Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Pfade in die Vergangenheit Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 Lübeck - eine Stadt mit vielen Facetten HBECK S200 | Mi. | Die Lübeckischen Blätter wollen in den zukünftigen Ausgaben aufmerksam machen auf Lübecks Schätze, die daz, | But beitragen, dass Lübeck eine zukunktsorientierte Kulturstadt ist. Es sind aber die Schätze gemeint, die sich dem | s Besucher oder sogar den Lübeckern selbst nicht auf den ersten Blick offenbaren, sondern ihre Besonderheit in, | | §: Verborgenen hüten. Dabei handelt es sich genauso um Sammlungen oder besondere Räume wie auch um die Naty, | . in und um die Stadt und den Sport oder besondere soziale, wirtschaftliche oder kulturelle Lübecker Einrichtungen. [L | Es soll gezeigt werden, was unsere Stadt außer den sieben Türmen, dem Hansegedanken und den bekannten Attrax. | | ' J | tionen noch ausmacht. Der archäologisch-naturkundliche Wanderweg im Waldhusener Forst Das Megalithgrab von Waldhusen, eindrucksvolles Zeugnis aus der jüngeren Steinzeit: Seit über 4000 Jahren steht es im Waldhusener Forst, seines schützenden Erdhügels wurde es allerdings 1843 be- raubt, bis dahin waren die mächtigen Findlinge für den Betrachter unsichtbar. Gräber schon im 19. Jahrhundert unter- sucht wurden, wobei die Beigaben, die den Toten auf dem Weg ins Jenseits nütz- lich sein sollten, geborgen wurden. Die Bronzezeit war eine Hochblüte der Kul- tur, die Menschen bauten neben Einkorn, Emmer und Dinkel nun auch Erbsen und weist wohl offene Siedlungen auf, häut; ist eine kleine Burg als Mittelpunkt einer I Siedlungskammer errichtet worden. Iny Waldhusener Forst befinden sich heut; noch slawische Hügelgräber. Diese, Friedhot mit seinen IS erhaltenen Hügeh, gehörte vermutlich zu der Siedlung, di. durch Sammelfunde aut den umliegendey h ] p .. -- vi ts r [ vi, ts Besucher und Einheimische. die bei Lü- sf Äckern nachzuweisen war. Und der Pöp. pics: beck zunächst an Backstein, Mittelalter n 46 pendorker Ringwall bildet dann den Mit. ss und die Hanse denken, können sich auf . telpunkt dieser Siedlungskammer. Ange. dem 1995 im Waldhusener Forst angeleg- : y | legt auk einer natürlichen Hügelkuppe Le- ten archäologisch-naturkundlichen " ; hört er zu den besterhaltenen Ringwällen | Wanderweg über die vorgeschichtlichen 2. Schleswig-Holsteins. Diese Einheit von | G Epochen Lübecks informieren. Das be- . VA Burgwall, Siedlung und zugehörigen ginnt mit den eiszeitlichen Hinterlassen- . tv Friedhof ist in unserer Gegend einmal; § schaften in der Landschaft. führt über die f und wartet auf die wissenschaftliche Be. | Lehr Relikte aus Stein- und Bronzezeit bis n , . arbeitung und Auswertung. nasin die slawische Periode. Aber auch tu .eeetrtgna zi > Die jüngere Geschichte im Waldhuse. tive und heimatkundliche Aspekte wie die . | ARCHIOLOGISCH. iu... ner Forst hängt auch eng mit Emanuve] gtift Wald- und Forstgeschichte, alte Wegesys- m r UU: : .. Geibel zusammen. Fr liebte diesen Walg | den teme, Trinkwassergewinnung., Gebietsge- ; j ß [ und war gern gesehener Gast im Forst. kapi schichte und Torkabbau werden genauso .§ mm: haus. Aut einer Karte von I856 sind seine tung angesprochen wie Ereignisse der jünge- .. _ Lieblingswege als Philosophenweg ung der 1 ren Geschichte. Philosophengrund bezeichnet. Hier en. mie Und so findet der Wanderer oder Rad- standen vielleicht seine Werke über dag sie d fahrer 21 Schrifttafeln vor, die Auskunft WMlegalithgrab ebenso wie das Gedicht ehru über die entsprechenden Objekte geben, . über den für den Wald so wichtigen forst- Das z. B. über das Megalithgrab: Die Men- lichen Generationsvertrag. An die Ge. jmm schen der Trichterbecherkultur am Ende schichte des 20. Jahrhunderts erinnert der neue der Steinzeit hinterließen uns diese Grä- Ort des ehemaligen Pöppendorker Lagers. | gelte ber, über deren Entstehung lange gerätselt Linsen an und domestizierten das Pferd. Hier waren in den 1945 errichteten Nis. dtilke wurde. Der Bau ist eine technische Meis- Die Männer trugen prächtige Schwerter, senhütten außer Flüchtlingen und Solda. minc terleistung, so dass es für die Menschen die Frauen aufwendigen Schmuck. Die ten auch die 4.300 Juden der „Exodus“ konl des 17. Jahrhunderts unzweifelhaft war, Bronzezeit gilt als Zeitalter der Krieger, von September bis November interniert. nen dass Riesen die Initiatoren gewesen sein Händler und Künstler. Wir erreichen diesen Wanderweg, sonc müssten, daher auch der allgemein be- Eine weitere Epoche, die im Waldhur- wenn wir am Waldhusener Friedhof vor. über kannte Namen „Hünengräber“. Von der sener Wald sichtbar wird, ist die slawi- beifahren und an der folgenden Kreuzung ] Bronzezeit zeugen noch mächtige Grab- sche Zeit. Seit dem 7. Jahrhundert stoßen nach rechts dem so genannten „Kultur. Aaul: hügel. An den Einbuchtungen auf den die Slawen aus dem Osten in unser Gebiet kringel“ folgen. Dann gelangen wir zu ein sche Hügelkuppen ist erkennbar, dass diese vor. Das frühslawische Landschaftsbild nem Parkplatz, der Ausgangspunkt für derg 184 Lübeckische Blätter 2004/12 '
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