Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

bezt, Verli, In, q L Z21) n Lij ch h inte; llt j mei) mey; kehay nd h. ft; dj gleit; schi nme; Viele, rchey jerlin, r NY r. Ro legar I Fra, ristiq; r Al nd z uk mj : "DJ Zeika] r mati. | Eine; n Ein. N nsatz Doch ie fi. it be. „eitli: auch zrner, lunis- Ver. orten Kul- Eng- bei- Bür- n an leigt, nabe, ONO- ung“ æktor 2005/4 get Hochschule von 1991 bis 1994. in sei- ß launigen Laudatio Björn Engholm, ue! „is Schriftsetzer begonnen habe. Das s jche, das in der Schriftsetzerei "nthalten sei, die Verbindung von Gestal- ns und Inhalt, hätten sein Leben ge- . Seine ausgefallene Vita führte spä- pi über ein Universitätsdiplom in Polito- logie bis hin zum Bundesminister und Ministerpräsidenten in Schleswig-Hol- stein. Kurz ließ Döhl das Revue Passie- ren. Immer habe Kultur und Kunst in sei- nem Leben eine dominante Stellung ein- genommen, so wie es Neugier und Phan- tasie bestimmt hätten. Döhl kennt Eng- holm und weiß, dass für ihn ein Existieren ohne Kultur nicht lebenswert ist, dass er sich für sie immer eingesetzt hat. „AIs Po- litiker, Multiplikator und Mensch“ habe er sich verdient gemacht. Opernprojekt der Musikhochschule Erfrischend unverkrampkt und locker wie die ganze Feierstunde, schloss sie nach der Übergabe der Urkunde und den Dankesworten Engholms mit zwei Mu- sikstücken eines anderen Genres, für das der Jazz-Liebhaber Engholm sehr aukge- schlossen ist, mit zwei gut gearbeiteten Titeln der leichteren Muse, vorgetragen von einem schwungvoll aufspielenden Studenten-Quintett. Arndt Volz Nonnen und Mönche - Klösterliches bei interessantem Opernprojekt Ein Opernprojekt mit zwei stilistisch divergenten und eine Vielzahl von Mit- wirkenden fordernden Einaktern (Pre- miere: 28. 01. 2005) kann sich nur eine leistungsfähige Musikhochschule vor- nehmen. Dort allenfalls finden sich drei- zehn Sängerinnen, die den in der Origi- nalsprache gesungenen Gestalten in Gia- como Puccinis „Suor Angelica“ Stimme geben können, und ergänzend dazu zwölf Sänger, die Benjamin Brittens „Fluss des Brachvogels“ (Originaltitel: „Curlew Ri- ver‘) aufzuführen fähig sind. Die Spannung von Puccinis schwelgerischem Wohlklang hin zu Brittens eher herber Art wurde durch den Verzicht auf ein Opernorchester gemildert. Bei Puccini war dessen Part auf zwei Flügel reduziert. Das hob die harmonischen Finessen der Partitur hervor, noch verstärkt durch das sensible Spiel von Daniell Fourie und Baris Büyür- kyildirim. Britten hatte ohnehin nur ein kleines Kammeren- semble vorgesehen. Flöte (Son- ja Horlacher), Horn (Masami Sonoda), Viola (Franciska Bröhl). Harke (Maria Viazigui- na), Kontrabass (Lars O. Scha- per), Schlagzeug (Jonathan Gö- ring) und Orgel (Eun-A Kwon) untermal- ten die Mysterienspiel- Handlung spar- sam, aber durch enge Bezüge zu Personen oder Geschehensabläutken farbig und nu- ancierend. Dabei verarbeitet Britten An- regungen durch das japanische No-Spiel. Beide Werke verband so ein kammermu- sikalischer Eindruck, der den äußeren Vorteil hatte, die Sänger nicht durch einen dicken Begleitklang zu überdecken. Zum anderen unterstrich die Aufstellung der Instrumentalisten inmitten des Gesche- hens die reduzierte Bühnenhandlung. Beide Werke sind im Klösterlichen angesiedelt, beziehen gregorianische Ge- sänge ein und haben als Zentralmotiv den Verlust eines Kindes. Bei Puccini ist es das unehelich geborene der Protagonistin, das ihr entrissen und dessentwegen sie ins Kloster gesteckt wurde. Bei Britten ist es das als Sklave geraubte Kind, das die irr gewordene Mutter verzweifelt sucht. Die Parallelen werden durch das gleiche, mit geringem Aufwand umgedeutete Bühnen- bild (Karol Cybulla, die auch die stimmige Beleuchtung besorgte) erweitert. Die Ab- geschlossenheit des Nonnenklosters sym- Szene aus „Fluss des Brachvogels“, ein Mysterienspiel von Benjamin Britten, aufgeführt von Studenten der Musikhoch- schule Lübeck bolisiertdie schwarze Gestaltung des Büh- nenraums. Der ist bei Britten weiß ausge- hängt und siedelt dadurch das Mysterien- spiel außen an. Vor diesen Grundfarben heben sich jeweils die Kostüme (Imke Schlegel), bei den Nonnen weiße Gewän- der, bei den Mönchen die braunen Kutten, wirkungsvoll ab. Das asiatische Vorbild wird bei den Masken und bei den Verklei- dungen der Mysterium-Darsteller umge- setzt. Schließlich stiften die Auftritte über die Treppe aus dem Zuschauerraum und ein seitlicher Laufsteg zur Hauptbühne und zur kreisrunden roten Spielfläche Zu- sammenhang. Alberto Fortuzzi, Professor an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“. hat- te das Iyrische. wegen seiner genrehaften Bilder schwer zu inszenierende Intermez- z0 Puccinis etwas zu leicht genommen. Mehr klösterliche Strenge hätte den Mäd- chenpensionatseindruck gemildert. Auch Gags wie das „Rote Kreuz“ der Suora in- fermiera, die wenig überzeugende Teezu- bereitung oder die kitschige Erscheinung des Sohnes, geführt von der lebendig ge- wordenen Madonna, hätten dezenter ge- löst werden können. Dagegen ist Fortuzzi mit dem zweiten Teil des Abends ein großer Wurk gelungen. Der Schaucha- rakter des Mysterienspiels wur- de sehr gut durchgehalten und bewegt und bewegend umge- sElZt. Die musikalische Leitung lag bei dem versierten Norbert Strolz. In beiden Teilen hatte man gute Stimmen. die in den zentralen Partien im Rahmen der Abschlussprüfung auftra- ten. Die Bulgarin Elena Stefa- nova füllte mit eindrucksvollem Spiel und gefestigtem Sopran ihre Rolle. Ihr zur Seite standen in den größeren Nebenpartien Velina Bozhilova als Fürstin und Baoyi Bi als Äbtissin. Bei Britten ge- staltete Hojoon Lee die Irre mit seinem weichen, aber wenig strahlenden Tenor. Wie er standen Byoung-Ik Jung (Fähr- mann) und Christoph Liebold (Reisender) unter Examensdruck, alle zeigten aber er- freuliche Leistungen. Andreas Baumeis- ters profunder Abt erfreute durch große Textverständlichkeit. Young-Shin Lim, schon bei Puccini eine der Schwestern, gab dem Knaben aus dem Ienseits ihre kantilene Stimme. Insgesamt war das ein eindrucksvol- ler, stark bejubelter Erfolg für die Musik- hochschule. Arndt Voß Lübeckische Blätter 2005/4 S3
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