Full text: Lübeckische Blätter. 2001 (166)

ZEN iy erlich kt Vd uatiq, euille. T An. Is sich ndan halbe, ielen. ZLray. ursej. Or Eih N ny ufen. einen eglei. ntagys. Feld. I de; Kom. tlich, t ny n de; 1, die er 21 1 den mlich kkent. ILEN, est in Vie] |Ueme 'SSOrt. ür ej. 5chte K ein. Über. er. Er z En- tagg. s Ost. Para- Mar will las iz! s sich risch, "emld- ch nz ‘achte rwäg. mehke 20011z Bruno Ferrandis Es ist kein leichtes Unterfangen, aus den Bewerbern um den Posten für den neuen Lübecker Generalmusikdirektor die dafür geeignete Persönlichkeit her- auszukiltern. 15 der über achtzig Be- werber hatten die Gelegenheit, zunächst in Proben mit dem Orchester ihr Können zu zeigen. Vier Bewerber hatte man dann in die engere Wahl ge- zogen und ihnen die Möglichkeit gege- ben, sowohl in einer Opernvorstellung, wobei alle Jules Massenets „„Cendril- lon“ dirigieren mussten, als auch in ei- nem Sinfoniekonzert, das jeweils in der Reihe der normalen Abonnementskon- zerte liek und deshalb naturgemäß mit unterschiedlichem Programm aufwar- tete, inre Befähigung vor einem Publi- kum nachzuweisen. Die vier Bewerber, der Norweger Kjell Ingebretsen, der Franzose Bruno Ferrandis. der Schwei- zer Roman Brogli und der aus Dresden stammende Christoph König, zugleich der jüngste unter den Aspiranten, zeig- ten ein merkwürdig gleiches Niveau. Der Erfahrenste von ihnen, Kjell Inge- bretsen, hat allerdings inzwischen seine Bewerbung zurückgezogen, womit nur noch die Entscheidung zwischen dreien möglich ist. Aber das ist schon schwer genug. Denn dieses Amt erfordert Fähigkeiten, die weit über das hinausgehen, was in einem einmaligen Konzert oder Opern- dirigat zu beobachten ist. Auch wenn Kjell Ingebretsen Zur Wahl des GMD Christoph König der Schreiber dieser Zeilen sein Urteil nur aus der Sicht des Konzertgängers abge- ben kann, ist dort dennoch schon vieles zu sehen. Die Situation im Konzertsaal ist ungleich öffentlicher, die Anwiùärter ste- hen exponiert vor dem Orchester. So fällt auf, dass alle Dirigenten mit dem Orches- ter gut zurechtkamen, allerdings auf einer Stufe, die eher die Fähigkeit des Orches- ters bestätigte, auch mit unterschiedli- chen Dirigenten ein gutes Niveau zu er- reichen. Denn die Fähigkeit, über Hand- werkliches hinaus auch zu einer ausge- kormten und inspirierten Aussage und In- terpretation zu kommen, war bei allen Bewerbern noch wenig ausgeprägt. Das aber sollte eine der wesentlichen Voraus- setzungen für dieses Amt sein. Die Lübe- cker Philharmoniker haben in ihrer jetzi- gen Zusammensetzung einen Stand er- reicht, der sie zu großen Wiedergaben be- kähigt. Ein Rückschritt etwa durch nur schlagtechnisch sauber arbeitende Or- chesterleiter wäre zu wenig. Auch der positive Eindruck etwa, den Christoph König hinterlassen hat, der mit seinem einmaligen, rein sinfonischen Auftritt eine vergleichbar geringere Chance gehabt hat, reicht wohl noch nicht aus, ihm das Amt zu übergeben. Seine Entwicklungskapazität ist möglicher- weise groß, aber ginge doch zu Lasten des Orchesters, das mit ihm erst ein besonde- res Niveau erreichen muss. Bruno Ferran- dis und Roman Brogli sind sichere Diri- Roman Brogli Zur Wahl des neuen Generalmusikdirektors genten, besitzen aber unseres Erachtens beide nicht überragende Fähigkeiten zum Gestalten und Ausarbeiten einer Partitur. Eines sollte nicht vergessen werden: dieses Orchestern hat es besonders schwer. Es muss seine Stel- lung wie bisher gegenüber einem weitaus besser eingestuften und bezahl- ten Orchester, dem NDR-Sinfonie-Or- chester, behaupten. Mit dessen acht Auftritten pro Saison in den Abonne- mentskonzerten und weiteren zu beson- deren Anlässen hat es eine starke Prä- senz in Lübeck. Diese Situation aber schafft Konkurrenzdruck, ob man es zugeben will oder nicht. und verlangt einen Dirigenten an der Spitze der Lü- becker Philharmoniker, der das Können von Anfang an hält und mit Erfolg aus- baut. Das aber scheint uns trotz aller gezeigten Leistung bei den bisherigen Bewerbern nicht in vollem Umfang ge- währleistet. Was ist zu tun? Eine weitere Spielzeit mit neuen Probedirigaten und einer sorgfältigen Suche nach einem noch ge- eigneteren Bewerber für die Nachfolge von Erich Wächter scheint uns die bes- sere Lösung. Solch ein Jahr ohne GMD kann auch von der Programmgestaltung her interessant und abwechslungsreich sein, und die Arbeit mit unterschiedli- chen Dirigenten für das Orchester bele- bend. Arndt Voß Lübeckische Blätter 2001/5 73
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