Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Musikerausbildung in Lübeck v f e IU qm . - u. uu u u un y uu 0 L. +:J .lCoIOIlſlſóò],ToOlk, Musik in Lübeck existierten, waren be- stimmte, für eine Hochschule notwendige Qualifikationen verwehrt: Prokessoren- stellen gab es bis auf ganz wenige Aus- nahmen nicht, die Frage der Anerkennung der Examina war rechtlich nicht gelöst und auch der Fachhochschulstatus war für Musikerausbildung aus vielen Grün- den falsch. Trotz unwürdiger Bezahlung für Lehraufträge konnten damals Künst- ler wie S. Palm, Fr. Wührer, E. Siecher- mann, M. Schneider, K. Thomas, K. und E. Hansen als Lehrbeauftragte gewonnen werden“, berichtet Prof. Röhl. Musikhochschule Lübeck Als Schleswigs Dom-Organist Uwe Röhl 1971 zum Rektor der Fachhoch- schule gewählt wurde, war ihm sogleich klar, dass dieser Status für eine Musiker- ausbildung falsch war. Im Bemühen um eine neue gesetzliche Basis standen ihm vor allem Mitstreiter wie G. Behrens, W. Rau und H. Klose zur Seite. Den Aus- schlag für eine Umwandlung der Fach- hochschule in eine Musikhochschule gab ein Schreiben Röhls an den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Gerhard Stolten- berg. Anlass war ein Artikel in der Tages- presse, der besagte. dass das Kieler Kul- tusministerium 1972 die absurde Absicht hatte, die Fachhochschule für Musik in eine Gesamtfachhochschule, also mit Ausbildungsgängen auch für Kapitäne, Ingenieure etc. zusammenzufassen. Röhl Obertrave mit Blick auf St. Petri und Musikhochschule konnte Dr. Stoltenberg davon überzeu- gen, dass nur eine im Landeshochschul- gesetz verankerte „Musikhochschule Lü- beck“ in der Lage sei, hinsichtlich der tonkünstlerischen Berufsbildung den Qualitätsanspruch zu erfüllen, den das Kultusministerium für eine wissenschakt- liche Weiterentwicklung im Lande gel- tend machte. Daraufhin traf Dr. Stolten- berg die Entscheidung für eine akademi- sche „Musikhochschule Lübeck“. Die Umwandlung zog sich bis 1973 hin. Als erstes erhielt die Schulmusikabteilung - damals in der Travemünder Allee unter- gebracht - den notwendigen Hochschul- status. Im Herbst 1973 wurde das entspre- chende Hochschulgesetz vom Landtag ra- tifiziert. Hervorragende Vertreter der So- zialdemokraten wie u. a. Oberkirchenrat H. Göldner, Bürgermeister W. Kock, Mi- nister B. Engholm, Senator H. Lund, Stadtpräsident A. Heine, MdL I. Sommer und Min.-Dir. Dr. Grothusen setzten sich dabei für Lübeck als Standort einer Mu- sikhochschule ein. Eine in Lübeck offenbar nicht be- kannte Tatsache erschwerte das Bemühen um den Standort Lübeck außerordentlich: es war das nimmermüde und von dort aus gesehen berechtigte Bestreben der Kieler Universität, diejenigen Abteilungen des zu formenden Ausbildungsinstituts, die Hochschulrang haben sollten, an das Mu- sikwissenschaftliche Institut der Univer- sität Kiel anzuschließen - Schulmusik, ) n uſîtun uu | (Foto: Thomas Radbruch, ) Kirchenmusik-A, Musikwissenschaft ung Konzertausbildung. Die „unteren“ vorbj]. | denden Abteilungen hätten nach den Kie. ler Plänen in Lübeck verbleiben dürfen. Der Standort Lübeck wurde damals voy Röhl mit allen ihm zur Verfügung stehen. den Möglichkeiten und mit einer gehöri. gen Portion Sturheit schließlich erfolg. reich verteidigt. Dr. Stoltenberg war es auch, der Mitte der Siebziger Jahre die Sanierungspläne bei Zusammenfassung mehrerer Altstadt. häuser in der Gr. Petersgrube voranbrach. te, aus denen ein einmaliges Kleinod in- mitten des alten Stadtkerns entstand. Da. mit wurde die Hochschule zum kaulturel. len Schwerpunkt auf Lübecks Weg zur Kulturhauptstadi des Nordens. 1973 schrieb „Die Welt“ zur Eröffnung der Li- becker Musikhochschule: „Ein Muster- kind wurde erwachsen. Jetzt müssen die Erwartungen erfüllt werden.“ Röhl blieb bis 1976 amtierender Rek- tor, bevor er zum Chek der Hauptabtei- lung Musik am NDR avancierte. Zu sei- nen besonderen Zielen gehörten die Lö- sung der Gebäudeprobleme, Erweiterung des Lehrkörpers, Angliederung der am Ort vorhandenen Musikschule sowie Einrichtung eines Musik-Gymnasiums am Lübecker Johanneum und Möglich- keiten instrumentaler Musikausbildung am Plöner Internats-Gymnasium mit en- ger Anbindung an Lübecks Musikhoch- schule. 114 Lübeckische Blätter 2004/8 Im | nen Bri | tertage! ten Sok (sten s | nittelbc auf Lüt | tag ver) thentisc Die Ve: Thoemtr hecker mes (14 hen sicl ter des ler spä mit Ul: Jahr m hecker . der Pa | gehört. The | §Fcha | Sonn Oper Freit: [-M _ lübeckisc
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