Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

215. Stiftungskest Unsere Vorsteherschaft der Gemein- nützigen hat sich in den verschiedenen Verhandlungsphasen mit der Sparkasse zu Lübeck für einen möglichst großen Einfluss der Gemeinnützigen aut die neue Sparkassen-AG und die nun gemeinnüt- zig gewordene Stiftung eingesetzt. Viel - aber nicht alles - konnte dabei erreicht werden. Das Ergebnis ist ein Kompro- miss, mit dem beide Seiten zufrieden sein können. Unsere denkwürdige Beratungsver- sammlung am 23. Juli des Jahres mit ih- ren mehr als 120 anwesenden Mitgliedern hat den vorgeschlagenen Neuerungen mit großer Mehrheit - es gab bei den Abstim- mungen nur bis zu 5 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen - nach zweistündiger Dis- kussion zugestimmt. Ich versuche, auch die verbliebenen Träger von Bedenken noch zu überzeugen. Für die große Zu- stimmung und das damit mir und den Vor- stehern entgegengebrachte Vertrauen sind wir sehr dankbar. Ich bitte erneut um Ver- ständnis, dass ich als Leiter der Versamm- lung aus satzungsmäßigen und rechtli- chen Gründen nicht zulassen konnte, über erst in der Versammlung von einzelnen Mitgliedern vorgetragene wesentliche Änderungsanträge, die die nicht anwe- senden Mitglieder also nicht kannten, ab- stimmen zu lassen. Manche Anregungen unserer Mitglieder auf der Beratungsver- sammlung im Juli haben wir zur Beratung bei einer sicher auch wieder einmal not- wendigen Satzungsänderung vorgemerkt, denn nichts kann für die Ewigkeit gere- gelt werden. Ich habe keinen Zweifel dar- an, dass wir gemeinsam in guter Partner- schaft mit den Sparkassengremien die neuen Aufgaben meistern werden. Was hat sich geändert? Die bisherige Stiftung der Sparkasse zu Lübeck hat ihren Bankbetrieb rückwir- kend zum I. Januar 2004 aut eine Aktien- gesellschaft ausgegliedert. die ihr damit zu 100 % gehört. Herr Pötschke bleibt weiter Vorsitzender des Vorstandes und Herr Schumacher Vorstandsmitglied der neuen Aktiengesellschaft. Auch für die Sparkassenkunden ändert sich nichts. Sie ist damit in der neuen Rechtsform we- sentlich beweglicher und besser für die künftigen Anforderungen des Wettbewer- bes gerüstet. Der Zweck der bisherigen Stiftung Sparkasse zu Lübeck, eine Sparkasse zu führen, ist aufgegeben und durch gemein- nützige Zielsetzungen ersetzt worden. Gleichzeitig wurde der Name der bisheri- gen Stiftung geändert in „Gemeinnützige Stiftung Sparkasse zu Lübeck“. Die neue Sparkassenstifktung hat von dem Grundkapital der ihr zu 100 % gehö- renden Aktiengesellschaft an die Haspa- Finanzholding einen Anteil von 26 % ver- kauft und dafür einen Kaufpreis von 50,7 Mio. Euro erhalten. Wer rechnen kann, der hat gesehen, dass der aus eigener Kraft geschaffene Gesamtwert unserer Sparkasse 195 Mio. Euro ist - ermittelt von einer großen Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft. Hier hat sich in der Sparkas- senfamilie eine Sparkasse mit einer Min- derheit an einer anderen Sparkasse betei- ligt. Die heute in dem Zeitungsartikel ge- schilderten Befürchtungen beziehen sich auf Verkäufe an die Bankenkonkurrenz oder Kapitalanleger, die hohe Ausschüt- tungen an sich erwarten ohne Rücksicht auf die Sparkassenkunden. Diese Proble- me haben wir nicht. Mit 200 Mio. Euro eine wirklich reiche Stiftung Damit ist die neue „Gemeinnützige Stiftung Sparkasse zu Lübeck“ Eigentü- merin von 74 % des Grundkapitals der neuen Sparkasse zu Lübeck AG (74 % des Gesamtwertes von 195 Mio. Euro sind 144,3 Mio. Euro) und des Kaufpreises von 50,7 Mio. Euro. Es ist also mit 200 Mio. Euro eine wirklich reiche Stiftung. Aus diesem Eigentum erhält die Stif- tung jährlich steuerfrei die nach notwen- diger Rücklagenbildung bei der Aktien- gesellschaft zu erwartende Dividende auf die 74 % des Grundkapitals und die Zins- erträge auf die zinsgünstig bei unserer Sparkasse angelegten 50,7 Mio. Euro, um sie für gemeinnützige Zwecke verwenden zu können. Das können jährlich Einnah- men von etwa 4 Mio. Euro und mehr sein, die sie - ebenfalls nach Bildung steuer- lich zulässiger Rücklagen für Großförde- rungen - für Jugend- und Altenhilfe. kul- turelle Zwecke, die Erziehung, Volksbil- dung, den Sport, für mildtätige und sons- tige steuerlich zugelassene andere Zwe- cke in der Region Lübeck verwenden kann. Ist das nicht nach den oft deprimie- renden Nachrichten der Medien über Per- sonalentlassungen, Arbeitslosenzahlen, Streiks, Pleiten und Notverkäufe von Wirtschaftsunternehmen eine einmal sehr gute Nachricht. Alle Lübecker Bürger können darüber hinaus höchst zufrieden sein. Theo Dräger, Mitglied des Auf- sichtsrates der Sparkasse, hat zu Recht gesagt, diese Entwicklung bei der Spar- kasse und der Gemeinnützigen ist eine Sternstunde für Lübeck. Einige Anträge auk Förderungen sind bei uns schon ein- gegangen oder angekündigt. Erträge zum Verteilen erhalten wir aber erst im nächz. ten Jahr. Nach der Possehl-Stiftung ist Eg die nächstgrößte Stiftung in Lübeck, vielleicht sogar in Schleswig-Holstein Darauf können wir stolz sein. Der Stiftungsvorstand besteht aus deny Herren Süfke, Pötschke und mir als Hi. rektor der Gemeinnützigen. Ich dart auch kür die erste Zeit den Vorsitz übernehmen Ein Stiftungsrat, gebildet aus unseren Da. men Blankenburg und Mührenberg ung den Herren Brüggen, Kroeger und Spie. gel, nimmt etwa die Rechte eines Gesell. schafkters bei der Stiftung wahr. Mit Fray Menken und den Herren Deecke und Dr Kusserow aus der Vorsteherschaft wurde gemeinsam mit den Herren Schumacher träge prüft und den Stiftungsvorstand be. rät. Der Vergabeausschuss hat das Recht, jährlich bis zu 50 % der nach Bildung ge. meinnützigkeitsrechtlich zulässiger Rücklagen und Deckung der Verwal- tungskosten bereitstehenden Fördermittel nach eigenem Ermessen dem Stiftungs- vorstand verbindlich vorzuschlagen. Die Mitglieder des Stiftungsrates und Vergabeausschusses aus der Vorsteher- schaft wurden von uns auf drei Jahre ge- wählt und können wieder gewählt wer- den. Sie erkennen, dass die Gemeinnützige damit einen wesentlichen Einfluss auf diese Gemeinnützige Stiftung Sparkasse zu Lübeck behält. Dadurch ist auch die weitere jährliche Förderung der Gemein- nützigen kür ihre eigenen gemeinnützig wirkenden Einrichtungen gesichert. Die Vorsteherschaft und ich sind sehr zufrieden über diese von allen Behörden in Kiel und Berlin genehmigten Neuerun- gen, die am 1.11.2004 nun auch in dag Handelsregister des Amtsgerichtes Lü- beck eingetragen wurden. Auch mit den Sparkassen in Schleswig-Holstein wurde darüber Einvernehmen erzielt. Unsere schon bisher sehr erfolgreiche Sparkasse wird durch die Verbindung mit der Haspa weiter finanziell und durch Wissenstransfer sowie Synergieeffekte gestärkt. Die Haspa selbst hat durch diese Verbindung ebenfalls betriebswirtschaft- liche Vorteile. Sie steht auch zu dem Grundsatzprinzip der Sparkassen, dass Sparkassen eigenständig vor Ort eine Bank für alle Bevölkerungskreise der Re- gion sein und bleiben sollen. Wenn diese Zusammenarbeit durch eine - wenn auch nur Minderheitsbeteiligung - der Haspa an der Lübecker Sparkasse kapitalmäßig 298 Lübeckische Blätter 2004/18 [ - hekräkti gute M lerstrick wird VO haben it re volle vierteln de Spal! für Vert lichen I cker SP für alle partner gparkar steuern und Klug von der Sparkasse ein Vergabe. | Der ausschuss gebildet, der die Förderungsan. Die tungen Gemein genoml | Penkm und hal ehrten I lassen. | ordentl Bürger Die Hella kennt ' dienste dass ic sagen 1 gentlic ie es al Fra 1979 I sellsch | als Sch ihrer tr wortun und Zi der Vo tung h mit K " Motto Ausste Gesell wortlic Me dann h Oslo ki sellsct fähigk unter I unter kleine Melt « im Zu: Gesell L] Lübecki:
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