Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Veranstaltungen Veranstaltungen Niederdeutsche Bühne. Gastspiel Ina Müller Die Kammerspiele waren seit Wochen ausverkauft: Ina Müller war zu Gast bei der Niederdeutschen Bühne Lübeck - sie ist bekannt durch die NDR-Sendereihe „Hör mal’n beten to“, durch ihre platt- deutschen Bücher sowie als die eine Hälf- te des Kleinkunst-Duos „QueenBee“, das sie mit Edda Schnittgard bildet. In ihrer Leseshow mit Musik mit dem Titel „Platt is nich uncool“ spricht und singt sie aut plattdeutsch. in der Sprache also, mit der sie als Bauerntochter in der Nähe von Cuxhaven aukgewachsen ist. Zunächst vertellt sie von ihrer Kind- heit, vom Kuhstall und den ersten Schul- jahren, dann springt sie in Situationen, Begegnungen aus ihrem späteren und jet- zigen Dasein, setzt sich auseinander mit Unannehmlichkeiten des Alltags, wie sie den Zuschauern ebenfalls begegnen. Da geht es um Ärger im Kaufhaus beim An- probieren, um banale Streitigkeiten zwi- schen Mann und Frau - und das wird dann zugespitzt erzählt und mit passen- den Döntjes., auch recht deftigen Witzen und eindeutig-zweideutigen Anspielun- gen garniert. Dazu gibt es dann die einge- schobenen Lieder: ganz sinnig begonnen mit Großvaters Lieblingslied „Ik wull wi wern noch kleen Jehann“ von Klaus Groth in einer etwas aukgepeppten Form, aber dann soft-rockige Songs mit ihren „uncoolen“ plattdeutschen Texten über das, was eine Frau so bewegt in ihrem all- täglichen Dasein - und sei es die schwin- dende Haarpracht von Männern. Das Be- sondere an Ina Müllers Leseshow mit Musik ist aber weniger das „Was‘, son- dern das „Wie“ der Präsentation: ihr ge- wachsenes Plattdeutsch ist nicht die Dik- tion ihrer ländlichen Kindheit, sondern die Sprache einer Frau, die in der heuti- gen Zeit in der Großstadt lebt. Sie nimmt Wörter auf, von denen man bisher meinte, das Niederdeutsche würde sich dagegen sperren. Das gilt auch für den englischen Einfluss. den wir vom Hochdeutschen kennen, und deshalb heißt es ja auch: „Platt is nich uncool“. Womit Ina Müller ihr Publikum be- geistert, das ist vor allem die Präsentation ihrer Show: temporeich, dynamisch, mit direktem Kontakt zu den Zuschauern, den sie auch beim Vorlesen nie verliert, mit ansteckendem Lachen und otkensichtli- chem, etwas selbstironischen Sex-APp- peal. Sie hat eine schöne und klare Stim- me, beherrscht und variiert unterschiedli- che Register, ist gut abgestimmt mit ihren J Begleitern - Harry Kaiser an der Gitarre und Olaf Kasimir am Kontrabass. Das Publikum war zu Recht begeistert. Ina Müllers plattdeutsche Texte und Lieder sind für viele Zuschauer sicher et- was Neues und etwas Anderes. Sie sind humorvoll, wenn auch manchmal recht deftig, ironisch, achtersinnig und passen in die heutige Zeit. Es ist zu hoffen, dass sie dazu beitragen, dass die niederdeut- sche Sprache weiterhin verstanden und beliebt bleibt - vor allem, wenn sie so vorgetragen werden wie von ihr selbst. Rudolt Höppner Viel Beifall beim 4. Lübecker Ballettball Über 300 Gäste fanden sich am 23. Oktober zum 4. Lübecker Ballettball in den Räumen der Gemeinnützigen ein und erlebten einen hinreißenden Abend. Die Benefizveransta lunge zugunsten der „Horst-P.-Schwanke-Stiftung zur Förde- rr rung des Ballett- und Tanztheaters in Lj. per Än beck“ ließ wieder einmal erkennen, wj. gyer hat sehr diese Sparte im Haus an der Becker. fett ged grube vermisst wird. eingehe Entsprechend nachhaltig war der Ap. hen: „; plaus, mit dem die hochklassigen Leistun. gind ber gen aut dem Parkett bedacht wurden. Den vUersam Anfang machten sechs Tänzerinnen mit gungsP! der Solistin Svea-Lies Christophersen ay gungen der Ballettschule Jon Constantin, den men de Tagesol hei alle: men un gen se können Mitglie henann pielän ] ge der I nungsZ! straße § yersanc | | PDiens Zum V: Pie mi ehemaligen Solotänzer am Theater Li- .. beck. Ebenso jubelnder Beifall wurde an. [ytsti schließend der Ballettschule Johannes | es! Kritzinger für die choreographisch ein. yen ? fallsreichen und künstlerisch „spitzenmz. ÜÖötn! Bigen“ Darbietungen zuteil. Für ein weite. geit I! res Highlight sorgten die deutschen Meis. gehemal tertänzer Sabine Jacob und Thorsten dis gle R § Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit Ergänzungsanträge zur Beratungsversammlung am 24. 11. 2004 um 19 Uhr im Hause Königstraße 5 Die Tagesordnung wurde in den Lübecki- schen Blättern am 30. Oktober 2004 ver- öffentlicht. Zwei Mitglieder haben Ergänzungs-An- träge auf Anderung des g 9 unserer Sat- zung eingereicht. Die Vorsteherschaft hat als Text vorge- schlagen: „Anträge zur Ergänzung der Ta- gesordnung oder ergänzende Anträge zu bereits mitgeteilten Tagesordnungspunk- ten müssen schriftlich spätestens drei Wo- chen vor dem Tag der Beratungsversamm- lung bei dem Direktor eingehen.“ Der Änderungsantrag von Carl-Dietrich Sander hat folgenden Wortlaut: „Anträge zur Aufnahme zusätzlicher Punkte in die Tagesordnung der Beratungsversamm- 310 Strauß. Auch für die Ballbesucher selbst sche V gab es zu den Klängen einer kleinen Bang gaufk eir ausreichend Gelegenheit, sich beim Tangg Solling oder Walzer zu drehen. Der 5. Lübecker dienkelc Ballettball ist bereits fest programmiert: e üWMüstk: findet am 5. November 2005 abermals in jst im der Gemeinnützigen statt. TS große gen ist Ziedlu ten ihr MELDUNGEN Leitrai die Ar chige I inder ! lung müssen schriftlich - per Brief, Fax chen ! oder E-Mail - spätestens drei Wochen vor wicklrv dem Tag der Beratungsversammlung bei 11. un dem Direktor eingehen; diese werden in nrielle der nächst erreichbaren Ausgabe der Lü- werde beckischen Blätter vor der Beratungsver. Nieno sammlung veröffentlicht. Anträge zur in- nieder haltlichen Veränderung vorgeschlagener dier sj und veröffentlichter Tagesordnungspunk- heftig: te sind durch Mitglieder in der Beratungs- die im versammlung jederzeit möglich.“ noch ! Lübeckische Blätter 2004/18 ec
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