Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Die Lübecker Landwehr ren wie bei der Stecknitz oder kast schnur- gerade durch eine intensiv genutzte ALg- rarfläche wie bei Vorrade führen. Die Ve- getation am Landgraben spielte eine gro- Be Rolle. Sie musste möglichst undurch- dringlich sein, offene Landschaften wa- ren gefährlich und weitgehend zu vermei- den. Daher war ein dichtes Unterholz das Ziel, es sollte möglichst „dornig“ sein, wie die Lübecker Strabennahmen Dorn- breite und Rauher Dorn am Landgraben noch andeuten. Man ließ es natürlich ent- stehen oder pflanzte es, vor allem durfte es nicht „auswachsen““, sondern musste kurz gehalten bzw. „geknickt“ werden, aber auch höhere Bäume dazwischen wa- ren erwünscht, wie die alten Karten auf- zeigen, vielleicht als klare Grenzmarkie- rung oder als Schattenbäume für das Un- terholz. Die jahreszeitlichen Unterschiede, be- sonders zwischen Sommer und Winter waren für die eigentlichen Landgrabenre- gionen, aber auch für die Wälle von gro- Ber Bedeutung. Im Sommer konnten eine dichte Vegetation und feuchte, sumpfige Bachterrassen eine Schutzfunktion gut ausüben, in kälteren Wintern waren die Gräben aber kaum ein unüberwindliches Hindernis. günstigsten waren naturgemäß die größe- Für eine Verteidigung am ren Bäche und Flüsse, als ideal galten breit aufgestaute Seen, schwieriger war es, die höher gelegenen und damit trocke- neren Regionen zu sichern. Literatur: H. Hokmeister. Die Wehranlagen Nordalbingiens Heft 1 und 2, 1917 und 1927 z. B. W. Neugebauer, Die mittelalterliche Land- wehr der Hansestadt Lübeck. In: Der Wagen 1969., §. 74-78 [) gtad y Die Strecknitz in Richtung Wakenitz. Links der Wanderweg vom Grönauer Baum Lübecks Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 LN-Podiumsdiskussion in den Kammerspielen Von Günter Kohfeldt Die Lübecker Nachrichten haben in den Kammerspielen ein Diskussionsko- rum veranstaltet zur Bewerbung Lübecks um den begehrten und als lukrativ einge- schätzten Titel „Kulturhauptstadt“. Auf das Podium eingeladen waren prominente Vertreter von Einrichtungen, die als kul- turell wichtig angesehen wurden: der Propst des Kirchenkreises Lübeck Ralf Meister, der Generalintendant des Thea- ters Lübeck Marc Adam., die Kultursena- torin Annette Borns, der Leiter des Com- binale Uli Haussmann, Dr. Hans Wißkir- chen als Direktor der Kulturstiftung der Hansestadt Lübeck und als bekanntester Künstler der Hansestadt der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass. Vor zahlreichem Publikum diskutier- ten sie unter der souveränen Leitung von LN-Feuilletonchef Jürgen Feldhoff. Feldhoft gliederte die Beiträge, indem er Fragenkomplexe vorgab. Der erste Teil stand unter dem Aspekt: Wo liegen die Chancen Lübecks? Günter Grass, gefragt danach, ob, beck das erforderliche Format habe ry; ner Kulturhauptstadt, war sich dessen, cher, bezweifelte aber, ob das wirkl; alle Lübecker wüssten. Hans Wißkirch und Ralf Meister wiesen auf den kultur len Reichtum der Stadt hin, auf ihre seen, Kirchen und Nobelpreisträger. W kirchen sah eine Chance darin, ganz | beck als „Freilichtmuseum“ zu konstj ieren. Meister betonte, dass auch Zu reiste, wie er, sich mit der attrakti; JI Lübeckische Blätter 4 | te ]! schich | ansprach, L= t völlig r Grass V te, IN amals seie vorgebildet " jichtungen, pie Hanses und Klerus Günter ( I herstellen. Grass Sd wenn die Ei - Brandt-1 und Kompe! Chancen nen, lägen . potenzial d becks, Von ſeutschlanc und Theater diesen Hinw mit einer ge die Fülle de! eine Falle. d leicht zukrie stünden VOr rung. Auch 21 Gestaltungs. engagiert § Lessings Tc künstlerisch an die Hans gegenüber ] schen aus ar bürger wahr ren. Er fragt: kativ, ob es des Islam e! kirchen als Auch set Alternative weiterhin, ir Lehrstuhl fi ten sowie Rc zunehmen. Propst M genüber okké te: „Eine St Alternative ( stolz auf das es nicht sch den, kann 1 sein.“ Lübeckische Blät
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