Full text: Lübeckische Blätter. 2004 (169)

sollten in, dag; nd Kraf n, eben nN Raum en nicht r wieder Den Tür. nischen 1e Mari- ———H ätter 20044 | Lübecks größter Frauvenverband irauert um seine Ehrenvorsitzende. 26 Jahre lang gehörte Hannelore Rohde zur Lübecker Gruppe im Deutscher verband Frau und Kultur e. V., die sie von 1983 bis 1992 als Vorsitzende leite- ie und der sie weitreichende Impulse verlieh. Als zielstrebiger und couragier- ter Persönlichkeit war es stets ihr Anlie- ven, sich selbstlos für soziale und kul- iurelle Anliegen und Notwendigkeiten einzusetzen. 1992 wurde ihr das Bundesver- dienstkreuz I. Klasse kür ihre 50-jähri- ge ehrenamtliche Tätigkeit im DRK und das langjährige Engagement für Unicef und die Frauenarbeit verliehen. Mit 18 Jahren trat die 1920 in Op- eln Geborene dem DRK bei und ver- als Ausbilderin für Erste Hilfe tätig und oründete den Ortsverein Fleckeby/ Güby. Nach ihrem Umzug rief sie in Lübeck 1979 den ersten Krankenhaus- Besuchsdienst in Schleswig-Holstein ins Leben. Von 1984-1989 leitete sie zusätzlich das Unicef-Büro in der Han- sestadt. Das inhaltsreiche Leben von Han- nelore Rohde zeichnete sich aus durch Zu Beginn der Pressekonferenz am 18. Februar 2004 wurde die erfreuliche Entwicklung des Theaters in der laufen- den Spielzeit angesprochen. Informatio- nen des Intendanten Marc Adam zeigten . dias. Er wies darauf hin. dass in letzter Zeit Tosca, Hamlet, Der zerbrochene | Krug, My fair Lady und die Studio-Pre- miere Das Ende der Zivilisation ausver- kauft seien. Die Zuschauerzahl habe sich um 20 Prozent erhöht, es seien 20 Prozent Mehreinnahmen zu verzeich- nen. Eindeutig bezeugt also der quantitati- ve Gesichtspunkt das qualitative Niveau der Aufführungen in unserem Theater. In der kommenden Spielzeit können wir uns auf zehn Schauspielinszenierun- cen freuen. Chefdramaturg Matthias Heid hob als Leitlinie hervor, dass mit Hilke sah dort bereits während des Krieges - ] ihren Dienst. Sie war über viele Jahre . Abschied von Hannelore Rohde Verantwortung am Nächsten und die Lie- be zu Kunst und Kultur. Sie verstand es, das fortwährende Engagement ihres Ver- bandes Frau und Kultur sichtbar werden zu lassen, besonders im Heiligen-Geist- | zrenlag. ùwierk verlieh sie Nachdruck, indem sie 1989 anlässlich des 75-jährigen Beste- y rief. Der mit € 5.000 dotierte Preis för- Hospital, wo seit nunmehr 36 Jahren der weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Weihnachtsmarkt stattfindet. 1999 engagierte sie sich noch einmal tat- kräftig für 3 Jahre als organisatorisch verantwortliche Leiterin dieses ehren- amtlich organisierten Kulturerlebnisses in Lübeck Aut ihre Initiative hin wurde 1991 eine Spende von über € 125.000 der Stücke Bestehendes auf seine gesell- schaftliche Relevanz zu befragen sei. Texte unserer Zeit sollten sensibel ma- chen für den Abbau überkommener Wer- te. Vor allem sei zu fragen, welche älte- ren, zur Aufklärung bzw. zur Demokratie führenden gesellschaftlichen Umschwün- ge noch strukturell in der gegenwärtigen Demokcratie wirksam seien. In diesem Sinne spannte er einen Bo- gen von Lessing, dem großen Vertreter der Aufklärung, bis zu Heiner Müller, der ebenfalls dieser Traditionslinie verpflich- tet ist. Die neue Spielzeit beginnt daher mit Lessinns „Emilia Galotti“ (Premiere 3.9.2004). Die Dramaturgin Karla Mäder betonte. das Drama sei eines der ersten politischen Stücke der deutschen Litera- tur, indem es feudale Willkür und den Schauspiel 2004/2005 bereitgestellt zur Restaurierung der mittelalterlichen Wandmalereien an der Nordwand der Kirchenhalle. Diese bildete den Höhepunkt vieler Erhal- tungsmaßnahmen. die der Verband für das historische Bauwerk finanzierte. das Hannelore Rohde so sehr am Her- Der Verbundenheit zum Kunsthand- hens der Gruppe Lübeck zur Stiftung des Alen-Müller-Hellwig-Preises auf- dert junge Kunsthandwerkerinnen aus Norddeutschland. Am 27. Juni 2004 wird er zum 6. Mal verliehen. erstmalig ohne seine Initiatorin. In diesem Jahr besteht die Gruppe Lübeck 90 Jahre, und ihre Mitglieder dürfen dankbare Freude empfinden, von einer ganz besonderen Frau mit spürbarer Stärke und markantem Profil mehr als begleitet worden zu sein. Hannelore Rohde verstand es. nach einem Grundsatz von Curt Goetz zu agieren: „Man sollte die Dinge so neh- men, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kom- men, wie man sie nehmen möchte.“ Gundel Granow © Mege zur Aufklärung und Demokcratie Nas Schauspiel des Lübecker Theaters in der Saison 2004/2005 Konflikt zwischen Macht und Ohnmacht thematisiere. Heiner Müller entfaltet in seinem Schauspiel „Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei“ (17.9.2004) einen Bilderbogen deutscher Geschichte. Das Stück entstand in den siebziger Jahren zur Zeit des ato- maren Wettrüstens. Müller sieht im ame- rikanischen Imperialismus den Erben des preußischen Mllitariimus. Er lässt schließlich Nathan und Emilia Galotti auftreten und fragt: „Was bleibt heute von der Aufklärung?“ Mit dem Stück ..Ost ist Ost und West ist Weste. von Ayub Khan-Din (15.10.2004) wird ein internationaler Bühnenerfolg in Lübeck präsentiert. Kar- la Mäder erklärte. dass es um den Zusam- menprall verschiedener Kulturen gehe. Lübeckische Blätter 2004/6 89
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