Full text: Lübeckische Blätter. 2003 (168)

rkg“ aben ben. chen Ende 1Liert te in 2cker Verk. Öner icken mi Jiens- n kür Hol- einer Doris Jahr- „über- [s des Infor- hmidt) 2003/15 mationen. Bei der Ausstellungseröffnung im Theater gab es verdienten Beifall, aber auch bei den Vorführungen im Museum (alle 15 Minuten) spenden Besucher dem videobild lebendigen Applaus. „Das Ende der Dänenherrschaft“. „Lübeck und Dänen danach“ und „My- thos und Rezeption“ sind die letzten drei Stationen dieser groß angelegten Ausstel- § Z lung im „Hospital“ des Burgklosters uad in dem als neuer Ausstellungsraum hinzu. | gekommenen Beichthauses, das ab 2004 . die Sammlung der Archäologie repräsen- tieren wird. Ein neues Museum für Lü- heck entsteht dort. Die Schlacht bei Bornhöved 1227. historisch wie legendär gesehen, brach- te das Ende für Lübeck als dänische stadt. Der Weg war frei, sich zur Köni- gin der Hanse zu entwickeln. Zwischen Dänen und Deutschen, Lübeckern auch cab es in den folgenden Jahrhunderten sowohl kriegerische Auseinanderset- zungen als auch kulturelle, freund- schaftliche Beziehungen. Die Ausstel- lung inkormiert mit einer Vielfalt her- ausragender Exponate, aber auch mit Texten, die für den erwachsenen Besu- cher ebenso die historischen Hinter- gründe beleuchten wie für Kinder, denn auch kür sie wurde auf ihrer Augenhöhe eine Textreihe entwickelt. die der ältere Besucher ebenfalls mit Vergnügen zur Ausstellung über die Dänenzeit Das Ende der Dänenherrsc haft, Vorbereitung auf die Schlacht von Bornhöved. Waffen und Rüstungen aus dem frühen 13. Jahrhundert Kenntnis nimmt. Unterstützt wird dieser Text durch gezeichnete Figuren der Ra- ben Odins und zweier Löwen. vom Her- zog Heinrich ein Vermächtnis. Die Aus- stellung verlangt viel Zeit. die man gern investiert. Schade. dass man in Lübeck nur bis zum 26. Oktober 2003 dazu die Möglichkeit hat. Gerda Schmidt Lernen und Verstehen über die Grenzen hinweg 12. internationaler Sommerkurs der Academia Baltica zu Gast bei der „Gemeinnützigen“ Liegt Riga in Polen? Dies scheinen zumindest viele Lübecker zu glauben, die in der Innenstadt von Studentinnen und Studenten des 12. internationalen Som- merkurses der Academia Baltica befragt wurden. Das Wissen über Ostmitteleuro- pa war bei den Befragten sehr gering, das Interesse, mehr zu erfahren, jedoch groß. 37 Studierende der Geschichte und Germanistik führten die Umfrage Anfang Juli in Lübeck durch. Aus den baltischen Staaten, Russland, Weißrussland und der Ukraine, aus Polen, Tschechien und der Slowakei waren sie auf Einladung der Academia Baltica für zwei Wochen nach Schleswig-Holstein gekommen. Themen des Sommerkurses waren die unter- schiedlichen Geschichtsbilder in Deutschland und den Staaten Ostmittel- europas, die Situation von Minderheiten sowie aktuelle Entwicklungen seit 1989/ 90. Die Auswertung von Geschichts- schulbüchern aus den Herkunftsländern der Studenten und aus Deutschland brachte Überraschendes zutage. Ein und dasselbe Ereignis wurde in Schulbüchern verschiedener Länder bisweilen diamet- ral unterschiedlich bewertet. In den meis- ten Schulbüchern wird ein nationales Ge- schichtsbild vermittelt. Erst in den letzten Jahren zeichnet sich auch in Polen. Tsche- chien und den baltischen Staaten. weniger jedoch in Russland oder der Ukraine. die Tendenz ab, national-exklusive Sichtwei- sen zu überwinden. Dass Minderheiten nicht in erster Li- nie ein politisches Problem. sondern auch eine kulturelle Bereicherung sein können. stellten die Teilnehmer des Sommerkur- ses bei einer Exkursion in das deutsch-dä- nische Grenzgebiet fest. Bei Ortstermi- nen in der Redaktion der dänischen Zei- tung ..Flensborg Avis“. im Deutschen Ge- neralsekretariat Apenrade und im Bred- stedter „Nordfriisk Instituut‘ wurde die Geschichte einer Region vermittelt. deren Bewohnern es gelungen ist. die nationa- len Konflikte der Vergangenheit erfolg- reich zu überwinden. Der Exkursion nach Nord- und Süd- schleswig folgten weitere Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden, u. a. über die Her- kunft und Bedeutung nationaler Stereotypen. Ferner werteten die Studentinnen und Stu- denten die Berichterstattung aktueller deut- scher regionaler und überregionaler Zeitun- gen über Ostmittel- und Osteuropas aus. Die Carl-Arthur-Strait-Stiftung hat die Teilnenmer des Sommerkurses. der schon seit zwölf Jahren von der Ostsee- Akademie und seit 2001 von der Acade- mia Baltica durchgeführt wird. wiederum mit einem Taschengeld unterstützt. Darüber hinaus empfing die Stiftung die Studierenden zu einem festlichen Abend- essen in den Räumen der „Gemeinnützi- gen“ - ein gelungener Abschluss nach zwei Wochen intensiver Arbeit. (Mehr über die Arbeit der Academia Baltica: ww w.academiabaltica.de) Dr. Christian Pletzing Lübeckische Blätter 2003/15 237
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