Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

2005/7 Bilanz der Sparkasse gparkasse zu Lübeck AG gewinnt neue Kunden igenkapital im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gestärkt Pie Sparkasse zu Lübeck AG hat die läukigen Zahlen für 2004, ihrem 188. cchäktsjahr, vorgelegt. Das Institut ponnte trotz des anhaltend schwierigen J. „ictschaktlichen Umtelds in der Hanse- , us im operativen Geschäft moderate ie. quuüsche erzielen. Diese schlugen sich indes nicht in einem Anstieg der Bilanz- umme nieder, da der parallel aus dem herkaukserlös eigener Wertpapiere betrie- stel. pene Abbau von Interbankverptlichtun- „en den aus dem Kundengeschäft resul- jerenden Bilanzsummenzuwachs über- jompensierte. Die Bilanzsumme sank um rund 7 % und betrug am 31.12.2004 gut 1 Mrd. EUR. t wolkgang Pötschke, Vorsitzender des orstandes, berichtet, dass das Betriebs- ergebnis vor Bewertungsmaßnahmen im rückliegenden Geschäftsjahr 22,3 Mio. FUR betrug und damit um 6,2 % über Jem Vorjahresergebnis lag. Die größte friragssäule, der Zinsüberschuss, erhöhte zich gegenüber dem Vorjahr auf etwa 47,7 ylio. EUR. Der Provisionsüberschuss konnte um 15 % auk gut 13,5 Mio. EUR usgeweitet werden. Der ordentliche Auf- . yand wuchs um 3,0 %. Die sich insbeson- Jere vor dem Hintergrund des anhaltend chwierigen Wirtschaftsumtkeldes heraus- kristallisierten Risiken im Kreditgeschäft wurden durch angemessene Wertberichti- ungen abgeschirmt. Der Jahresüber- cchuss nach Steuern beläuft sich auf 6,0 \lio. EUR. Hiervon werden 50 % in die - hewinnrücklagen eingestellt und somit die Eigenkapitalbasis des Instituts weiter . gestärkt. Vorstand und Aufsichtsrat der gparkasse zu Lübeck AG werden der Hauptversammlung vorschlagen, den sich nach der Zuführung zu den Gewinn- i- jiücklagen ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von 3,0 Mio. EUR an die Aktionäre zszuschütten. Für die mit 74 % an der sparkasse zu Lübeck AG beteiligte „Ge- meinnützige Stiftung Sparkasse zu Lü- heck“ bedeutet dies eine Dividendenzah- lung von rund 2,2 Mio. EUR. Dieser Be- trag kommt gemeinnützigen Projekten in der Hansestadt Lübeck zugute. Mit der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder sei die Sparkasse - so Vorstandsmitglied Frank Schumacher - angesichts der vorherrschenden Rahmen- bedingungen überwiegend zufrieden. Die Darlehnszusagen erhöhten sich im Ge- schäftsjahr um rund 15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen an Kunden re- duzierten sich aufgrund erhöhter Til- gungsrückflüsse dennoch leicht um rd. 0,4 % auf ca. 1,44 Mrd. EUR. Trotz an- haltender Konjunkturschwäche wurden über 200 Existenzgründungen finanziert, durch die in und um Lübeck zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden. Die Nach- frage nach privaten Wohnungsbaudarle- hen war - trotz sehr vorteilhafter Finan- zierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt und günstiger Immobilienpreise - weiter- hin verhalten. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht Die Verbindlichkeiten der Sparkasse gegenüber ihren Kunden erhöhten sich leicht auf 1.28 Mrd. EUR. Der Bestand an Spareinlagen reduzierte sich und lag zum Jahresende unter Berücksichtigung der Zinsgutschrikten in Höhe von 11.6 Mio EUR bei 510 Mio. EUR. Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen der Spar- kasse blieb trotz hoher Fälligkeiten nahezu konstant. Verzinsliche täglich ver- kügbare Einlagen nahmen um 12 % auf 99,8 Mio EUR ab. Diese Entwicklung geht in erster Linie auf Umschichtungen in höherverzinsliche Geldanlagen zurück. Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr sehr er- freulich. Die Wertpapierumsätze stiegen in allen Segmenten zum Teil deutlich an. Im Bereich der festverzinslichen Wertpa- piere trug die in Zusammenarbeit mit der HSH Nordbank AG gegebene ,7-Türme- Anleihe“ maßgeblich dazu bei. Die Ak- tienumsätze erholten sich leicht. Auch der Nettoabsatz in Investmentfonds lag über dem des Vorjahres. Bei der Vermittlung von Versicherun- gen kam es vor allem in der zweiten Jah- reshälfte zu einer sehr dynamischen Ent- wicklung mit deutlichen Zuwächsen so- wohl bei der klassischen Lebens- und Ren- tenversicherung als auch bei den verschie- denen Vorsorgeformen der betrieblichen Altersvorsorge. Bei letzteren stand die Pensionskasse der Versicherungstochter „neue leben“ im Mittelpunkt des Interes- ses der Arbeitnehmer. Insgesamt wurden über 2000 Verträge vermittelt. das sind 43 % mehr als im Jahr zuvor. Der Fortfall von Steuerprivilegien ab dem 1.1.2005 hat zweifellos zu einem Vorzieheffekt geführt und wesentlich zu dieser auBergewöhnlich positiven Entwicklung beigetragen. Im Bauspargeschäft konnte erneut ein sehr gutes Vermittlungsergebnis erzielt werden, auch wenn das Rekordergebnis des Vorjahres nicht wieder erreicht wur- de. Durch die anhaltende Niedrigzinspha- se bleibt das Bausparen unverändert eine attraktive Anlageform für regelmäßige Einzahlungen. Im Zusammenhang mit Wohnungsbaufinanzierungen wurde der Bausparvertrag oftmals als Tilgungsvari- ante genutzt. Im Bereich der Immobilienvermitt- lung konnte der Vorjahresumsatz bei leicht gestiegener Anzahl der im vergan- genen Jahr von der Sparkasse vermittel- ten Immobilien knapp gehalten werden. Mit der Eröffnung der „Lübecker Im- moMleeile‘“ im letzten Quartal des Jahres 2004 hat die Sparkasse in diesem Ge- schäftszweig neue Wege beschritten. In Medienpartnerschaft mit den Lübecker Nachrichten präsentieren in der neu ge- stalteten Kundenhalle in der Hauptstelle der Sparkasse zwischenzeitlich mehr als 50 regional tätige Baufirmen, Wohnungs- baugesellschaften und Makler in einer Dauerausstellung ihr umfangreiches An- gebot. Dank dieser Angebotsvielfalt hat die Lübecker ImmoMeile sich binnen kurzer Zeit zu einer zentralen Anlaufstel- le für Kaufinteressenten entwickelt. Bankgeschäfte per Telefon, an SB- Geräten der Sparkasse. besonders aber über den eigenen PC nehmen einen immer größeren Raum ein. Ein besonde- rer Anreiz zur Nutzung elektronischer Zugangswege beim Zahlungsverkehr liegt in der gebührenfreien Führung der SB-Girokonten für Privatkunden. Die Sparkasse geht davon aus. dass der im Jahre 2004 erneut deutliche Anstieg der Zahl der Kunden auch auf dieses sehr at- traktive Angebot zurückzuführen ist. Ge- gen Ende des Jahres 2004 wurden bereits über 40 % der bei der Sparkasse geführten Privatgirokonten als SB-Konten geführt. Das den Kunden der Sparkasse zu Lü- beck AG zur Verfügung stehende flä- chendeckende Geschäftsstellennetz wur- de weiter modernisiert. Wolfgang Pötsch- ke betont in diesem Zusammenhang das Anliegen der Sparkasse, neben dem An- gebot elektronischer Zugangswege zu Fi- nanzdienstleistungen auch künftig die tra- ditionellen Geschäftsstellen an allen be- Lübeckische Blätter 2005/7 99
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