Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

Ü Leo Landau zum 125 Geburtstag | | „garnisonsverwendungsfähig' waren, ich Ser-) . am außerdem vom Landgerichtspräsidenten war | „im Interesse der Rechtspflege’ reklamiert rines wurde, zumal drei ins Heer LEZogene Kol- | der legen mir die Wahrung ihrer Praxis an- same. vertraut hatten und außerdem Mangel an des Anwiälten bestand, führten Jöllenbeck und , der ichdenBetrieb weiter. Meine Aufgabe war flog, dabei, von den Kriegsämtern in Berlin die zur Fabrikation erforderlichen Rohstoffe krie- zu beschaffen und den ordnungsmäßigen che- Gang der Geschäfte zu beaufsichtigen. . Th. Jöllenbeck war ein ungemein tüchtiger Eine und umsichtiger Kaufmann; wir beide fgabe waren vorsichtige Leute und hatten eine sich glückliche Hand in der Betriebsführung. erer Es gelang uns - trotz der durch den Krieg It ich hervorgerufenen Schwierigkeiten - die e der Fabrikation nicht nur aufrecht zu erhalten, ' g. Da sondern auch auszubauen, zu konsolidie- . i 335 tigen ren und mit gutem Gewinn arbeiten zu las- C UMOR T wung SEN, SO dass nach Beendigung des Krieges Alle haben am 16. März 1900 die Reifeprüfung am Katharineum Zu Lübeck abgelegt: Wer- alle Gläubiger ihre Forderungen mit Zin- Hintere Reihe, stehend (von links): Hermann Bernhardt, Ernst Schmidt, Dr. Hermann ecker sen voll zurückgezahlt erhalten hatten und Gebhard, Karl Titzck, geb. (Vater des kürzlich in Kiel verstorbenen ehem. Landtags- sol- die Fabrik ein blühendes Unternehmen «Präsidenten R. Titzck) ntrag geworden war. Als Fritz Wengenroth aus Vordere Reihe, sitzend (von links): Dr. Felix Hinrichsen, Martin Zietz, Heinrich Focke, t der dem Kriege heimkehrte, nahm er Jöllen- Hans Duvinage, Paul Wiebering, Walter Schubring, Dr. Leo Landau traut. beck als Mitinhaber, Teilhaber, und mich er inn als Syndikus und stillen Gesellschafter in bis zu seinem Fortgang, 1933, als jeweils Noch als 70-Jähriger gedachte der Ju- rokurn dle Firma auf...“ gewählter Vorsitzender (Ältester/Präses). rist Landau einer einzigartigen Tätigkeit. h nur Landau war seit 1902 mehrfach Vor- Politisch war er von Hause aus kon- die er seit 1912 ausübte: ..In guter Erin- l.. sitzender der Lübecker zionistischen Orts- servativ-bürgerlich eingestellt, jedoch gruppe, nahm teil an zahlreichen europäi- schen Delegiertentagungen und seit 1905 auch an mehreren zionistischen Kongres- sen. Frühzeitig widmete er sich der ehren- amtlichen Tätigkeit in der neo-orthodoxen Lübecker Einheitsgemeinde. Seit 1910 gehörte er deren Vorstand an, von 1916 wandten sich seine Sympathien in der Weimarer Zeit immer mehr den sozia- listischen Lehren zu, ohne dass er deren Parteien zu folgen vermochte, die ihm wegen ihrer Lohn- und Arbeitspolitik die Wirtschaft oft zu gefährden schienen. Er blieb daher parteilos. nerung habe ich meine Beschäftigung als juristischer Berater der großen römisch- katholischen Gemeinde in Lübeck. die mir eine Generalvollmacht des Bischofs von Osnabrück [Dr. Wilhelm Berning. 1877-1955]. der sie unterstand. anvertrau- te. Es geschah manchmal. dass ich aus einer Sitzung. die ich als Präses der jüdi- Theaterring C Wir wünschen allen Abonnenten ein gutes neues Jahr. Wir beginnen das Jahr 2006 mit einer Komödie: | Schauspiel Freitag, 13.1.06 GTI Edoardo Erba. : 20.00 Uhr Maurer ? Sonntags, 15.1.06 GT II Edoardo Erba, 20.00 Uhr Maurer n, | Dienstagsvorträge | 03.01. Ute Drews, Schleswig Das Wikinger-Museum Haithabu - Schaufenster einer frühen Stadt gemeinsam mit der Archäologischen Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e. V. | 10.01. Prof. Dr.-Ing. Hermann H. Saitz, Erfurt Stadtbummel durch das historische Erfurt gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz | jeweils um 19.30 Uhr, Gemeinnützige r 2005/21 Lübeckische Blätter 2005/21 343
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