Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

tat. nem Imy- itzen der mit- Sen- ode- 002. dem sion rinnt sfir- stian l’'en. mit Nsa- hnik Drä- uro. bnis Zuro äger von 30,3 hjw hris- 1 der sEin. inen Pro- etzt, Prä- SON- )Era- 02/13 mentvolle Heinrich Schiff Edward Elgars spätromantisches e-Moll-Konzert, 1919 entstanden. Als Dirigent ist Paavo Järvi verpflichtet, der im zweiten Teil die zwei- ie Sinkonie seines Landsmanns Sibelius aukkührt. Auch im zweiten Konzert (28.11.2002) ~ Dirigent ist Sakari Oramo. der schon einmal in Lübeck das NDR-Or- chester führte - steht ein Cello-Konzert eines angelsächsischen Komponisten auf dem Programm. Der international renom- mierte Steven Isserlis interpretiert Wil- liam Waltons neoklassizistisches Werk für dieses schöne Instrument. Außerdem ist die „Alpensinfonie“ von Strauss zu hören. Das dritte Konzert (21.12.2002) diri- giert Miguel Harth-Bedoya. Am Beginn steht wieder Richard Strauss, jetzt mit der Rosenkavalier-Suite. Es folgen Tschai- kowskys „Rokoko-Variationen“ (Solist am Cello: Claudio Bohorquez) und Pro- kotjews „Romeo und Julia“. Jonathan Nott, erfolgreicher Chef der Bamberger Sinfoniker, bietet am 18.1.2003 ein ausgesprochen interessan- tes Programm mit zwei Werken Strawins- kys und der dritten Schumann-Sinfonie, der „Rheinischen“. Zuerst erklingt Stra- winskys bezwingende Psalmen-Sinfonie mit dem NDR-Chor und dem Knabenchor Hannover und dann dessen Violin-Kon- zert D-Dur mit Thomas Zehetmair. Großes Interesse wird in Lübeck ein Wiederbegegnen mit Christoph von Dohnäny haben, der am 2.3.2003 ein be- sonderes Programm mit zwei Brahms- Sinfonien anbietet. Die dritte Sinfonie in F-Dur und die erste in c-Moll sind VOrge- sehen. Am 12.4.2003 steht Eiji Ove. Chef des Radioorchesters Hannover, vor dem Orchester. Das 2. Klavierkonzert Chopins (Solist: Françcois-Frédéric Guy) und Tschaikowskys vierte Sinfonie sind zu hören. Nur I14 Tage später (26.4.2003) bringt Christoph Eschenbach zwei Solisten mit. den außergewöhnlichen Geiger Gidon Kremer und die Cellistin Marta Sudraba. Sie sind in dem vitalen zweiten Concerto grosso von Alfred Schnittke zu hören. Die vierte Sinfonie von Brahms beschließt Eschenbachs letztes Konzert. Am 6.6.2003 schließlich dirgiert der junge Russe Andrey Boreyko Schumanns Klavierkonzert (Solist: Nikolai Lugans- Programm-Vorschau des VdM ky) und Schostakowitschs 10. Sinfonie (1953) in e-Mall. Von Interesse dürfte wieder ein Ver- gleich mit den Lübecker Philharmonikern werden, die Brahms erste Sinfonie und die Rosenkavalier-Suite auch im Pro- gramm haben, ebenso ähnliche Werke Strawinskys und Schnittkes. Weniger schön allerdings ist die mangelnde zeitli- che Absprache. Zwei Termine der beiden Klangkörper liegen im Abstand nur einer knappen Woche, zwei weitere kolgen sogar von einem auf den anderen Tag! Die MuK. Lübecks einzigartige Kon- zerthalle, wird auf jeden Fall wieder Ort der Pflege großer sinfonischer Musik. Gegenüber anderen Spielzeiten wirkt das NDR-Programm bunter, auch wenn es seine Einseitigkeiten, sprich Schwer- punkte hat. Neben der Cello-Lastigkeit ist es die Betonung des Werkes von Brahms. vielleicht auch die Bevorzugung von Tschaikowsky und der Hochromantik. Die Klassik fehlt ganz. Dennoch scheint uns das Programm abwechslungsreich und von hohem, international gültigem Niveau, nicht zuletzt dank der Interpre- ten, die Herausragendes erwarten lassen. Arndt Voß Glosse Lübeck ist Provinz - die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Zwei neue Beispiele: Das jüngst in Betrieb ge- nommene Restaurant in den Media Docks und die Broschüre zur , bewer- bung um die ausrichtung der olympi- schen segelwettbewerbe 2012“. Fall eins, das neue Restaurant in den Media Docks. Wir lassen zur Einstimmung am besten Björn Engholm, unseren wortge- wandten Wanderprediger in Sachen Kultur, zu Wort kommen: ,, Eine Spezi- es, die ökonomisch fit, kulturell fun- diert, technisch-medial kompetent und transdisziplinär denkt “, so der fremd- wort-verliebte Kultur- und Zukunftsge- stalter in den Lübeckischen Blättern, Heft 10, solle in den Media Docks, also „in Stätten mit exquisiten Cunicula und einem adäquaten Umfeld “, eine Heim- statt finden. Ob diese Spezies sich allerdings in dem neuen Restaurant wohl fühlt, ist fraglich. Begrüſst wird der wie auch Mit Plüsch und Pinselstrich in die mediale Zukunft ? immer medial-digital gestimmte Gast im Eingangsbereich von einem linkisch an die Wand gepinselten Lübeck-Panorama, das sich ihm schräg gegenüber; auf der anderen Seite der Untertrave, in Natura in stiller Erhabenheit präsentiert. Und drinnen in dem kulinarischen Ableger des medialen Hightech-Tempels? Schlimm sieht es da aus: Ein Mix aus Segler-Ver- einsheim, Plüschkiste mit Kronleuchtern und nmeodernistischen KRohbau-Touch, drauſßjen davor die branchenüblichen Pflanzenkübel. Da mag der medial-digi- tal Gesinnte die Speisekarte gar nicht zur Hand nehmen, sich eher beim Verlassen der ungastlichen Stätte fragen, ob nicht die Schöpfer dieses Zukunfts-Projektes erneut eine tolle Chance vertan haben. Nicht zur Hand nehmen mag man auch die „bewerbung um die ausrichtung der dolympischen vsegelwettbewerbe 2012 “. Denn schon die Titelseite der Bro- schüre stürzt den potentiellen Leser in tie- fe Zweifel. „„Olympia-Botschafter“ Armin Müiller-Stahl, zweifellos ein hervorra- gender Schauspieler, aber als Bild- künstler wohl eher ein mit dem Expres- sionismus liebäugelnder Dilettant, hat es sicher gut gemeint. Und alle ande- ren, vom Kultursenator über den Pro- Jjektleiter bis hin zum bürgerschaftli- chen Kunstsachverständigen haben es sicher auch gut gemeint... Wahrscheinlich brüten aber die NOK-Oberen immer noch über dem rätselhaften Tun des hingetuschten Männchens auf der Titelseite der Lü- beck-Bewerbung, fragen sich, ob es Pfeife raucht oder Trompete spielt, und wenn ja, warum und überhaupt. Wahr- scheinlicher jedoch ist, dass sie, die Ober-Olympioniken, diese raffinierte Form von Anti-(Be)Werbung längst zu den Akten gelegt haben. Gott sei Dank - bleibt den Lübe- ckern dafür das Powerboat-Rennen, wie jüngst in der Lokalpresse zu lesen war. Peter Holm Lübeckische Blätter 2002/13 201
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