Full text: Lübeckische Blätter. 2005 (170)

cher ar in N, sq den zsONa] achi- dsatz ſater- Mmün- §. 35 | L des JEensq t, ei Aut. 1m in L, da-. nenz, en és, ~ ge- ie der s wei- | Am IX emg n wie nn er 1 An- er aug al (er Fest“) Ne ge- r Prä- wenig ‘heint. Il Prä- € Ver: ’lorian ; SENET, zin un- ihrend 1 SOrg- ær 2005/6 n Ex-Freiburger Professors Horst fhmke schon gut ,rüberbringt“. In klei- eren Rollen komplettieren Sven Simon und Philipp Romann das West-Ensemble. Ihm sind Günter Guillaume und sein - jztorisch am wenigsten belegter - Füh- ! ngsokkizier Arno Kretschmann gegenü- hergestellt. Sie durchbrechen in ihrer dra- maturgischen Funktion jeglichen Ansatz qu einem sich verkestigenden Illusions- theater, indem beispielsweise Dietrich Neumann alias Kretschmann imaginär in hit Gespräch zwischen Guillaume und wſehner eintritt und dieses (und anderes) im Vordergrund nach Art des epischen «Theaters aus östlicher Perspektive kom- mentiert. Martin Schwartengräber cchließlich verleiht seinem ebenso devo- tn wie beflissenen Guillaume nicht zuletzt dann komödiantische Züge, wenn dieser observiertermaßen in Bedrängnis zu geraten droht ... Nach seinem „Menschenfkeind“ (vor „enau zwei Jahren) hat das Team Fester- ten!Zokt wiederum eine sehr ansprechen- Je Inszenierung vorgelegt. Inm und dem oanzen Ensemble dankte das Premieren- publikum mit demonstrativem Beifall. Klaus Brenneke los? Musik gechstes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck und 15-jähriges Jubiläum der Orchesterfreunde Ein ganz großes Konzert war das sechste Konzert (13./14. März 2005) der Lübecker Philharmoniker. Sie bestätigten damit in trektklicher Weise, dass die „Or- chesterfreunde Lübeck/Förderverein für Orchester und Konzertsaal der Hanse- stadt Lübeck“, die im Anschluss an das Sonntagskonzert im Foyer der MuK ihr 25-jühriges Jubiläum feierten, sich kür et- was einsetzen, das wahrlich förderungs- würdig ist. Denn die zwei Werke im Kon- zertprogramm waren in jeder Hinsicht re- präsentabel für eine große Leistungskä- higkeit. Die wurde auch in der Hinsicht honoriert, dass das Konzert wie selten ausgebucht war. Überhaupt zeichnet sich eine erfreuliche Steigerung bei den Besu- cherzahlen, sogar bei den Abonnements ab, ein Beleg, dass die kontinuierlich gute Arbeit anerkannt wird. Auf dem Programm stand im ersten Teil ein sehr apartes Werk. Es was das „Konzert kür Tuba und Orchester f-Moll“, 1985 von John Williams komponiert. Williams, 1932 in New York geboren, hat als Filmkomponist und Dirigent einen beispiellosen Erfolg. „E. T.“, „Star Wars“, „Jurassic Park“, „Schindlers Liste“ oder „Harry Potter“ haben seine Musik weit verbreitet. Etwas von der plakativen Schreibweise war bei seinem Konzert für das ungewöhnliche Soloinstrument zu spüren. Sie ist tonal und hat eine Klang- sprache, die an Strauss, in einigen Partien an den frühen Strawinsky erinnert. Den- noch gibt sie dem Solisten alles, was er benötigt, sein Instrument in allen Schat- tierungen vorzuführen., aber auch mit Witz und Spannung sich im Dialog mit anderen Klangfarben zu präsentieren. Der erste Satz hat zudem eine große Kadenz, die vollendete Leichtigkeit bei den Ar- peggien, den großen Sprüngen, der virtu- osen Zungentechnik verlangt. Der zweite Satz dialogisiert mit anderen Instrumen- ten, strömt sich in weiten, empfindsamen melodischen Bögen aus, während der letzte von unbändiger Spiellaune geprägt ist. Als Solist hat Markus Hötzel, Solo- Tubist der NDR-Sinfoniker, mit seinem Spiel das Publikum für sich und sein In- strument gewonnen. Dies Werk war ein vortrefflicher Auf- takt zu Richard Strauss’ „Alpensinfonie“ und passte sehr gut zu der stimmungshakt malenden Haltung dieser grandiosen Al- penwanderung mit ihren Naturschilde- rungen, ihren idyllischen Momenten und wilden Ausbrüchen. GMD Roman Brog- li-Sacher leistete imponierende Dirigier- tätigkeit und führte die spannungsvoll agierenden Philharmoniker in großer Li- nie von Steigerung zu Steigerung. ließ die Themen plastisch und in Ruhe sich entwi- ckeln, schwelgte im Wohlklang. Selten hat man solch einen großen Beifall für eine Wiedergabe gehört. Strauss verlangt ein Orchester, das für dieses farbige Werk auf über einhundert Musiker erweitert werden musste. Die stark differenzierende Besetzung, die ei- nen großen Streichersatz, ein reichhalti- ges Bläseraufgebot, viel Schlagwerk, aber auch eine Orgel vorschreibt. kann nur in einem Raum richtig klingen. der solche vielseitige Möglichkeiten wie die Muk besitzt. Und auch dies darf sich der Verein bei seinem Jubiläum zugute hal- ten, dass Lübeck mit seiner Hilfe heute einen der besten Konzertsäle im nord- deutschen Raum besitzt, einen Saal, der solche Aufführungen erlaubt. So war das anschließende Fest von dieser Dankbarkeit für das Erreichte ge- prägt. Der amtierende Vorsitzende der Musik „Orchesterfreunde“P Günter Zschacke blickte zwar mit Stolz auf das Geleistete, warb aber in Gesellschaft und Politik an- gesichts der knappen öffentlichen Mittel dafür, weiterhin die Kulturinstitutionen tatkräftig zu unterstützen. In Anerken- nung seines großen ehrenamtlichen und innovativen Einsatzes seit 25 Jahren, zu- nächst als Vorsitzender des „Vereins Kon- zertsaal für Lübeck“, dann als zweiter Vorsitzender der ,„Orchesterfreunde“, wurde Dr. Walter Trautsch die „Furt- wängler-Medaille‘“ überreicht. Als Sprecher der Philharmoniker dankte der Flötist Thomas Biermann für 25 Jahre Förderung. Seit 10 Jahren habe das Orchester mit der MuK und dem The- ater zwei unvergleichbar schöne Spiel- stätte - wie kaum ein anderes Orchester in Deutschland. Auch seine Kollegen schlossen sich an. Klingend zunächst die Fagottisten, denen der Verein ein neues Kontrafagott gestiftet hatte. und dann ein Blechbläserquintett mit einem schmissi- gen Medley. Arndt Voß Junges Duo mit erfolgreichem Debüt im Kolosseum Es war ein anregender Abend, wie sich ihn Selbstmusizierende wünschen: Das junge und durch Wettbewerbsteilnah- me gut aufeinander eingearbeitete Duo Jermolaj Albiker (Violine) und Sara I. Koch (Klavier) musizierte beim Verein der Musikfreunde im Kolosseum ein vor- bildliches Programm. Da sich beide Künstler bei der Auswahl des Deutschen Musikrats qualifiziert haben, durfte m an gewiss sein, ein anregendes Debut zu er- leben. dessen Gage gewiss noch nicht un- bezahlbare Höhe erklommen haben wird. Bei der Planung und Durchführung seiner jährlichen Kammermusikreihe hat der Verein mit diesem Konzertangebot erneut seine Spitzenposition im Musikleben un- serer Stadt unter Beweis gestellt. Will man sich mit dem Titel einer Kulturhaupt- stadt schmücken, verdient ein solches Unternehmen Anerkennung und Förde- rung; auch dann, wenn die Fülle ziemlich kulturloser Pop- und Sportveranstaltun- gen tausendmal mehr Besucher anlockt. Deshalb sei auch Dank dafür gesagt, dass der Veranstalter zu jedem Konzert Frei- karten an Schulen vergibt. Die Vortragsfolge bot im Gegensatz zum reinen Beethoven-Programm des Guarneri-Quartetts mit Werken von Bach bis Ravel Kostproben verschiedener Sti- lepochen. Vor dem beschwerlichen Weg Lübeckische Blätter 2005/6 89
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