Full text: Lübeckische Blätter. 2001 (166)

ken del tac Nich (täg Fi 1Me Der .. Pe VIari 2001| 750 Jahre St. Marien st. Marien - ein Hauptbau der Backstein-Architektur von Dr. Lutz Wilde Die Lübecker Hauptpkarrkirche St. Marien zählt zu den bedeutendsten Kir- S Q chen Norddeutschlands. Sie wurde durch die konsequente Umsetzung des LOti- schen Kathedralschemas in das hier ver- wendete Ziegelmaterial zu einem Haupt- bau der Backsteinarchitektur, der in den oroßen Kirchen entlang der Ostseeküste zahlreiche Nachtkolger fand, bei denen das in Lübeck erstmals vorgegebene System zur Anwendung kam und im Laufe der Zeit weiterentwickelt worden ist. Ein- drucksvoll und von besonderer städtebau- licher Qualität erscheint die Lage des Bauwerks aut dem höchsten Punkt des Stadthügels im Zusammenhang mit dem südlich angrenzenden Markt und dem aus mehreren Trakten bestehenden Rathaus. Zur Baugeschichte Der heutige Bau hat mehrere Vorgän- ger. Nach der Neugründung der Stadt 1158/59 gab es vermutlich zunächst ein mehr oder weniger provisorisches hölzer- nes Gotteshaus an dieser Stelle, auf wel- ches sich das überlieferte Datum 1163 be- zieht. Wohl unter dem Eindruck des seit der Grundsteinlegung durch Heinrich den Löwen 1173 im Bau befindlichen Domes begann dann gegen 1200 der Neubau der romanischen Marienkirche als dreischif- kfige gewölbte Backsteinbasilika mit Querschiff und quadratischem Chor, de- ren Abmessungen das Vorbild noch über- trafen. Allerdings ist nicht bekannt, wie deren Westteil ausgesehen hat. Wahr- scheinlich kam er gar nicht mehr zur Voll- endung, da schon um die Mitte des 13. Jahrhunderts, möglicherweise verursacht durch Schäden des Stadtbrandes von 1251, die bestehende Anlage unter Ver- wendung älterer Teile zu einer frühgoti- schen Hallenkirche mit verbreiterten Sei- tenschiffen und einem Westturm mit Sei- tenkapellen umgewandelt wurde. Die neue Raumform mit den gleich hohen Schiffen war von westfälischen Hallen dieser Zeit angeregt worden. Auch dieser Bau, der offenbar von Westen nach Osten vorangetrieben wurde und im Falle seiner Fertigstellung mit sechs Jochen Länge und geradem Chorschluss als größte Hal- lenkirche des norddeutschen Gebietes eine besondere Stellung eingenommen hätte, blieb unvollendet. Noch während der Bauarbeiten im Chor wurde die Pla- nung zugunsten einer völlig neuen Kon- zeption, die das Bild der heutigen Mari- enkirche bestimmt, aufgegeben. Seit den frühen 1260er Jahren ent- stand der hochgotische basilikale Kathed- ralchor mit Umgang und Kapellenkranz nach Vorbild der in Frankreich zu höchs- ter Vollendung entwickelten Kirchen. wo- bei hinsichtlich der Grundrissausbildung Verbindungen zu Soissons und Quimper, im Aufriss Einflüsse von Le Mans und Coutances nachzuweisen sind. Auch wird dem Baumeister der seit 1248 im Bau be- findliche Dom zu Köln, mit dem die klas- sische Gotik ihren Einzug in Deutschland gefunden hatte, nicht unbekannt gewesen sein. Zusammen mit der Südervorhalle dürfte der neue Bauteil bis etwa 1280 fer- tig gestanden haben. Danach war der Um- bau der stehenden älteren Teile nur noch eine Frage der Zeit. Offensichtlich be- gann er mit der Anlage der Westturm- front, die den stehenden Einturm einbe- zog, an dessen Seiten 1304 der Norder- turm und 1310 der Süderturm gegründet [F H5cagsVortrügs 06.02. 13.02. Alle Veranstaltungen sind öffentlich Eintritt frei - Beginn: 19.30 Uhr Theaterring Dr. Thorsten Rodiek, Direktor des St.-Annen-Museums Felix-Nussbaum-Haus von Daniel Libeskind gemeinsam mit der Overbeckgesellschaft Verein von Kunstfreunden e. V. Lübeck Friedemann von Engel, Berlin Pushkar: Kamelmarkt und Hindifest am Brahmatempel gemeinsam mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft Veranstalter: Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit Ort: Großer Saal des Gesellschaftshauses, Königstr. 5 Liederabend mit Christiane Hiemsch Der nächste Liederabend in der von der Jungen Oper Lübeck und der Gemeinnützigen Gesellschaft konzipierten Veranstal- tungsreihe findet am Sonnabend, d. 10. Februar, 20 Uhr, im Großen Saal des Gesellschaftshauses statt. Christiane Hiemsch (Mezzosopran) bringt Lieder von Brahms, Mahler, Respighi und Schumann zu Gehör. Am Flügel begleitet Clemens Wiencke. Karten im Vorverkautk im Musikhaus Ernst Robert, im Pressezentrum und im Büro der Gemeinnützigen. Die Vorstellungen für GT I und GT II „Amphitryon“ nach Kleist am 9. und 11. Februar entfallen: Alle Anrechtsinhaber haben Gutscheine erhalten, die für die laufende Spielzeit Gültigkeit haben. Es können damit auch Opern- aufführungen besucht werden, allerdings gegen Zuzahlung der Differenz zwischen Opern- und Schauspielpreisen. Lübeckische Blätter 2001/3 31
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