Volltext: Lübeckische Blätter. 2002 (167)

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Als drittes Merkmal der Lyrik Celans tritt ne- hen Faszination und Dunkelheit eine fast orenzenlose Assoziations-Ausstrahlung. Beim Dichter der „transzendentalen Ob- dachlosigkeit“ werden Bezüge zur bilder- und zeichenreichen Lyrik Nelly Sachs’ sichtbar. Durch diesen Nachmittag wurde das komplexe Meinen von Celan transpor- tiert. Die verschiedenen Aspekte des Celan'schen Werks sollten deutlich wer- den. durch die Musik Glucks, die Bear- beitungen Beethovens und Mahlers und neue Bearbeitungen sollten andere Zu- gänge zu dem bedeutenden Lyriker er- möglicht werden. Celan wurde offener und verständlicher, ohne ihn zu denunzie- ren und zu profanieren. Rhythmische und klangliche Qualitäten wurden miteinander in Schwingung gebracht. Die nuancierte und behutsame Rezita- tion Andreas Hutzels, die Konzeption und Regie Frank Düwels und das hervorra- oende Cellospiel Sigrid Strehlers vom sinfonischen Orchester Lübeck sorgten für einen sehr anspruchsvollen, bewegen- den Nachmittag. Lutz Gallinat Musik Mischa Maisky beim Verein der Musikfreunde Ein weltberühmter Cellist war am 3. März beim Verein der Musikfreunde zu Gast: der in Lettland geborene Mischa Maisky mit seinem amerikanischen Part- ner Alan Weiss und hinterließ ein begeis- tertes Publikum. Es liet aber nicht alles s0, wie es sich zumindest der Rezensent cewünscht hatte. Ein reizvolles Pro- gramm mit stilistisch vielfältiger Kam- mermusik war angekündigt,. Cello-Sona- ten zudem aus reiferen Jahren der Kom- ponisten. Aber anfänglich stimmte eini- ges nicht. Die zwei Musiker wirkten in ihrem eher lässigen Aufzug auf der riesi- gen Bühne der MuUK fast verloren, zumal sie noch Rücken an Rücken eng beieinander saßen. Und der erste Beitrag, Johann Sebastian Bachs dritte Cello-So- nate in g-Moll, Bearbeitung eines für die Viola da gamba konzipierten Werkes, ent- täuschte. Einen Reihe von Flüchtigkeiten, ungleichmäßige Tonbildung und eine ge- hetzte, oberflächliche Darbietung vor al- lem der schnellen Ecksätze ließ auf den zweiten Beitrag warten. Und hier, in Sergej Prokotjews später Cello-Sonate op. 119. entfesselte Maisky dann sein ganzes artistisch anmutendes Können und fand trotz des rasanten Tem- pos, das differenziertes Hören nicht immer erlaubte, zu einer überzeugenden Gestaltung mit starken Gegensätzen in der Thematik vor allem des letzten Sat- zes. Als großartiger Begleiter erwies sich dabei Alan Weiss, dessen Part enormes pianistisches Können und gestalterische Fähigkeiten verlangte. Diese wuchtige Kompostion ließ zeitweilig vergessen, dass nur zwei Musiker auf der Bühnen sa- Ben. Nach der Pause stand Frédérik Cho- pins späte, wenig bekannte Cello-Sonate auk dem Programm, wie die Bachs in g- Moll. Stand bei Prokofjew eine Solo-Pas- sage des Cellos am Beginn, so stellte der Klavierkomponist Chopin hier eine Ein- leitung des Klaviers voraus, damit die Wertigkeit der Partner klarstellend. Aber Alan Weiss verstand es wieder hervorra- gend, die klangliche Balance zu wahren. so dass Maisky sein Spiel entfalten konn- te, im zweiten und dritten Satz auch trotz des Tempos durchaus kantabel. Mit Claude Debussys d-Moll-Sonate als Finalsstück schließlich gelang den Partnern eine sensible Wiedergabe dieses späten Werkes. Klangfarbliche Finesse von Maiskys Spiel und differenzierter Anschlag von Alan Weiß machten diese Wiedergabe zum Höhepunkt des Konzer- tes. Mit zwei Zugaben, Chopins ..Polonai- se brillante“ und Rachmaninows ..Vocali- se“, bedankten sich die beiden Solisten für den stürmischen Applaus. Arndt Voß Kammermusik von Mozart 6. Kammerkonzert der Lübecker Philharmoniker Der Große Saal der „Gemeinnützi- gen“ war am 25. Februar bei dem sechs- ten Kammerkonzert des Philharmoni- schen Orchesters Lübeck der würdige Rahmen für ein Konzert in der abwechs- lungsreichen Reihe, in der die Orchester- musiker als Solisten oder in kleinen Be- Musik setzungen zu erleben sind. Und dieser Raum bietet eine Reihe von Vorteilen ge- genüber dem Rathaussaal, in dem sonst die meisten Konzerte stattfanden, so dass er auch gleich bei dem nächsten Konzert am 25. März mit dem ..fidelio-quartett“ wieder genutzt werden wird. Es ist schon eine Gepflogenheit bei den Philharmonikern, in ihren Konzerten die Opernwerke im Theater musikalisch zu reflektieren. In diesem Kammerkon- zert taten sie es nun in der Kammerbeset- zung mit Kompositionen im Umkreis zu „Cosi fan tutte“. Das „Duo für Violine und Viola“ KV 424. eine melodische und in ihrer Ausgewogenheit zwischen den Partnern auch satztechnische Kostbarkeit, stand am Beginn eines für Musiker und Hörer anspruchsvollen Abends. Konzert- meister Carlos Johnson, der sich immer wieder solistisch präsentiert, hatte hier in Josef Ispas, dem Solobratscher des Or- chesters. einen versierten Partner. In dem nächsten Programmteil gesell- ten sich zu Ispas dann der Klarinettist Klaus Reichwein und als Gast der einzige nicht im Orchester Wirkende. der Pianist Tilman Krämer. Sie spielten das Trio Es- Dur KV 498. bekannt unter dem Namen „Kegelstatt-Trio“. Es ist eines der far- bigsten Kammermusiken Mozarts und machte in dieser Wiedergabe mit der schönen Tongebung von Ispas Viola. dem warmen Klang der Klarinette von Reich- wein und der hervorragend auf Raum und Partner abgestimmten Begleitung durch Krämer großen Eindruck. Das Quintett D-Dur KV 515 beschloss nach der Pause den reizvollen und zugleich durch die Besetzungsvielfalt ab- wechslungsreichen Abend. Besonders der Kopksatz ist in seiner Gestaltungsdichte eine herausfordernde Aufgabe, in der sich neben Johnson und Ispas Daniela Dakaj mit der zweiten Violine. Christian Jan- kisch als zweiter Bratscher und vor allem Christoph Eberwein bewährten. Gerade die Cello-Partie ist in dieser Komposition von Mozart sehr bedeutsam gestaltet. Arndt Voß Benefizkonzert der Soroptimisten International Es müssen nicht immer Anne Sophie Mutter und Lambert Orkis sein, die Beet- hovens anspruchsvolle Violinsonaten im Zyklus vorbildlich interpretieren, wie es auch Grumiaux-Haskil. Kremer-Argerich oder Schneiderhan-Kempff getan haben. Doch drängte sich ein Vergleich auf, wenn das Duo Anke Dill (Violine) und Jakob Leuschner (Klavier). beide 28 Jah- Lübeckische Blätter 2002/6 89
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