Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

ler la] ch Öäätig alle ses rei- | 966 n le- Jach Bil- ; sie hule Die ium. ehen ima- eiten alten 1-de- hern- sind n aus strie. 005/13 fin erzählerischer Zeichnungsstil, in dem pürerzeitliches mit surrealen Momenten | bwechselt, der die Lust am Aufspüren kunsthistorischer Zitate ebenso entfacht, wie die Suche nach dem imaginativ Schö- ... en. P Neben dem Vertreter der Gemeinnützi- gen, Christian Kroeger und der Künstleri- schen Leiterin der Overbeck-Gesellschaft, Marlies Behm, gehörten der Jury Susanne Titz an, die Direktorin des Städtischen Mu- s5eums Abteiberg, Mönchengladbach, der | Pirektor der Lübecker Museen, Dr. Thors- ien Rodiek, der international renommierte Mller Daniel Richter, als Vertreterin der Lübecker Kunstschaffenden Ute Friederi- ke Jürß und die Berliner Kunstkritikerin gusanne Leeb. Die Verleihung des Preises, der mit 5.000,-- € dotiert ist, wird gleichzeitig mit der Eröffnung einer Einzelausstellung der Wlerke der Preisträgerin im Pavillon der 0verbeck-Gesellschaft Ende des Jahres stattfinden. Japanische Impressionen in der Kunsthalle Das Schleswig-Holstein-Musik-Festi- val findet in diesem Jahr unter dem The- wmenschwerpunkt „Japan“ statt. Dement- | sprechend zeigt die Kunsthalle St. Annen eine Ausstellung mit japanischer Kunst. Unter dem Titel „Photographien der ver- gänglichen Welt“ (in Anlehnung an die japanische Tradition der Ukiyo-e, der „Malerei der vergänglichen Welt‘) sind 3z5 großformatige Arbeiten des in Tokio lebenden Fotokünstlers Naoya Hatakeya- ma (Jahrgang ’56) zu sehen. Landschaften und bizarre Naturer- scheinungen sind die bevorzugten Motive Hatakeyamas; da traben verträumt Wild- pferde durch die Camargue, und auf dem Meeresboden entdeckt der Fotograf, zu welchen Kunstschöpfungen Mutter Natur in der Lage ist - wenn man ein bisschen nachhilft. In einer Vielzahl von Arbeiten nimmt der Künstler das Heft selbstbewusst indie Hand, er inszeniert seine Sujets: Ab- wasserkanäle sind geschickt ausgeleuchtet und durch Spiegelungen weithin verfrem- det; die Arrangements sind jedoch kom- positorisch so klar gewichtet, dass sie sich nicht verzetteln; Spiegelungen, speziell die in nächtlichen Großstädten am Wasser, haben es Hatakeyama überhaupt angetan; ihnen hat er eine ganze Serie gewidmet. Das Maß der Abstraktion bestimmt hier der Ausschnitt und dessen Manipulation; | einige Arbeiten sind schlichtweg über Kopf aufgehängt, so dass Ursache und J Wirkung ein munteres Wechselspiel trei- ben, wenn auch eine im Wasser treibende Dose, die plötzlich am Himmel schwebt. das Spielchen schnell durchsichtig macht Auch Naoya Hatakeyama kommt nicht daran vorbei, dass sich die künstlerisch anspruchsvolle Fotografie mittlerweile zu einer Art Volkssport entwickelt hat. die Technik macht's möglich. Deshalb mag es umso befremdlicher wirken. dass Museumsdirektor Thorsten Rodiek für die Ausstellung gleich zwei Etagen seines Hauses leer räumte und große Teile der eigenen Sammlung neuer Kunst, für die sich die sommerlichen Kultur-Touristen mindestens ebenso interessieren dürften. ins Depot verbannte. Die Ausstellung läuft bis 21. August (Di-Fr 11 bis 17 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr). Peter Holm Veranstaltungen Ehemaligentrekken der Knabenkantorei Zu einem großen Erlebnis wurde das Ehemaligentreffen, das die Lübecker Knabenkantorei an St. Marien vom 10. bis 12. Juni veranstaltete. Nicht nur aus allen Teilen Deutschlands, sondern sogar aus dem Ausland waren die Teilnehmer ange- reist. Den weitesten Weg legte der Sohn des Gründers George Goebel zurück. Gerd Goebel. einst Pilot und Ausbilder bei der Lufthansa, kam aus Südafrika. Schon der Abend der Begegnung am Freitag im Heim im Garten der Gemeinnützigen wurde von manchem Teilnehmer bis in die Morgenstunden ausgedehnt. Am Sonna- bend gab es, wie in alten Zeiten, Chorpro- ben, 90 Minuten für Tenöre, 90 Minuten für Bässe. Parallel konnten die Männer an einer Stimmbildung teilnehmen, wie sie heute angeboten wird. Nachmittags lei- tete Kantor Michael D. Müller dann eine Gesamtprobe, um das Programm für den Gottesdienst in St. Marien nach den Ein- zelproben zusammenzusetzen. Rund 120 Personen fanden sich in der Schiffergesellschaft zum Festabend ein. Müller begrüßte besonders Erika Wille. die die Arbeit ihres Mannes in den Jahrzehn- ten seiner Tätigkeit als Leiter der Kantorei mitgetragen hat. Daneben wurde auch Dr. Rolf Sander mit viel Beifall bedacht. Die Kantorei hat nie vergessen, dass in seiner Zeit als Direktor unserer Gesellschaft der Bau des Kantoreiheimes realisiert werden konnte. Während des Festabends erinner- Ausstellungen / Veranstaltungen ten Dieter Behrens. Klaus Brenneke, Kon- rad Dittrich und Henner Leyhe an Ereig- nisse der Kantoreigeschichte. 80 Männer zogen am Sonntag beim Gottesdienst in die Marienkirche ein, wurden von Propst Ralf Meister herzlich begrüßt und über- zeugten unter Michael Müllers Leitung nicht nur durch Lautstärke. Immer wieder wurde auch das gute Miteinander betont. das bei diesem Treffen zwischen den ehe- maligen und den heutigen Männerstimmen herrschte. Die Euphorie war bei einigen Teilnehmern so groß. dass sie am liebs- ten jährlich zusammenkommen weoollten. Das würde aber den Reiz des Besonderen verlieren. Einen Termin für das nächste Treffen aber akzeptierten alle: 2008. Dann wird es 60 Jahre her sein. dass die Kna- benkantorei ihr erstes Konzert gab. Konrad Dittrich „Bruderzwist im Buddenbrookhaus““ Sein gerade erschienenes Buch ..Tho- mas Mann - Heinrich Mann. Die unglei- chen Brüder“ stellte Prof. Dr. Helmut Koopmann am 25. Mai 2005 im Budden- brookhaus in Zusammenarbeit mit dem C. H. Beck Verlag vor. Für Thomas Mann und auch für Hein- rich Mann ist der Bruder lebenslang die wichtigste literarische Bezugsperson ge- wesen. Beide orientieren sich in ihrem Selbstverständnis aneinander, und beide nutzen das Werk des anderen, um daraus zu übernehmen, oder, wichtiger noch. dagegen anzuschreiben. Es war eine brü- derliche Konkurrenz. die nicht selten zu brüderlicher Rivalität wurde. Während „Buddenbrooks“ entstand. schrieb Heinrich an seinem Berliner Groß- stadtroman .. Im Schlaraffenland“. der ge- gen den Familienroman Thomas Manns konzipiert war. „Im Schlaraffenland“ war für Thomas Mann wiederum Anlass zu einem „Gegenroman“: „Felix Krull“. ein Stoff. der ihn 50 Jahre lang beschäftigen sollte. Auf „Buddenbrooks“ antworten auch „Professor Unrat“ und .Die klei- ne Stadt“. auf Heinrich Manns Roman „Die Jagd nach Liebe“. der zu dem ent- setzlichen Bruderzwist 1903 führte. „Der Tod in Venedig“ mit einem ganz anderen Lebenskonzept und neuen literarischen Maßstäben. Es war Thomas Manns Ziel, die Werke des Bruders zu übertreffen. es besser zu machen als dieser lebenslange Rivale. Helmut Koopmann führt in seinem Buch den Leser durch Leben und Werke der beiden Protagonisten. Die großen Ka- I Libeckische Blätter 2005/13 201
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