Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

l'er Nz len ng ler ol OP- md hedeutend als Übersetzer französischer M Jen 369 bin and ch- bel, ren ibel ker y m- ann 836 AUg- chte cht- che Vo ach .. . im 300 n Il. ich- dem den Z U., 1 als hier- ück. I1000 cher nvir- efäl- lätte skult un- icher For- JIpus. tisch dorff JEsalß albe- Hal- Ortu- ndete 2005/12 seinen Erfolg mit volkstümlichen Liedern und Gedichten („Der Mai ist gekommen’) yon sentimental-weichlichen Tönen; er schrieb politisch-patriotische Lyrik von deklamatorischem Pathos; er verfkass- ie bühnenkerne und bildungsbeladene Jambentragödien. Für die antikisierende Tragödie „Sophonisbe“ erhielt er 1869 den Schiller-Preis, aber mit den Dramen Hebbels konnte er nicht konkurrieren. In den 40-er Jahren wandte er sich gegen lie Vormärzdichtung, preußisch-patrio- isch besang er die Reichsgründung. Die sozialen Probleme seiner Zeit klammerte Geibel in seinen Dichtungen aus. Er war und spanischer Lyrik mit starkem Form- talent. Vom Naturalismus wurde er heftig gungekeindet. Jürgen Schwalm suchte in Lübeck und „udem noch als Lübecker nach Spuren, in denen der Dichter überdauert hat bis in un- jere Zeit. Diese Aufgabe, freudig gefasst und rasch begonnen, erwies sich alsbald gls schwieriges Unternehmen, das beinahe kriminalistische Fähigkeiten erforderte. Penn es gab kaum einen Dichter, der zu Lebzeiten in Deutschland derart hochge- schätzt war und verehrt wurde wie Gei- bel. dessen Werke jedoch - von wenigen Gedichten abgesehen - nach dem Tode zo rasch vergessen wurden. Die Franzo- sen aber, die nach dem deutsch-franzö- sischen Krieg überhaupt noch Notiz von ihm nahmen, haben Grund gehabt, ihn in seinem deutsch-nationalen Patriotismus, ja Chauvinismus, nach Publikation seiner „Heroldsrufe“ zu verachten. Jedoch gab es kaum einen wilhelminischen Salon. in dem seine Werke nicht auslagen: mit goldener Prägung und goldenem Schnitt. Nach dem Zusammenbruch des Kaiser- reichs war freilich alles vorbei. Die kommenden Generationen gaben Geibel nicht mehr diesen Applaus. Hein- rich und Thomas Mann zum Beispiel haben als Kinder Geibel noch in Lübeck erlebt und ihn als wandelnden Anachro- nismus empfunden. In dem 1928 erschienenen Roman „Eugenie oder die Bürgerzeit“ zeichnete Heinrich Mann das wohl aufschlussreichs- te literarische Porträt Geibels. Dieses na- hezu vergessene Buch ist immer noch lesenswert trotz seines angehängten ba- nalen Abschlusses. - Die Handlung spielt 1873. Resümee: Die Bürgerzeit verfällt. Das Leben zerstört die prachtvoll-theat- ralische Scheinfassade. Alle sogenannten Sicherheiten erweisen sich als Trug. Gei- bel erscheint im Roman als Professor von Heines. Mann lässt keine Einzelheit aus. um ihn hinter dem Namen Heines als Gei- bel zu charakterisieren. Er schildert das MELDUNGEN Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit 66. Litterärisches Gespräch der Bücherei der Gemeinnützigen, König- | cztraße 5 [ Yonnerstag, 23. Juni 2005, 19.30 Uhr, Bil- dersaal 1005: „„In Schillers Namen'‘“ Wulf Segebrecht, Bamberg ! schillers Glocke im Nachhall der Paro- dien - Interpretation und erotische Ver- ballhornung Während der Schiller-Geburtstagskeier 1859 in Lübeck stand bei der Veranstal- [ ung des Katharineums zu Lübeck auf lem Koberg ein Prolog und die szenische Darstellung der „Glocke“ im Mittelpunkt. Darüber hinaus hat dieses Gedicht zu ide- qlogisch-kritischen Demontagen und auch witzigen Parodien geführt. die auch heute noch „geflügelte Worte?“ sind. Die weite Verbreitung - Sie werden sich erinnern - zeigt sich hier unterhaltsam und zugleich auch lehrreich. Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und wird von einem Büchertisch begleitet. Vortrag über Schicksale jüdischer Anwälte Dr. Peter Guttkuhn spricht am Dienstag., dem 21. Juni, 19.00 Uhr, im Landgericht Lübeck, Gerichtshaus, Am Burgfeld Nr. 7, über „Lübecker jüdische Anwälte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. Der öffentliche Vortrag findet statt im Rah- men einer Wanderausstellung der Bundes- rechtsanwaltskammer und des Deutschen Juristentages e. V. „Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutsch- land nach 1933“. Der Lübecker Historiker Dr. Guttkuhn wird aktuelle Forschungsergebnisse vor- tragen. Der Eintritt ist frei. Es empfiehlt sich, etwas vor Veranstaltungsbeginn zu erscheinen, um die Ausstellung zu besich- tigen. Meldungen obligate schottische Plaid, die Unterleibs- beschwerden und den roten und weißen Zorn des empfindenden Olympiers. - ,Die ganze Stadt grüßte in den alten Dichter ih- ren eigenen Ruhm. Aber er verkehrte bei ihnen nicht -, heißt es bei Mann. Geibel- Heines ist die Instanz in litteris. Geibel- Heines hat nicht nur deswegen Erfolg, weil er alle Tonarten leicht anzustimmen weiß. Er hat vor allem deswegen Erfolg., weil er den Erfolg gut spielt. Geibel verbarg sich hinter einigen Texten, die so klingen, als seien sie im- mer schon da gewesen. Einige wurden zu Volksliedern, die man singt, ohne den Verfasser kennen zu müssen; man braucht seinen Namen nicht zu nennen. Es ist sehr viel, im Volkslied überleben zu dürfen. Das wiegt die negativen. zeitabhängigen Urteile auf. Das Leben Geibels, das ihn weit über seine Vaterstadt hinaus bis nach Griechenland führte und mit vielen bedeu- tenden Persönlichkeiten verband. bleibt allemal spannend und berichtenswert. Jürgen Schwalm eröffnete in seinem kenntnis-, aspektreichen und wegen der vielen Zitate sehr anschaulichen Vortrag, einer exakten literaturwissenschaftlichen Analyse. neue Horizonte in Sachen Gei- bel. Er verband in seinem originellen und spritzigen Vortrag Literarizität und Wis- senschaftlichkeit. Lutz Gallinat Redaktionsschluss für das am 25. Juni erscheinende Heft 13 der Lübeckischen Blätter ist am Dienstag. 14. Juni. t frcclósiver Innenausbau F Möbel aller Stilrichtungen nach fremden und eigenen Entwürfen aus allen Jahrhunderten. 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