie finanzieren? Es ist schon etwas dat, | gondern Pflai1 30.000 Euro stellendie Possehlstiftungung lenschen in n Dr. Wolfi die Gemeinnützige Stiftung Sparkasse zu yurden. In c Lübeck zur Verkügung. Horst P. Schwank. \eobiota ge allein spendete schon 11.000 Euro - de, gsnabrücker . Reinerlös aus dem Verkauft seiner Büche; hatte gemein „Wind und Wasser, Graupen und Grütze« | xperimentel und „Das Haus der Fischer“. | Universität Neben anderen Aktionen willl die Fir. ausstellung ma Hawesta Fischdosen mit dem Logg erstmals in [ das ein Bild des zukünftigen Museum, hei uns vom : zeigt, herstellen und verkaufen. Juni 2006 un Auch die St.- Andreas-Kirchengemein. gezeigt wurd de beteiligt sich. So wird der Reinerlz, jem Phänon aus dem diesjährigen Gemeindefest dem | Jer nichthein „Fischerhaus-Projekt“ überlassen. pflanzen so V Das alles reicht aber noch nicht. Den Gleich is gut gestalteten Flyer über das Vorhaben jyario erfuhr „Fischerhaus“ erhielt jeder Schlutyu er gßrisanz, mit Haushalt, immerhin sind es 2.750 in die. veschleppte sem Ort. Jetzt müssten alle Schlutuper Tier- und PtI wach werden, die das Haus wollen - (z. Lage sind, mit es nach fast einhundert Jahren gelingt, tillen: „Pirat das historische Erbe dieses Fischerorte; | Papageien e zu erhalten. Also die Zeit drängt. Der Ge. | parks !“, „Ki meinnützige Verein Schlutup e. V. hat ein | brannt!“, „V: kenitz!““ - In vorgestellt m derdaten. Eir orafisch viel ßesuchern z bekannt vork Sonderkonto eingerichtet bei der Deut- schen Bank Lübeck, BLZ 23070700, Kto. Nr. 48-0042104. Traute Schwanke miniermotte, die Mandarir relle, Deutsc worte. Bürgermeister Bernd Saxe sprach gzerspeisefisc| ein Grußwort und widmete sich darin Li- Die heuti beck und der Schifffahrt. systeme hal Die sozialen Aufgaben der Seemanns- hrsachen. A mission sind nach wie vor aktuell. Dieses ger Hochsee gilt sowohl für die Möglichkeit der Unter. 10.000 frem bringung von Seeleuten wie auch für die Betreuung durch die Diakoniestation der Gemeindediakonie. Die Seemannsmis- sion versteht Seelsorge ganzheitlich als deutsche Kü Fischerei un geholken, fre mit den erwi Sorge für Leib und Seele. Ziel der Arbeit hte Arten nac ist auch die Verbesserung der Lebens- und dlass neben ( Arbeitsbedingungen der Seeleute. Tier- und PfI. hjw fremde Artel 204 Lübeckische Blätter 2006/13 Lübeckische Blätt
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