Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

ä Schulungen für Ladeninhaber angeboten? Werden Hauseigentümer wegen der Höhe ler Mieten „ins Gebet“ genommen? Magneten werden gebraucht? Nutzen wir doch erst einmal die, die wir haben »zw. ohnehin bekommen. Magneten kön- ren auch Geschäfte mit „besonderen An- “Iweboten“ (Lademann) sein. as Positive am Einzelhandelsstandort Die Zahl der Filialisten* und Billiglä- Mien steigt ständig zum Schaden des Ein- L elhandelsstandortes Altstadt. Warum sollen Auswärtige in Lübecks Itstadt einkaufen, wenn sie in ihren ohnorten die gleichen Waren in Filialen ler gleichen Firmen erhalten? Aber: Es gibt relativ viele inhaberge- rte Einzelhandelsgeschäfte, in denen och individuell beraten und verkautt d! Wenn der Lübecker Einzelhandel liese Chance nutzen und zugleich das inmalige und den Charme der histori- chen Altstadt, das Weltkulturerbe, her- usstellen würde! Die Lübecker Altstadt lebt sich wohltuend von der Uniformität Behr vieler anderer (Konkurrenz-) Städte b! Der Reiz der Altstadt Lübecks ist sehr 9t0s: hroß, er kann von keiner „Dutzendstadt“ ringeholt werden! Warum auch immer, das haben der Zinzelhandel und seine Wirtschaftsorga- uisationen leider noch nicht so richtig er- tannt. Zu eigenem Schaden und dem der ztadt. Pluspunkte für den Einkaufsstandort Gesch Altstadt Lübeck sind: der Y I. Das Weltkulturerbe. die reizvolle er Un hjstorische Altstadt, das einmalige sarum] Ensemble mit viel Charme. Mehr als adt ein 1 100 Häuser stehen unter Denkmal- schutz. 2. Die Altstadt ist (noch) nicht zu ei- | ner x-beliebigen ..Innenstadt“ ver- lagnete kommen. ker Ei 3. Die inhabergeführten kleinen Ge- bzw. | cchäfte mit persönlicher Beratung. e Vi 4. Die Spezialgeschäfte. Boutiquen, 1siedel » wWoru! Textilgeschäfte, Kneipen etc. Eben: Weltku Individuelle Geschäfte. die keine Dutzendware führen. Geschäfte. hin- ter denen Persönlichkeiten stehen. en Stra veckt Das wird nicht gebraucht , die w Lübeck braucht nicht das nahezu stän- er Qualige Herummäkeln, Schlechtreden und Ichlechtschreiben an den vermeintlich s eine (chlechten/katastrophalen/unzumutbaren n Semfuständen. in Lüh Wenige Beispiele: „Lübeck (!) ist st? Wehicht erreichbar“, Parkplätze. Parkgebüh- ren, „abends ist nichts los“, Staus werden „Lenüsslich“ vermeldet. „Man kommt rein aber nicht raus“. Wendelin Wiedeking, Porsche-Chef. hat das in den LN (15.12.2002) so ausge- drückt: „Was wir nicht brauchen. ist das Ge- jammere von Verbandsfunktionären. vie- len Gewerkschaftern, von erfolglosen Managern und ideologischen Hasardeu- ren“; [...;]. Wiedeking hat den Satz nicht auf Lü- beck bezogen. hätte er es getan. wären gewiss auch noch PolitikerInnen und Ein- zelhändler erwähnt worden. Er setzte den Satz fort: „Einen Standort kann man auch ka- puttreden.“ Das wird gebraucht m Was die Altstadt - also ganz Lü- beck - braucht, sind nicht in erster Linie mehr Verkaufsflächen, sondern mehr in- dividuelle Geschäfte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis in den Ange- boten. mit qualitätvoller Ware. mit einem angemessenen Service. Insgesamt muss der Branchen- und der Qualitätsmix stim- men. Wohnen und Einzelhandel .. Nur eine Gruppe zieht Gewinn aus der Krise: nahezu alle Händler. die in den vergangenen Jahren Vertrauen bei den Kunden aufgebaut haben. weil sie konstant gute Qualität zu niedrigen Prei- sen offerierten, wachsen trotz Konsum- flaute :..:. [.]; m Einzelhandelsgeschäfte. die guten Service bieten. der dem Kunden nützt. n Einzelhändler. die selbstbewusst, aber nicht altmodisch sind. die auch be- reit sind. neue Wege zu gehen (alte Zöpfe abschneiden!). m Das einmalige Ambiente, die histo- rische in weiten Teilen denkmalgeschütz- te Altstadt. dazu gehört auch das sehr gro- Be gute kulturelle Angebot. Es ist unver- ständlich. warum der Einzelhandel mit diesen Pfunden“ nicht „wuchert“. Aber: Das kulturelle Angebot muss mehr als in der letzten Zeit gepflegt wer- den. auch. weil Kultur ein Standortfaktor ist. m Wünschenswert ist es, wenn auch private Parkhäuser nachts geöffnet haben. m Die Aufenthaltsqualität muss ver- bessert werden. Das muss nicht einmal viel kosten: Ruhezonen. mehr Sitzgele- genheiten. grüne Inseln. punktuelle Arger bereitet das seit längerem überwiegend leerstehende frühere Haerderhaus : Blätter Nübeckische Blätter 2004/2
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