Full text: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

25 Jahre Puppentheater 25 Jahre Lübecker Marionettentheater Fritz Fey Jubiläumspremiere mit dem „Hund von Baskerville‘ Vor 25 Jahren eröffnete Fritz Fey in einem sanierten Altstadthaus im Kolk sein Marionettentheater. Der damalige Senator Egon Hilpert hatte den Puppen- spieler nach Lübeck geholt und sorgte da- für, dass der nun nach Stationen in Schmi- lau und Mölln einen dauerhaften Spielort in der Hansestadt bekam. Daraus wurde eine kulturelle Institution, ergänzt durch das Museum für Puppentheater, das Fritz Fey jun. 1982 im Nachbarhaus eröffnete. Die Hauptakteure im „Hund von Baskerville “: Dr. Watson (rechts), Mr. Stapleton (links unten) und Sherlock Holmes (Foto: Lars Hilpert) Über 70 Inszenierungen, nachmittags kür Kinder unterschiedlichen Alters, abends für Erwachsene gespielt, machten das Puppentheater Fritz Fey in und um Lübeck bekannt. Gastspielreisen führten bis nach Japan. Ein Puppentheater mit einem profes- sionellen Anspruch und in einer angemes- senen Ausstattung in einer wie hier in der Altstadt passenden Umgebung trägt sich nicht allein. Es reicht nicht, dass Leute wie Fritz Fey und seine Frau Ingeborg mit ihren jeweiligen Ensembles sich mit gro- Ber Hingabe und unter Verzicht auf nen- nenswerte materielle Gewinne dieser Aufgabe stellen. Ein Puppentheater kann weder eine Massenveranstaltung werden noch eine exklusive Einrichtung, die sich aus den Einnahmen selber trägt. Und so nahm Ingeborg Fey, wie sie in der Festschrift schreibt, nachdem ihrem Mann Fritz Fey sen. eine höhere Macht die Fäden aus der Hand genommen hatte, als Prinzipalin des Hauses die Jubiläums- premiere zum Anlass, ihren Dank auszu- sprechen für die substanzielle Förderung des Lübecker Puppentheaters durch das Land, die Stadt, den Förderkreis und die Possehl-Stiftung. Frei nach der Geschichte von A. Co- nan Doyle gab es dann vor geladenen Gästen die Premiere von „Der Hund von Baskerville“. Christoph Bendikowski als Gast inszenierte den bekannten „Krimi“ mit lockerer Ironie, sowohl den Text als gerade auch das Spiel betreffend. Dabei wurden die besonderen Möglichkeiten des Puppenspiels zur Freude des Publi- kums voll ausgenutzt - wenn zum Bei- spiel Dr. Watson in seinen Träumen ,,ab- hebt“ oder Sir Henry von einem Boxhieb durch die Lutt fliegt. Arne Bustorff baute die charaktervollen Figuren und das Büh- nenbild, die mit der Regie eine sichtbare Einheit bildeten. Lars Hilpert spielte und sprach den Dr. Watson, die eigentliche Hauptfigur des Stücks, die übrigen Figuren übernah- men in schnellem Wechsel Beate Kauff- mann und Gertraud Häfner, die zudem als lebende Figur die Einführung und Zwi- schentexte mit sympathischer Ausstrah- lung vortrug. Das Stück ist für junge und ältere Er- wachsene gedacht, die Aufführung hat ih- ren besonderen Reiz durch die Ästhetik des Puppenspiels, das Wiedererkennen von allzu menschlichen Eigenheiten in den Bewegungen der Marionetten, die durch die gekonnte Führung der Spieler zu sympathischen Karikaturen ihrer rea- len Vorbilder wurden. Der Beifall zeigte, dass sich das Publi- kum einig war: Das Puppentheater Fritz Fey ist von seiner künstlerischen Qualität her und wegen seiner Besonderheit nicht wegzudenken aus dem Kulturleben unse- rer Stadt. Rudolf Höppner 118 Lübeckische Blätter 2002/8 u Ov Di dende sellsc! ger Ti Preis Pie 1( lebt ul les. Si Hochs Brenn ni die. und [ teilun; Ihre l! für eir Preis | einer I Gesell digt. Dù Lübec März : de Mit glied nützig: Pr. Museu Lübecl! Pra histori. Pro oretike Hambi Dr: Leiteri Zur A Bonv Pavil Als auk der dem ( wurde. interna als eins Mischr Tiekgar allein Sceemi Und eil die Al schaft k Im nachge gezeigt Lübeckisc
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.