Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

Faszination Schnitger-Orgel und beheizbare Winterkirche und das Mittelschiff nur in Ausnahmefällen bei großen Ereignissen nutzen. An einen Wiederaufbau des gotischen Chores war nicht zu denken. Der 1960 in einem Gutachterverfah- ren unter drei Architekten zur Ausführung empfohlene Entwurk des Münchener Ar- chitekten Olaf Andreas Gulbransson ent- sprach genau diesen Vorstellungen der Gemeinde. Dass die Pläne Gulbranssons nicht weiterverfolgt werden konnten, lag an seinem tragischen Unfalltod im Sommer 1961. Das Konzept: Das durch den Verlust der Orgelempo- re freigelegte dreiteilige Westfenster ött- net das Langhaus, wie im Mlittelalter, wieder nach Westen. Helles Tageslicht fällt weit in die Tiefe des Raumes. Die Längsachse, der vorreformatorische Pro- zessionsweg, wird durch die Lichtfüh- rung betont. Nach Osten wird das Mittel- schiff von dem monumentalen Triumph- kreuz beherrscht. Mit dem Lettner bildet es die Schwelle zum Chorquadrat und steht silhouettenhaft vor der Lichtfülle des durchfensterten Chores. Diese sich deraufbaus vom romanischen Langhayg abgetrennt werden. Erst danach konnte die kriegsbedingte Abmauerung hinter dem Lettner abgebrochen werden. Für die künstlerische Gestaltung deg raumbeherrschenden Westfensters erhielt nach einem Wettbewerb 1962 Professor Lothar Quinte aus Karlsruhe den Auftrag. Als Einziger hatte er die Idee, die drej schmalen, durch Ziegelrippen getrennten Fenster zu einem Gesamtbild zusammen- zuziehen. Von den hell gestalteten Rän- dern her verdichtet sich nach innen hin ein Getlecht aus kleinteiligen, farbig raf- finiert gemischten Glasscheiben zu einer Vor 60 Jahren, im März 1942, wurde Lübeck Opfer eines britischen Bombenangriffs. Auch der Dom fiel den Flammen zum Opfer. Die Turmhelme stürzten erst am Mittag des nachfolgenden Palmsonntags in die Tiefe Aber auch die Voraussetzungen für das Wiederaufbaukonzept hatten sich grundlegend geändert. Mit der Gründung . der Stiftung „Rettet den Lübecker Dom“ wurde 1961 der Gesamtwiederaufbau des Domes einschließlich des Chores initiiert. 1962 erhielten wir - das Hamburger Architektenbüro Sandtmann und Grund- mann - den Auftrag zur Entwicklung ei- ner neuen Konzeption zur Neueinrich- tung des in seiner alten Größe wieder auf- zubauenden Domes. zum Licht nach Osten und Westen öffnen- de Längsachse freizuhalten und zu beto- nen, war die Grundidee des Wiederauf- bauentwurkes. Sie wurde als erste Maß- nahme realisiert. Nach Westen hin galt es, das dreiteili- ge Fenster durch eine künstlerische Ge- staltung zu betonen und gleichzeitig die übergroße Lichtfülle der Notverglasung zu reduzieren. Nach Osten hin musste aus funktionalen Gründen die Chorruvuine während des noch Jahre dauernden Wie- längsovalen Farbrosette. Die Wirkung für das Mittelschiff des Domes erwies sich in der Realisation noch überzeugender als schon im Entwurf. Besucher des Domes sind immer wieder fasziniert von der Wir- kung bei unterschiedlichem Tageslicht. Am schönsten wirkt das Quinte-Fenster am Nachmittag und Abend. Diesem ersten Schritt folgte die Öff- nung des Domes nach Osten durch unse- ren Entwurkt einer völlig durchsichtigen Verglasung des Mittelschiffs und der Sei- 64 Lübeckische Blätter 2002/5 . tenschik! iüſbergan gotische tes Gitt stahlspr hoch in ( Nack Dom in erlebbar Eine betrat d schen Z räumlict dem um' Gottsche Folgend „Nac um die . den, dic Notwen meinde dieses n Es muss von ger und kon meinde. AUs! der Wur Mitte 21 Triumpl tar zuor fort in c genomn gen Os und gib ihm bilc heit. de: dark, w entfernt und Alt dienstb« hörig gt Um Gestühl „Ec etwas 2 de Aus Anblic! seit del der Du vermut Kirche über di „Ec spitzt c Lübeckisc
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