Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Musik Form von Bewegungsregie unterliet. Die Gesangssolisten sich zwischenzeitlich nicht immer handlungs- konform durch die Reihen der Musiker bewegen. Doch ist Christoph Eschenbach der charismatische Dirigent. der solch ein Werk mit dem exzellenten, sehr konzent- riert spielenden NDR-Sinkonieorchester wirkungsvoll zu zelebrieren versteht. So wird selbst die Verkürzung des gewalti- gen Bühnenweihspiels zu einem Ereignis. Eschenbach vollzog im Vorspiel eine be- mussten zwingende Übung in meditativer Lang- gewaltige Partie des allen Gurnemanz. Blasser wirkte dagegen der geläuterte Parsifal, dem Stuart Skelton Stimme gab. Vor allem im tieferen Bereich hatte er Mühe, sich gegen das Orchester zu be- haupten. Der Bariton von Albert Dohmen dagegen hatte genügend Strahlkraft, zu- sammen mit den mächtigen Chören von NDR und MDR die Schlussszene in be- zwingender Art zu steigern. Arndt Vol Woche zeitgenössischer Kammermusik ] zzgl J Das Bukarester Ensemble „Romaniz« gurdet musizierte in der Besetzung von 2 Violi. abend nen, Kontrabass und Zymbal bei unnöti, zich br abgedunkelter Lichtregie. Wollte man d jeichn! mit Kaffeehaus-Feeling demonstrieren, | (erhall Es wurde ausschließlich Zigeunermui weite! gespielt. Aus dem vorgestelltenTonmateyj. | en Pt al hätte ein Fachmann wichtige Folgerun. | gezug gen und Verbindungen herstellen und Hör. | zk“ zu vergleiche mit qualifizierten Komponistey jramm von Brahms bis hin zu Bartók ziehen kösy. gjines H nen. Für Musikstudenten wäre das SEwigz gährer nützlich gewesen. Den Moderatoren War jie K0 aber die deutsche Sprache nicht sehr geläy. | samkeit und klanglicher Askese, steigerte fig. Der erste Programmteil blieb kast ny, dann die Verklärungen der Helden und Die Lübeckischen Blätter sehen es als einer Zigeunermusik verschiedener Ba]. psalr vor allem das Schlussbild zu gewaltigem ihre Aufgabe an, das kulturelle Leben in kanländer vorbehalten. Dabei wurde die |. de Ausdruck. unserer Stadt zu dokumentieren und da- Spannweite zwischen sentimentaler Un. in In der optisch puristischen Darbietung mit zu archivieren. Unter der Überfülle terhaltungs- und wild wirbelnder Tanzm. Im ist die Konzentration auf das Musikali- hochkarätiger Veranstaltungen der hiesi- sik deutlich, wobei die temperamentvolle | 1004“ sche eine Herausforderung für die Sinfo- gen Musikhochschule hatte man zu einer Wiedergabe fast zirzensischen Charakte; | mit k niker, die im Rampenlicht dieser verästelo dritten „Woche zeitgenössischer Kam- erreichte. Kleine landschaktlich gebundene | zusges| ten Partitur Leben geben müssen, Er- mermusik“ eingeladen, deren erster Feinheiten in der Verzierung fielen nicht [zert mi schwernis aber vor allem für die Sänger, Abend unter dem Motto „Rumänien und auf. Alles wurde zur Freude der Zuhörer | ziatt. denen das stark besetzte Orchester im Na- der Einfluss der Folklore“ stand. Trotz routiniert auswendig und gekonnt aus den Del cken sitzt. Das machte dem großartigen freien Eintritts blieb der Besuch beschei- Ärmel geschüttelt. Man fühlte sich gut un. yar mi René Pape nichts aus, auch nicht das den. Aus dem musikwissenschaftlich re- terhalten - mehr aber nicht. elsbrür Taktstockgeschwirr vor seinem Kopfe. levanten Thema war aber auch nur wenig Als schließlich einige Oboen-Soli . | jemble Kräftig und voller Würde gestaltete er de Honig zu saugen. technisch und tonlich brillant - zelebriert einiger honia ~§ f dies Kleine deutsch-jüdische Geschichte in Lübeck | t. Von den Anfängen bis zur Gegenwart | iki von Peter Guttkuhn r a Der Historiker Dr. Peter Guttkuhn legt eine bislang feh- | | schme lende, lange erwartete und vielfach nachgefragte Ge- | jenmü samtschau deutsch-jüdischer Geschichte in Lübeck strume vor. Diese chronologische Gesamtübersicht dokumen- | lompo tiert nicht nur den aktuellen Stand der historischen For- | | nehre! schung, sie breitet auch eine neue Sichtweise vor ihren Pr. Lesern aus: Deutsch-jüdische Geschichte in Lübeck . "Ku § ist ein untrennbarer Bestandteil der Geschichte der lür | 199 E beckischen Gesamtgesellschaft. Keineswegs nur eine | poetic: ru Leidensgeschichte, die zwangsläufig nach Auschwitz | Gründ < führte. Die Wechselbeziehung zwischen der christlichen | musike u Mehrheit und jüdischer Minderheit gestaltete sich frei- | Walter § lich während der vergangenen 350 Jahre höchst | wudier f unterschiedlich... ss Z 72 Seiten, geheftet, 16 Abbildungen, 4 Statistiken, | ur m. ISBN 3-7950-7005-8, € 7,80 | men n mogen Erhältlich in Inrer Buchhandlung oder direkt beim Verlag. | pr. [c IDT HSSS. Mengstraße 16 Tel. 04 51/70 31-2 67 Internet: www.schmidt-roemhild.de Er HID sr r 23552 Lübeck Fax 04 51/70 31-281 E-Mail: vertrieb@schmidt-roemhild.com | y auf honzer ue ] J ] Lübeckische Blätter 200444) lLäübeckis: |
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