Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

75 Jahre Holstentorhalle Deutschland. Hugo Rahtgens und Joha nes Baltzer schreiben 1927: „Versuch, diesen Eindruck auch in neuen Forng im alten Ziegelmaterial, das nach ve schiedenen Ausführungen im Putzh, bauten an straße und Holstentor gebäude - jetzt wieder das Hauptbestandteil für q Gestaltung der Front geworden zu se) scheint, zeigen, wie diese bodenständig Baukunst in der Lage ist, auch unse; neue Bauaufgabe zu lösen.“ Die Holstentorhalle. im Septemh, 1926 kertig gestellt, besticht durch il Architektur. Im Außeren ist klar das ejy räumige Innere zum Ausdruck gebrach [1 . das hohe, lange Dach und die lange Fen terreihe zeigen eindeutig, dass dahints die große ungeteilte Halle liegt. Der lay Schmalseiten breite, getreppte Giebs| einer Ein Doch nacl 1926 wurc laut, dass le: eher e: darstellen wird mit und Gew die ursp! Flügelbau haus werd des von Vi ten Finanz m. ; gestreckte Backsteinbau weist an de ' EN gekührt, € Das Laden- und Kontorhaus an der Südseite des Holstentorplatzes, Entwurf Oberbau- kronten aut, deren Mauertlächen dure scntith .at E W.Virck, Lübeck 1925. Schräglagen der Ziegelschichten aufgel, te eu de .. ckert sind. Der Haupteingang an qq War die H Denkmals. eines Reiterstandbildes im naissance aufgrifkfen. Baurat Mühlen- nördlichen Längsfront wird betont durg bau eines Wert von 150.000 Mark, zu übernehmen. pfordt schreibt: „Diese Bauten atmen lübr eine Bogenstellung mit bekrönende;, Sporthalle Dieses Denkmal ist auch schon lange Ge- schen Geist, passen sich der Tradition an Doppeladlerfries. Im Inneren Me In den genstand von Diskussionen, bis jetzt aber und sind doch Kinder der modernen Zeit, spitzbogenförmig angeordneten Holzbiy nach ihre: nur soweit gediehen, dass im Jahre 1897 glücklichste Beispiele, wie in allem Rah- dier, die das Konstruktionsgerüst bilde abgerisser auf dem Markt der Grundstein für ein sol. men Neues geschaffen werden kann ...“ sichtbar geblieben und abwechselnd j hauzlols ches Monument gesetzt worden war. Nun In dieser Architektursprache hatte man verschiedenen Farben gehalten. An de G G 66 soll der Kaiser vor das Volkshaus, neben das Holstentor. Das Volkshaus soll Lese- bereits andere Gebäude errichtet. wie die Freese'sche Schule (Stadtmittelschule), das Katholische Gesellenhaus, den Han- Kopfseiten gibt es zwei Emporen nm Treppenaufgängen. Dieses Gebäude jy Klinkerexpressionismus ist heute eine Bürger sel ein, es gil und Vortragssäle, eine Bibliothek, eine se kleine Bühne und Versammlungs- und delshok am Bahnhofsvorplatz und das der wenigen bemerkenswerten Denknj auskonz: Ausstellungsräume enthalten. Die Bürger Zollgebäude an der Untertrave, die Ge- ler der Bauauffassung aus den zwanzige den Stand Lübecks bedanken sich bei Senator Pos- werbeschule an der Parade befindet sich Jahren in Lübeck. tet und wi sehl auf besondere Weise, abends erhellt im Bau. Es folgt nach den Entwürken von Nun war diese Halle zum Zeitpunh unter Dex ein Fackelzug die Musterbahn, und vor Virck der Bau der Stadtbibliothek in der ihres Entstehens aber nur als Teilelemey des Senators Haus erklingen aus zahlreir Hundestraße als erster moderner Biblio- der gesamten Platzbebauung gedacht, sq ; chen Männerkehlen Dankeslieder. theksneubau nach dem I. Weltkrieg in zusagen als Hinterhaus. Durch Flüge] Diens Dieses Volkshaus wird aufgrund des 05.02. Ersten Weltkrieges und der anschließen- den Inflation nicht ausgeführt - die Idee eines Gebäudes an dieser Stelle, um den Holstentorvorplatz attraktiver zu machen, 12.02 bleibt aber bestehen. Zunächst entwirft Johannes Baltzer aufgrund der Vorent- würke des Volkhauses von Blunck und Behrens, Berlin. einen neuen Holstentor- platz, wobei das Gebäude aber von der Süd- auf die Nordseite verlegt und mittels eines Arkadenriegels mit dem Holstentor verbunden wird. Doch auch diese Version Senic wird nicht ausgeführt. im Gro Es war schließlich Baurat Virck, der die Jahrhunderthalle entwirft, wobei er Frogrs sich des traditionellen Baumaterials, aber Sonnta neuer Architekturkormen bedient. Fried- Beginr rich Wilhelm Virck gehört zu den Archi- „Küns tekten, die mit der Formensprache des Musik: Expressionismus die Möglichkeiten wie . . ". a i : .. . Gestaltungsprinzipien norddeutscher Das Volkshaus auf der Nordseite des Holstentorplatzes, Entwurf Prof. E. Bluncl Lu. Backsteinarchitektur der Gotik und Re- Berlin, 1913 j . Vorver 30 Lübeckische Blätter 200211 Lübeckische
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