Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

ü- ein U les ein be- in Zu- SES Le- da- der r0- Be, der o Fer Ing [el- im Zr tal- bei der Ind Ing ier Jen die ekt der SE- im ige ell- hle der fal- dt- der eck cht de- ich In, ESE che än- 2/19 213. Stiftungsfest: Jahresbericht digen Mitgliederschwund. Überalterung führt zum Rückgang der Besucherzahlen bei den Vortragsveranstaltungen. Die frü- her so beliebten und interessanten Ausflü- ge und Fahrten mussten mangels ausrei- chender Teilnehmer aut eine Fahrt nach Braunschweig reduziert werden. Inzwischenhat sich aber eine personel- le und thematische Erneuerung dieser Ge- sellschaft dadurch ergeben, dass der Freundeskreis der Völkerkundesammlung Lübeck in dieser zur „Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu Lübeck“ auf einer außerordentlichen Hauptver- sammlung am 09.11.2002 aufgehen wird. Die Aktivitäten des Kunstvereins Overbeck-Gesellschaft waren wieder vielfältig mit Ausstellungen, Studienfahr- ten, Vortrag und Museumsnacht. Den Hö- hepunkt bildete die Verleihung des Over- beck-Preises für bildende Kunst der Ge- meinnützigen. Der mit DM 10.000,00 und einer Einzelausstellung im Overbeck-Pa- villon dotierte Preis wurde an die in Vene- dig geborene Künstlerin Monica Bonwici- ne verliehen. Damit wurden ihre Arbeiten zur Architektur als Form gewordenen po- litischen Willen, der sich besonders in der Verteilung der Geschlechterrollen nieder- schlägt, gewürdigt. Mit dieser Ausstellung endete die jah- relange verdienstvolle und engagierte künstlerische Leitung durch Frau Dr. Ros- witha Sievert. Neue künstlerische Leiterin ist Frau Marlies Behm, die sich zum Ziel gesetzt hat, aktuelle Kunst begreifbar zu machen. Der Verein der Musikfreunde leidet nach wie vor unter einer finanziell ange- spannten Lage. Die Konzerte in der MUK haben dem Verein erneut ein nicht zu ver- kraftendes Defizit gebracht. Dank der Un- terstützung durch die Possehl-Stiftung, dem Verein Konzertsaal Lübeck/Freunde der Lübecker Philharmonie, der Sparkasse zu Lübeck und nicht zuletzt auch der Ge- sellschaft besteht die Hoffnung, die bereits auf den Weg gebrachten Neuerungen zur Steigerung der Attraktivität der Konzerte weiter erfolgreich fortzusetzen, um den Bestand der Konzerte auch fürdie Zukunkt zu sichern. Neben denlaufenden Führungen durch das Burgkloster und die Ausstellung des Großen Lübecker Münzschatzes sowie dem Vortragszyklus zum Thema „Handel, Geld und Politik“ hat der Förderverein Museum Burgkloster zu Lübeck e. V. sich vor allem für die Restaurierung der zwei nördlichen Gewölbe des Kapitelsaals sowie für die Sanierung des Beichthauses und der dort vorgesehenen Einrichtung eines archäologischen Museums einge- setzt. Die vom Verein nachhaltig unter- stützte Fertigstellung des schriftlichen Führers durch die Ausstellung „Pfeffer & Tuch für Markt & Dukaten“ steht kurz vor der Fertigstellung. Die Einrichtung eines archäologischen Museums im Beichthaus will auch die Archäologische Gesellschaft der Hanse- stadt Lübeck e. V. unterstützen. Nach der Sanierung will sie dort ein Café ehrenamt- lich betreibenund die Museumspädagogik fördern. Mit einer kleinen Ausstellung „Scherben bringen Glück“. die daraus ent- standen ist, dass Mitglieder der Gesell- schaft wöchentlich im Bereich Archäolo- gie Scherben zusammensetzen, ist die Fer- tigstellung des Beichthauses bereits vorab gekeiert worden. Aufk eine erfolgreiche Aufführung des Verdi Requiems im Dom kann die Lübe- cker Singakademie e. V. zurückblicken. Ihre Mitwirkung bei der „Lübecker Som- meroperette‘“ hat dazu beigetragen, auch in der Ferienzeit ein musikalisch an- spruchsvolles Angebot in Lübeck bereit- zuhalten. Der 184. „Literarische Frühschoppen“ des Lübecker Autorenkreises war dies- Jährig dem Bildjournalisten Hans-Jürgen Wohlfahrt und seinem Buch ,Die Insel- stadt literarisch“ gewidmet, das sich mit seiner Heimatstadt Ratzeburg befasst. Die Erfassung und Katalogisierung sei- ner umfangreichen Bücherei konnte der Arbeitskreis für Familienforschung €. V. abschließen. Die Personalkosten der dafür eingesetzten ABM-Kraft wurden je zur Hälfte von der Possehl-Stiftung und der Gesellschaft getragen. Diese gewährte ei- nen weiteren Zuschuss für das Einbinden periodischer Schriften. Fast 1.000 Perso- nennahmendlie Dienste dieses Arbeitskrei- ses für Forschungszwecke in Anspruch. Auf ein 130jähriges Bestehen blickt der Naturwissenschaftliche Verein zu Lübeck zurück. der mit einer Vielzahl von Vortragsveranstaltungen und Exkursionen naturwissenschaftliches Denken und na- turwissenschaftliche Kenntnisse zu pfle- genund zu vertiefen sucht. Ein besonderes Anliegen ist dabei, mit dem „Kinder-NV“ in der Erlebnis-Werkstatt des Vereins in Blankensee auch Kindern ganz praktisch an naturwissenschaftliche Vorgänge her- anzuführenetwa durch den Bau eines „Do- senbootes“, hergestellt aus einer leeren Fischdose oder eines „Mausefallen-Ren- ners“, dessen Antriebskraft eine Mause- falle liefert. Enttäuschendes musste der Grüne Kreis Lübeck e. V. erleben. Durch Unter- stützung einer Bepflanzung der Grünstrei- fen an der Dr.-Julius-Leber-Straße am Jo- hanneums war eine kleine grüne Oase in der Innenstadt geschaffen worden. Leider machen dicke Moospolsterund Unkraut es den Stauden schwer, noch genügend Platz zu finden. Wegen der unterbliebenen Un- krautbekämpfung und der Wohlstands- müllbeseitigung im übrigen musste der Vorstand Kontakt zum Direktor des Johan- neums aufnehmen. Bei solchen Erfahrun- gen wird der Grüne Kreis noch kritischer überdenken, wann er Objekte der Verschö- nerung Lübecks unterstützen kann. Neben ihren bewährten Vorträgen, wissenschaftlichen Exkursionen. Ausstel- lungsbesichtigungen und Spaziergängen indem Bemühen. die Kenntnis vonder Lü- beckischen Geschichte auf vielerlei Weise inder Bevölkerung zu verbreiten. widmete sich der Verein für Lübeckische Ge- schichte und Altertumskunde der Ein- richtung der Lübeck-Büchner-Eisenbahn vor 150 Jahren, dem 100jährigen Jubiläum des Lübecker Stadtparks und dem 200. Geburtstag des Seebades Travemünde. Dieser Verein ist im übrigen der älteste Tochterverein, der aus einem 1821 bei der Gesellschaft gebildeten „Ausschuss für Lübeckische Geschichte“ hervorgegan- gen ist. Mein Bericht hat gezeigt. was die Ge- sellschaft zur Lösung und Bewältigung der Probleme unseres Gemeinwesens und der Nöte ihrer Bürger beitragen kann. Die finanzielle Notlage der öffentlichen Hän- de, insbesondere auch der Hansestadt Lü- beck, machen deutlich, dass der Staat mit seinen bisherigen Verwaltungsstrukturen und Finanzgebahren nicht mehr in der Lage ist, den Aufgaben der Daseinsvorsor- ge seiner Bürger gerecht zu werden. Rech- nungshöfe von Bund und Ländern haben überdies immer wieder Verschwendung und Verschleuderung öffentlicher Gelder und mangelndes kostenbewusstes und wirtschaftliches Verwalten angeprangert. Sie sind nur einige Faktoren. die diese Lage verursachen. Wir Bürger werden uns mehr denn je vom Anspruchsdenken ge- genüber dem Staat verabschieden und Ei- genverantwortung zeigen müssen. Des- halb kommt den Initiativen der Bürger. wie sie gebündelt im Wirken der Gesell- schaft zum Ausdruck kommt. zunehmen- de Bedeutung zu. Seien wir uns dieser Verantwortung bewusst. ..... denn wer in einem kleinen Freystaat Bürgerglück ge- nießen will. muss es gerne schaffen hel- fen“, wie es der ehemalige Direktor der Gemeinnützigen Dr. Brehmer im Jahre 1800 einmal formuliert hat. Lübeckische Blätter 2002/19 303
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