Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

oten | Jäste | s ab | [onat | r Ei- | | für rant eine Ier- .nio- karte aus. sich t die | nur VOr- hulz rederik [ Kauf- ; Som- Es gilt eutsch- s-Insti- mierte me ge- ektorin khoch- histori- " MOti- afft ei- ür Ver- Wolf- engen Institut N ISSEN- latz für Der re- Ivollen nd Prä- in klei- en und selnden :rtvolle r'eSOTen n einen ind die reicher Millies Konzerte des VdM Ein Kammerkonzert mehr zum gleichen Preis Verein der Musikfreunde stellt die neue Saison 2002/2003 vor Auf einer Pressekonferenz zog der I. Vorsitzende des Vereins der Musikfreun- de, Prof. Jörg Linowitzki, ein Resümee und stellte die neuen Konzertreihen 2002/2003 vor: insgesamt zeigte man sich mit dem Besuch und Verkauf der letzten 11 Konzerte im Kolosseum und der MuK sehr zufrieden, es sei sogar ein leichter Zuwachs an Besuchern zu ver- zeichnen. Sehr glücklich war man darüber, dass der Bürgermeister und der Stadtpräsident in einem gemeinsamen Grußwort den hohen Stellenwert der klassischen Musik für Lübeck bestätig- ten und so der Unruhe in der heimatli- chen Kulturszene, durch die Diskussion über einen privaten Betreiber für die MuK. entgegentraten. Obwohl die Zah- len der Vereinsmitglieder und der Kon- zertabonnenten konstant geblieben wa- ren, ließen sich die Konzerte der letzten Saison nur mit großzügiger Unterstüt- zung der Possehl-Stiftung, der Gemein- nützigen, der Sparkasse zu Lübeck und des Vereins der Orchesterfreunde/Kon- zertsaal für Lübeck durchführen - dafür dankte Prof. Linowitzki den genannten Institutionen ausdrücklich. Für die Kon- zertsaison 2002/2003 hat man sich einige Neuerungen vorgenommen, so werden die Preisgruppen im Kolosseum verein- facht und dabei die Anzahl günstiger Plätze für Schüler fast verdoppelt. Die Kammerkonzerte werden durch die Zu- sammenarbeit mit dem Deutschen Mu- sikrat um ein Konzert vermehrt und den- noch schafft es der Verein, die neuen 7 Konzerte zum Preis der bisherigen 6 Konzerte anzubieten. Die Kammerkonzerte im Kolosseum: Eine Wiederbegegnung mit dem Pianis- ten Menahem Pressler zusammen mit dem American String Quartett gibt es am 30. Oktober 2002; wohl den meisten Be- suchern als neuer Cellist des Trio Fon- tenay und als I. Cellist des DSO Berlin bekannt, wird Jens Peter Maintz am 17. November 2002 sämtliche Cellosonaten von Bach aufführen. Mit dem Vermeer Quartett tritt am 29. Januar 2003 wieder ein hochkarätiges Streichquartett an, und am 16. Februar 2003 wird es dann mit Ingeborg Danz, Alt, und Michael Gees, Klavier, sicher zu einem eindrucksvollen Liederabend kommen. Im Rahmen zwei- er Konzerte mit Lübeck-Bezug wird das Beethoven-Trio am 30. März 2003 sein Debüt im Kolosseum geben, und unter dem Titel „„Contrapunctango“ werden Eckart Runge, Violoncello, und Jacques Ammon, Klavier, am 21. Mai 2003 ihr ungewöhnlich breites Programm auffüh- ren. Zum Abschluss der Konzertreihe am 22. Juni 2003 gibt der junge und hochbe- gabte Pianist Konrad Maria Engel einen Klavierabend. Die Meisterkonzerte in der Musik- und Kongresshalle: Das bekannte Kam- merorchester I Musici Di Roma sowie der berühmte Gitarrist Pepe Romero beginnen die Konzertreihe am 22. November 2002, und mit Efim Jourist & Ensemble stellt sich am 7. Januar 2003 ein Sextett der Ex- traklasse dar. Ein reines Haydn- und Mo- zart-Programm bringt das Tafelmusik Ba- rockorchester Toronto, Ltg. Bruno Weil mit der Sopranistin Elisabeth Scholl am 3. Februar 2003, und zwei internationale Spitzenkünstler, nämlich Pinchas Zuker- man, Violine, mit Marc Neikrug, Klavier, am II. April 2003 und Anne-Sophie Mut- ter, Violine und Lambert Orkis, Klavier, beschließen am 12. Mai 2003 die Meister- konzerte. Olaf Silberbach Neues Team setzt gewöhnungsbedürftige Akzente Anmerkungen zur Saison der Konzerte des Vereins der M usikfreunde Lübecks Verein der Musikfreunde hat die Programme seiner Kammer- und Meisterkonzerte in Kolosseum und Mu- sik- und Kongresshalle vorgelegt. In der vergangenen Saison war noch der Ein- fluss des früheren Vorsitzenden Dr. Peter Behnck, zu spüren. Nun entschied die neue Vorstandsmannschaft unter Prof. Jörg Linowitzki über das Angebot künfti- ger VdM-Veranstaltungen. Hatte sich bisher die Auswahl der Solisten und ihrer Programme mehr nach konservativem Geschmack der meist älteren Besucher gerichtet - die Konzerte galten stets als „Institution“ im über hundertjährigen Be- stehen des Vereins und im regen Musikle- ben der Stadt -, setzte das stark verjüngte Leitungsteam bereits in der vergangenen Saison unter dem Motto „Wir müssen präsenter sein!“ einige gewöhnungsbe- dürftige Akzente. S Starke Worte fand der Vorsitzende, der sich „auf ganz andere Weise“ an das jüngere Publikum wenden will, Stich- wort: „Vniversitätsstadt Lübeck“. Dass man sich im Bestreben, neue Hörer- schichten anzusprechen, in vereinsfarbe- nem T-Shirt präsentiert, mit neuen Plaka- ten verstärkt an Ausfallstraßen wirbt und in den Pausen mehr Bewirtung anbieten will (was die Camerata Lübeck und an- dere Unternehmungen als attraktiv er- kannt haben) und sich Crossover-Kon- zerten nicht verschließt, mag werbewirk- sam sein. Vivaldi-Schnickschnack mit Senta Berger lockte kaum mehr junge Zuhörer in die MuK. Vielmehr bedeute- ten Konzerte mit dem Sänger Prégardien und dem Jess-Trio Höhepunkte für alt- eingesessene Abonnenten. So werden sich wohl auch in der kommenden Sai- son illustre Namen wie American String Quartett oder I musici di Roma als zug- kräftis beweisen, wobei Anne-Sophie Mutter gewiss wieder ein „Selbstgänger“ sein wird. Eine gute Idee war - wenn auch nicht neu -, Freikarten an Schüler auszugeben. Das „Musikgymnasium“ Johanneum er- hielt früher schon von der „Gemeinnützi- gen“ gesponserte Abonnements für In- strumentalisten, die sich im Schulorches- ter besonders eingesetzt hatten. Zusammenarbeit mit Lübecks Musik- hochschule mag sich auszahlen; ob allerdings geplantes Crossover bei „Con- trapunctango“ ein Highlight werden wird - auch beim diesjährigen Musik Festival wimmelte es von Tangos -, muss sich zei- gen. Moderne Musik bleibt (vorsichtshal- ber?) ganz ausgespart, obwohl illustre Ensembles sie in vergangenen Jahren be- sonders eindrucksvoll und überzeugend vermittelten. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein wohlhabender Vorstand bereit war., even- tuelles Defizit persönlich abzudecken. Heute erwartet man mit Selbstverständ- lichkeit, dass die Stadt dazu bereit ist. r 2002/14 Lübeckische Blätter 2002/14 221
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