Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

Nn zur wort. Ie 14-18 Verant. uliären n 9 big nburg. eum: rte und (01 70/ 1 Okto-. s-Hirt. Neuer- Stock, s 17.30 nmatlich Völkel. endamn schaftli. Kahmen, k, Ekke. emünde, la, Tel.; e, Hans- r Verein Gemein. bergweg gerland, ornholdt, erveren. Elsässer 8. Lühe. nsestadt Ib, Tel.. rrenberg. usdrück- Iten. Der AGS- UN me... er 2004/7 17. April 2004 . Heft 8 . 169. Jahrgang . LÖÜÖBECKISCHE BLATT ER Musikerausbildung in Lübeck von 1911 bis 2004 | M!! Hans Millies j | wenn sich Lübeck um den Status einer furopäischen Kulturhauptstadt bemüht, ind örtliche Ausbildungsmöglichkeiten iherzeugende Pluspunkte bei seiner Be- yerbung. „In der Hochschullandschaft cchleswig-Holsteins gehört die Musik- | hochschule Lübeck zu den kleinsten im Lande; sie ist die kleinste ihrer Art in der ßundesrepublik. Mitihren Leistungenund frkolgen gehört sie dennoch zu den großen nlusikschulen“’ (Heide Simonis). privates Konservatorium Bescheidene Ausbildung zum Berufs- musiker gab es in Lübeck bereits seit An- fing des vorigen Jahrhunderts. 1911 grün- jete die Pianistin Luise Kaibel in der fleischhauerstraße 67 ein Lübecker Kon- jervatorium“’. Sie war schonviele Jahre als Klavierlehrerin tätig gewesen und musste wegen regen Zuspruchs Hilfskräfte ein- ziellen. Inr zur Seite stand der Eutiner Musikdirektor und Pianist Prof. Andreas Hofmeier. Von 1911 bis 1914 stieg die Jahl der zu Unterrichtenden auf 234 Schü- Jer an. Raumnot erzwang Ankauf und Imzug in das Gebäude Schüsselbuden 2, fcke Mengstraße. Mangel an fähigen Musiklehrern ließ 1915 ein spezielles Se- minar entstehen, an dem auch Prof. Wil- helm Stahl unterrichtete. Lübecker Staatskonservatorium 1933 übernahm der Stadtstaat Lübeck das bisherige Konservatorium und grün- lete auf Initiative des Kultussenators Pas- tor UIrich Burgstaller in den Räumen der | Staatsbauschule am Langen Lohberg ein hstitut mit dem Namen ,,Lübecker Staatskonservatorium und Hochschule für Musik“. Damit wollte die Stadt in der Euphorie der damaligen Umbruchzeit ihre kulturelle Ausstrahlung verstärken. Zum Leiter des neuen Lehrinstituts wurde Lübecks Generalmusikdirektor Heinz Dressel berufen. Den Terminus „Hoch- schule“ konnte man zwar für die Auszu- bildenden benutzen, eine dem Hoch- schulstatus entsprechende Personalstruk- tur kür die Lehrenden gab es aber nicht. Planstellen für Professoren und ähnliche Dozenten waren nicht vorgesehen. Die Lehrkräfte bestanden zumeist aus in Lü- beck lebenden und in anderen Positionen tätigen Musikern, die ihr Lehramt neben- beruflich ausübten oder, wie z. B. Walter Kraft, an anderen Hochschulen Professu- ren innehatten. Typisch für die ungesicherte Existenz der Dozenten war, dass Jakobi-Kantor Hugo Distler, der nebenberuflich als Lehrkraft tätig war, 1937 sofort dem Ruf in eine Profkessorenstelle an Stuttgarts akademischer Musikhochschule folgte. Da sich GMD Dressel nur nebenberuflich um die Schule kümmern konnte und Lü- beck bald wieder verließ, ernannte die Stadt 1935 den Musikstudienrat am Ka- tharineum und späteren Jakobi-Organis- ten Johannes Brenneke zum Direktor des neu gegründeten Instituts. Inm zur Seite stand ebenfalls ein Schulmusikerzieher, Dr. Wilhelm Haas, der aus dem Krieg nicht zurückkehrte. Von der Landesmusikschule zur Fachhochschule Nach Eingliederung Lübecks in die preußische Provinz Schleswig-Holstein Zeitschrift der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit : Vom Konservatorium zur Hochschule erhielt die Einrichtung in der Mengstraße 38 den Namen , Landesmusikschule Schleswig-Holstein“. Unter Brennekes Leitung erwarb die Kirchenmusikabtei- lung das angestrebte uneingeschränkte Hochschulrecht zum Ablegen der staatli- chen A-Prüfung und gewann damit die Anerkennung als Landeskirchenmusik- schule. Trotz Zerstörung des Gebäudes in der Mengstraße durch den Bombenangriff 1942 und verschiedener Interimslösun- gen in der König- und Gr. Burgstraße kam die Ausbildung nur ganz kurz bei Kriegs- ende zum Erliegen. Mit Hilfe von Eric Orton, Kulturreferent der Britischen Be- satzungsmacht und des aus Kriegsgefan- genschaft zurückgekehrten J. Brenneke konnte die Unterrichtsaufnahme der Lan- desmusikschule trotz widriger Nach- kriegszeit sogleich in Angriff genommen werden, teilweise in Räumen der See- fahrtsschule in den Wallanlagen. in Pri- vatwohnungen oder anderen öffentlichen Gebäuden. 1950 wurde die Landesmusik- schule in die „„Schleswig-Holsteinische Musikakademie und Norddeutsche Or- gelschule“ am Jerusalemsberg unter Lei- tung von Marien-Organist Walter Kraft umgewandelt. Als dieser wegen vermehr- ter Konzertverpflichtungen von der Lei- tung zurücktrat. übernahm diese von 1955 bis 1970 Prof. Dr. Jens Rohwer. 1969 erfolgte die Anhebung des Instituts in den Rang einer Fachhochschule. Zu Rohwers Verdiensten zählt übrigens seit 1963 auch die Einrichtung des begehrten Possehl-Musikpreises. „Sämtliche Ausbildungsstätten, die bis zu diesem Zeitpunkt im Bereich der | Abbildung auf der Titelseite: Ausstellung im Burgkloster - Emil Nolde: „Figuren und Blumen“ (s. S. 123) (Foto: Gerda Schmidt) libeckische Blätter 2004/8 | | 113
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