Volltext: Lübeckische Blätter. 2003 (168)

121 Die Retrospektive über Produzenten war fällig, wirkte aber notgedrungen et- was disparat. Die Specials, die zwar nicht zum Kerngeschäft gehören, si wohl reizvoll. Das unbedingt nd gleich- Fenster nach Russland durch die neu aufgenommene Zusammen- arbeit mit Cottbus ist verdienstvoll und sollte unbedingt weiterverfolgt werden. Dass ein derart kleines Team diese Filmtage auf die Beine stellt. kann nicht genug bewundert werden. Das Kino Hoff- nung wird derart gut angenommen., dass es unbedingt weiter mitbespielt werden soll- te, auch um die Stadthalle zu entlasten. Endlich ist es so möglich, nahezu alle Spielfilme dreimal zu zeigen. Der Vorver- kauf ließ Interessierte immer wieder auf ein Dauerdilemma stoßen. Eine bestimmte Vorstellung kann zwar im Vorverkauf aus- Neue Quellen für ostdeutsche Famili Lübecker Verein bietet Ahnenforschern wertvolle Hilf Der Lübecker Verein für Familienfor- schung hat in seiner Bücherei die ostdeut- sche Abteilung durch Ankauf mehrerer Quellenwerke wesentlich erweitert. An- lass hierzu waren in der letzten Zeit zahl- reiche Anfragen zum Auffinden von Per- sonenstandsurkunden aus den ehemali- gen ostdeutschen Provinzen. Denn immer mehr Personen, die dort geboren sind oder deren Vorfahren aus dem Osten stammen., zeigen zunehmendes Interesse an ihrer Herkunft und an ihren Vorfahren. Bei vielen Anfragen kommt aber un- terschwellis zum Ausdruck, dass im Grunde genommen sicher wenig Aussicht besteht, Unterlagen zu finden. denn ..das meiste ist wohl durch die Kriegswirren verloren gegangen“. Sicher trifft das in einigen Fällen zu, aber dennoch ist er- staunlich, wie viel Material den Zweiten Weltkrieg überdauert hat und somit für Zwecke der Familienforschung, aber auch vielleicht bei Erbschaftsangelegen- heiten, zugänglich ist. Hierzu ist es aber wichtig zu wissen, wo die Unterlagen sich heute befinden. So vermeidet man unnötigen Zeitaufwand und unnötige Kosten. Was vielfach nicht bekannt ist: Viele Personenstandsunterlagen sind in den letzten Kriegsjahren aus den Ostprovin- zen nach Westen verlagert worden. Sie wurden nach dem Kriege beim Standes- amt I in Berlin-West bzw. beim Standes- amt I in Berlin-Ost gesammelt. Nach der Wiedervereinigung sind dann beide Be- verkauft sein, aber an der sogenannten Abendkasse können durchaus noch Karten verfügbar sein. Das Programmheft und die Gestaltung des Spielplans inklusive Zeit- raster waren perfekt. Die Eröffnung in der MUuK geriet zum veritablen Filmfest. auch wenn das nächste Mal auf einen VJ getrost zugunsten der Vorstellung von mehr Film- schaffenden verzichtet werden kann. Viele Menschen genossen die festliche Atmos- Phäre, mussten dafür allerdings auf den Er- öffnungsfilm verzichten. Es ist nun alles ausprobiert worden und ist wie immer im Leben: You can’t have the cake and eat it. Man sollte immer die Filme fest im Visier haben, um das Eigentliche. um das es geht. im Mittelpunkt zu behalten. Die Preisver- leihung hat deutlich gewonnen und das Projekt der Fachhochschule bezüglich der Filmausschnitte hat überzeugt. e an stände zusammengeführt worden. Aus- kunkt hierüber gibt das Werk „Standesre- gister und Personenstandsbücher beim Standesamt I in Berlin“. Wer jetzt nicht genau weiß, welches ostdeutsche Stan- desamt früher für eine Beurkundung zu- ständig gewesen war, dem hilft das ..Ge- meindeverzeichnis für die Hauptwohnge- biete der Deutschen außerhalb der Bun- desrepublik Deutschland“. Andere Personenstandsbücher liegen heute noch bei den jetzt polnischen Stan- desämtern. Diese findet man in dem Buch „Deutsche Personenstandsbücherin polni- schen Standesämtern“. Wieder andere sind in polnischen Staatsarchiven gelandet. Ein Verzeichnis darüber enthält das Werk ..Kir- chenbücher und Personenstandsregister in polnischen Staatsarchiven“. Erfreulich ist, wie gut sich manchmal die in den o. a. Büchern verzeichneten Bestände ergänzen. Hierzu ein Beispiel vom Standesamt Mlisdroy/Pommern: Beim Standesamt I Berlin liegen die Ge- burtsregister von 1938 bis 1944. beim - jetzt polnischen - Standesamt Swinemün- de die von 1897 bis 1938 und von 1944 bis 1945 und im Staatsarchiv Stettin die von 1874 bis 1896 (mit Ausnahme von drei Jahrgängen). Die Geburtsregister von Misdroy sind somit von 1874. also von Beginn der standesamtlichen Auf- zeichnungen an, bis 1945 nahezu voll- ständig erhalten. Sind keine Personenstandsunterlagen vorhanden oder sucht man in der Zeit vor Neue Quellen für Ahnenforscher Man kann Linde Fröhlich und ihrem Team nur gratulieren und der zuständigen Senatorin ebenfalls. stellt doch das Unter- nehmen Nordische Filmtage Lübeck ei- nen sicheren Pfeiler für die Bewerbung Lübecks zur Kulturhauptstadt Europas dar. Allerdings dürfen Die NFL finanziell nicht ausgezehrt werden. Denn alle kultu- rellen Institutionen bedürfen einer ver- nünkftigen Finanzierung. um ihre Belange auch künftig ausreichend zu gestalten (vgl. 7.12.2002). „Jedes Mal.“ - hat Italo Calvino ein- mal geschrieben - ,wenn wir in die Höhle des Kinos hinabsteigen, begegnen wir der Geschichte unseres Lebens“. Diese Art von Begegnung erhoffen und ersehnen wir auch im nächsten Jahr wie- der bei den 46. Nordischen Filmtagen Lübeck. enforschung erschlossen Einführung der Standesämter (1874). muss man auf die Kirchenbücher zurück- greifen. Auch hier ist die Situation ähn- lich. auch hier gibt es eine Reihe von Be- standsübersichten. Das ,Bestandsver- zeichnis der Deutschen Zentrale für Ge- nealogie in Leipzig“ listet die Kirchenbü- cher auf. die vor dem Krieg verfilmt wor- den sind und deren Filme seither in Leip- zig liegen. Das „Verzeichnis der Kirchen- bücher im evangelischen Zentralarchiv in Berlin“ enthält die Bücher, die bei Kriegsende in den Westen gelangt sind und später in Berlin zentral gesammelt wurden. „Katholische Kirchenbücher aus Ostdeutschland“ sind verfilmt. die Filme lagern beim Bischöflichen Zentralarchiv in Regensburg. Über deutsche Kirchenbücher. die sich in Polen befinden. gibt das schon oben genannte Werk „Kirchenbücher und Personenstandsregister in Staatsarchiven“ Auskunft. Wer darüber hinaus über einzelne Be- reiche Näheres erfahren will, wird vielleicht in der reichhaltigen Bücherei des Vereins für Familienforschung auch noch fündig. Das reicht vom ..Insterbur- ger Bürgerbuch“ über „Einwohnerlisten des Kreises Heiligenbeil“ zum .. Stamm- buch der ostpreußischen Salzburger“ usw. Die Bücherei im Mühlentorturm. Müh- lentorplatz 2. ist jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und jeden Sonnabend von 10 bis 12 Uhr geöffnet. polnischen Uwe Boldt Lübeckische Blätter 2003/21 353
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