Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

Musik ger Artushofes, der nach der Zerstörung im Kriege von den Polen wieder autge- baut wurde und inzwischen mit erhebli- chem Aufwand für die Innenausstattung weitgehend wieder hergestellt worden ist. Glücklicherweise waren zu Kriegsbeginn das Gestühl, der große Schmuckoken, die Schiffsmodelle und weitere Kunstgegen- stände ausgebaut und ausgelagert wor- den. Kontakte Die Stiftung Kulturgut hansischer Städte wird ehrenamtlich verwaltet. Sie kann nach Vereinbarung in kleinen Grup- pen besichtigt werden. Interessenten wen- den sich telefonisch an die Kaufmann- schaft zu Lübeck (0451-705550) oder per Mail an Hans-jobst.siedler@t-online.de Joachim Wodarg Merian-Veduten der Ostseestädte von Lübeck bis Reval LITERATUR .- THEATER .- MUSIK . AUSSTELLUNGEN . VERANSTALTUNGEN R Musik Romantische Nacht mit Musik und Lyrik im Dom Ein besonderes Erlebnis hatte Dom- organist Hartmut Rohmeyer am 10.6. für die Lübecker im Dom zusammengestellt. Die „Romantische Nacht“ mit Musik und Lyrik aus der deutschen Romantik „will“, wie Rohmeyer im Programm schrieb, „zu Ihnen singen und sprechen, sie möchte musizieren aus einer Zeit, die noch nicht lange vergangen ist und doch so fern scheint, einer Zeit, in der unsere Wurzeln liegen.“ Im ersten Teil waren hauptsächlich geistliche Kompositionen zu hören. Den Anfang machte eine farbig registrierte und prägnante Darstellung der zweiten Sonate op. 65 von Mendelssohn-Bartholdy durch Nicolai Himmel an der Orgel. Zwei sei- ner bekanntesten Motetten „Richte mich Gott“ und „Denn er hat seinen Engeln“, in straffen Tempi und klangvoll vom Lü- becker Domchor und Lübecker Sing- und Spielkreis gesungen, schlossen sich an. Es folgten kürzere schön gestaltete Liedsät- ze von Mendelssohn und Reger, von dem auch ein recht düsteres Orgelpräludium mit Christian Bechmann an der Orgel zu hören war. Von Reger stammt auch das wunderbare, aber für Chöre recht heikle Nachtlied „Die Nacht ist kommen“, das vom Domchor bis auf einige Intonations- trübungen gut gemeistert wurde. Dazu passten die Gedichte Eichendortks, Goe- thes u. a., mit klarer angenehmer Stimme und ohne übertriebenes Pathos vorgetra- gen von Silke Thoemmes. Schon durch diese Auswahl wurden sehr unterschiedli- che Ausformungen von romantischer Mu- sik und Geisteswelt deutlich. Eindrucks- voll war die Darstellung der „Vier ernsten Gesänge“ auf Texte aus der Bibel von Brahms mit dem stimmlich in allen Lagen überzeugenden Bassisten Felix Speer und Hartmut Rohmeyer an der Orgel. Nach der Pause die Liebesliederwalzer von Brahms: 18 kleine Perlen, locker und schwungvoll dargeboten vom Lübecker Sing- und Spielkreis und schön begleitet von Mona und Katharina Linsmeier am Klavier. Im dritten Teil des Programms Sätze von Brahms, Ahlen und einige Chöre aus dem „Mörike-Chorliederbuch“ von Hugo Distler, einem Nachklang romantischer Lyrik aus dem 20. Jahrhundert. Damals waren seine Sätze ein neuer Weg im Chor- gesang und sind bis heute eine Herausfor- derung für jeden Laienchor an Präzision und Intonationssicherheit. Insbesondere für den stark besetzten Domchor ein Wag- nis, das dieser aber in beachtlicher Weise meisterte. Der vollere Klang des Chores ließ die Distlersätze viel romantischer und klangsinnlicher klingen als dies oftmals bei Interpretationen von kleineren Kam- merchören der Fall ist. Aus den Rück- ert-Liedern von Mahler sang Felix Speer, Orgel begleitet, das wunderbare „Um Mit- ternacht‘, bevor das erfreulich zahlreiche Publikum zum zweiten Mal an diesem Abend selbst ein Abendlied (Der Mond ist aufgegangen) singen durfte. Nach dem berühmten Abendlied von Rheinberger gab es gerechtfertigt großen Applaus für alle Mitwirkenden. Die schö- ne Idee zur Gestaltung des Abends durch Hartmut Rohmeyer ist aufgegangen. Arndt Schnoor Sommerliche Abendmusik in St. Gertrud Ganz im Zeichen von Felix Mendels- sohn-Bartholdy stand die sommerliche Abendmusik, in der Kirchenkreismusiker Peter Wolff die Kantoreien und das Or- chester vorstellte, mit denen er im Stadt- teil St. Gertrud an mehreren Gemeinden arbeitet. Sommerlich heiter der Auttakt, bewegend der Mittelteil, ergreifend der Abschluss: Zu dem weit gefächerten, am- bitionierten Programm waren ertreulich viele Zuhörer in die St.-Gertrudkirche ge- kommen. Peter Wolff präsentierte zunächst mit der „„Sinfonietta Lübeck“ ein neues Kam- merorchester, gebildet aus Profis, die seit 198 Lübeckische Blätter 2005/13 E 1004 un jische W chesterli hend in „Geselle delssohr „Somme che Vorl mit Sch' nur die len Dete gcehluss Abends raum de einmal : Im den liel die Bes Bachs | die íSct schränk wurden tigt. In aus der ten die Raum. Vertonr sohn au ie: „Wi ' Masser | Wolff c einfühlsam von Hartmut Rohmeyer an der bis zun Die Mi einleitv geele?“ der vie breitet werde | Fuge ( und kl: In k tin Zsu nommt den Hi überze und Ge in alle1 nach d te „Ve: eine W te als 1 „Cal mit \ Zu Musik schaft einma Chöre Lübecki:
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