Full text: Lübeckische Blätter. 2003 (168)

Anderg »ch mit löcken nd un- als un- »mnal DO- | silien im er engli- avalcantj .se deut- glischen | rnism in ck“, der e Konke- rarbeitet de Betdà- roße Un- MOMO 1r Erkor- Architek- ctur, wie It wurde ius, Tes- 1. a.) und kgenom- ze‘ miss- n einige Schmitt- hier ge- lebrecht, h itstanden klar aus- die Be- noderner Bzügigen 1y ). denn zeit 1945 elle Ein- | I Architek- | hunderts s Archi- ektur der ptember ins Au- »enk’mal und wird . ind Neu- = Innen- r wieder it einem und auf- 1klussrei- elche ar- ne (aus- Moderne | rne eine dass die Bomben igte alte Zeit. Mit »vven und ' gang geen n l t Das Archäologische Museum, Blick nach Süd- (Foto: Petra Woppowa) n jedoch usgabe :x 2003/13 1 westen Beichthaus übergeben Mürdiges Domizil für die archäologischen Schätze der Stadt Saniertes Beichthaus des Burgklosters übergeben Als in den 80er Jahren des 20. Jahr- hunderts das Burgkloster saniert wurde. hatte es eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die man auch am Gebäude ab- lesen konnte. Ein Teil des ganzen En- sembles blieb aber von der Sanierung ausgespart und dämmerte die nächsten Jahre im Dornröschenschlaf dahin: Das Beichthaus. Diesem Gebäudeteil mit einem mäch- tigen Giebel zur Altenfähre, großen Fens- tern zum ehemaligen Kirchhok, jetzt Spielplatz, und einem mächtigen Dach waren im Laufe der Jahrhunderte viele Nutzungen zugedacht worden. Zunächst als Beichthaus der Dominikaner in den Jahren um 1365 errichtet, war er nach Auflösung des Klosters Bestandteil des Armenhauses und Bestattungsplatz. Im 17. Jahrhundert wurde im westlichen Be- reich eine kleine Wohnung eingebaut., der Keller darunter wurde schon länger anders genutzt. Mit dem Bau der Burgschule auf dem Gelände der abgebrochenen Kirche wur- de das Beichthaus zu einer Turnhalle um- gebaut. Einige Jahre später fiel das ver- bindende Joch zum Kloster, als man näm- lich das Kloster zum Gericht und Gefäng- nis umbaute. Bis 1984 turnten junge Menschen im Beichthaus, dann wurde es als Atelier genutzt. ein Kleinod, zwar durch Glas und Stahl wieder mit dem Kloster verbunden, ansonsten aber. zu- mindest im Sommer, bescheiden hinter einer grünen Baumfront versteckt. Schließlich entstand die Idee. hier ein Archäologisches Museum einzurichten. an dem es in Lübeck noch immer fehlt. das aber seit über 50 Jahren gefordert wird, und ein Muss ist, denn Lübeck ist die archäologisch bestuntersuchte Stadt Deutschlands. Zentrum der Mittelalterar- chäologie in Nordeuropa. Lübeck ist auch aufgrund der Denkmale im Boden in die Welterbeliste der UNESCO aufgenom- men worden und bietet mit den 2.5 Milli- onen archäologischen Funden einen ein- maligen Finblick in den Alltag des Mittel- alters. Die kühne Idee wurde manifestiert: Am 19. Oktober 2000 beschloss die Bür- gerschaft, im Beichthaus ein Archäologi- sches Museum einzurichten, angeschlos- sen ans Kulturforum Burgkloster. Die Sa- | nierungskosten von 1,5 Millionen Euro wurden abgesichert durch die Possehl- Stiftung, durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und durch Städtebauför- derungsmittel. Der Lübecker Architekt Thomas Schröder-Berkentien machte sich an die Sanierung. Diese war ein bewusster Um- gang mit einem mittelalterlichen Denk- mal, trotzdem sollte die Gegenwart nicht negiert werden. Zunächst wurde eine Ausgrabung durchgeführt. die ihres- gleichen sucht., denn es zog sich ein Graben längs durch das Gebäude. aber 9 Meter tief war. Hier wurden die Statik geprüft und die Funda- mente für die moderne Stützenreihe angelegt, denn die einzige verbliebe- ne Säule aus der Überwölbung des Beichthauses steht nun als Kunst- werk in einer Nische. Um den Ar- chäologen Raum für ihre Tausende von Fundstücken zu geben. wurde eine zweite Ebene geschaffen, die aber den Raum zur Südseite weiter- hin erfahrbar werden lässt, einzigar- tig der Blick von dieser Plattform durch die gläserne Brüstung und die großen Fenster auf die Stadt. Die ba- rocke Wohnung bleibt erhalten. hier wird im Erdgeschoss ein kleines Café eingerichtet werden. Die darüber liegenden Räume dienen der Museumspädagogik - und hier wur- der im Osten 3 Meter, im Westen | den Wandgemälde entdeckt und erhalten. Der Dachraum ist ein Kunstwerk an sich, jetzt werden die Dachpfannen von innen nur durch Segel verdeckt, die aber durch ihre Heiligkeit die ganze Schönheit des Daches hervorheben. Am Dienstag. dem 13. Mai 2003, war es dann soweit. die Baumaßnahmen wa- „Dänenzeit in Lübeck“: Ausstellung ab 05.09.2003 Die „Dänenzeit“ in Lübeck begann im Jahre 1201 und endete 1227 mit der Schlacht von Bornhöved. Durch archäologische. bauhistorische und historische Forschungen aus den letz- ten Jahrzehnten muss diese Zeit anders interpretiert werden., als wir es seit dem 19. Jahrhundert gewohnt waren. Damals wurden die Dänen als Feinde. Eroberer und Unterdrücker dargestellt - heute hingegen erken- nen wir eine Boomphase für die jun- ge Stadt, deren Bewohner politisch sehr klug taktierten. Deshalb findet im gesamten Erdgeschoss des Burg- klosters eine Ausstellung mit zahlrei- chen Leihgaben aus Dänemark und Deutschland statt. Und am Freitag, dem 05.09.2003. kommt - 800 Jahre nach ihrem Vorgänger, Waldemar II. - die dänische Königin Margrethe II. mit ihrem Gemahl. Prinz Henrik, nach Lübeck und eröffnet diese Aus- | stellung. ren abgeschlossen. das Gebäude wurde in einem Kreis von Geldgebern und baube- gleitenden Gewerken den Nutzern über- geben. Und dass diese nicht gleich am nächsten Tag mit Lastwagen vorgefahren kamen. um ihre Funde dort zu präsentie- ren, hat einen ganz besonderen Grund: Am 5.9.2003 eröffnet die dänische Köni- gin Margrethe eine Sonderausstellung, die auch im Beichthaus stattfindet (siehe oben). Die Dauerausstellung im Archäo- logischen Museum wird danach konzepti- oniert. so dass die Türen im Frühsommer 2004 geöffnet werden. Führungen durch das Beichthaus wer- den am Tag des Offenen Denkmals ange- boten. am 14.09.2003 um 16.00 und um 17.30 Uhr. Doris Mührenberg ] Lübeckische Blätter 2003/13 ) 197
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