Full text: Lübeckische Blätter. 2001 (166)

50 Jahre Theaterring S0 Jahre Theaterring der Gemeinnützigen Es war wohl zu Beginn des Jahres 1951. dass sich der damalige Intendant unseres Stadttheaters. Dr. Christian Met- tin, an den Vorsteher Prot. Paul Brock- haus wandte mit der Frage, ob nicht die Gemeinnützige ein Theateranrecht im Schauspiel auflegen könnte, denn die Zahl der Besucher habe rapide abgenom- men. Er sah die Ursache darin,. dass die Bürger nach der Währungsumstellung an- dere Bedürfnisse nach den Mangeljahren ab 1938 befriedigen wollten. Die Vorsteherschaft hat diesem Vor- schlag zugestimmt, der damals jüngste Vorsteher. Dr. Rolf Sander, übernahm die Ausführung und leitet den Ausschuss „Theaterring“ bis heute. Es wurden zwei Schauspielanrechte autkgelegt und unsere erste Spielzeit 1951/ S2 war ein voller Erfolg. Das Opernan- recht kam mit der Spielzeit 1963/64 zu- erst mit fünk Aufführungen, heute haben wir in zwei Schauspielanrechten und ei- nem Opernanrecht mit je sechs Auffüh- rungen insgesamt I8 Autkührungen je Spielzeit. Die Entwicklung der Zahlen schwankt, z. Zt. geht sie leider zurück. Die erste Aufführung, die wir angebo- ten haben, war der „Tod des Handlungs- reisenden“ von Miller. Die Anrechtsprei- se betrugen DM 20,00, DM 16.00. DM 12.80. DM 8.80 und DM 5.00. Heute lie- gen sie bei DM 260,00 bis DM 75,00 für die Oper und DM 215,00 bis DM 90.00 für je sechs Aufführungen im Schauspiel. Unsere Anrechte waren einschließlich der Spielzeit 1961/62 ausgebucht. es gab sogar eine Warteliste. Als in der Spielzeit 1963/64 das Opernanrecht hinzukam, wa- ren die ersten Platzgruppen so gut wie ausverkauft. aber dahinter und im I. und 2. Rang gab es Leerplätze. Diese füllten wir durch Vergabe von verbilligten An- rechten an unsere Familienhelferinnen, es waren damals gut 60, von denen fast die Hälfte mit uns in die Oper gingen. außer- dem erhielten die Lernschwestern des Roten Kreuzes Freianrechte. Dazu einige Zahlen aus den letzten 25 Jahren: Spielzeit Anrechte Anrechte Schauspiel Oper 1976/77 280 300 1992/93 ZZ2 329 2000/01 176 142 Ab der Spielzeit 1995/96 begann die Zeit der Ersatzbühnen. weil das Theater restauriert werden musste. Es gab drei Spieltklächen: „Theaterhaus“ in der Dr.- Julius-Leber-Straßbe, „Der Bullenstall“ für das große Schauspiel. die „Holsten- halle‘ für die Oper konzertant. Das war für alle, Theatermacher wie Besucher, aufregend und schwierig. Als das Theater wieder an der Becker- erube war, sahen die Zahlen folgender- malen aus: Spielzeit Anrechte Anrechte Schauspiel Oper 1997/98 314 263 1999/00 1 83 221 2001/02 126 135 Unser Theaterring hat immer in Oper und Schauspiel Neues aut der Bühne un- terstützt. Dieser stetige Rückgang hat zwei Ursachen. Viele scheiden aus Al- tersgründen aus unseren Anrechten aus. Der Rückgang im Schauspiel ist auf die ausgewählten Stücke und insbesondere deren für viele Besucher abweisende Ins- zenierungen zurückzuftführen., wie z. B. die Inszenierungen des derzeitigen Ober- spielleiters, Herrn Göber, im Falle von Kleists „Amphitryon“ oder Büchners „Dantons Tod‘. Bei der Oper liegt es an zuviel unbekannten Werken. In der lau- fenden Spielzeit haben wir einen weite- ren Rückgang um 20 %, den auch die Besucherringe und das Theater selbst wohl haben. Wir hoffen, dass unser Theater sich vom ,Regietheater“ wieder zum „Auto- rentheater“ zurückverwandelt. denn The- ater ist immer im Wandel begrifken! Das Theatertaxi Es war immer ein Problem., vor allem für unsere älteren Mitglieder: Wie kom- me ich gut nach Hause? Da gab es bei uns eine Spielzeit, in der wir einen Bus gemietet haben., der ei- gene Haltestellen hatte. Er fuhr erst das Mühlentor ab. dann das Burgtor, Fahrt- dauer bis zu 45 Minuten. Im Jahr 1977 hatten wir die Lösung gefunden. Man konnte ein , Theatertaxi-Anrecht“ bei uns abschließen, d. h. man konnte für Hin- und/oder Rückfahrt ein Theatertaxi buchen. Wir hatten bis zu 108 Taxi-An- rechte. Das hat über 25 Jahre gut funk- tioniert, bis endlich vor einigen Jahren das Theater einen eigenen Abholdienst einrichtet, der unser Taxi-Anrecht über- flüssig machte. Die Zusammenarbeit mit den Funktaxen war hervorragend, auch hier herzlichen Dank. Das Parkproblem Schon im Herbst 1995 hat sich der Theaterring an die Bühnen Lübeck ge- wandt mit der Bitte. das Parkproblem zu lösen, aber ohne Erkolg. Dann ist es uns gelungen, in Verhandlungen mit der Kar- stadt AG zu erreichen, dass sie ihr Park- haus Mengstraße für die Nachtschwärmer und Theaterbesucher öffnete, also ab der Spielzeit 1995/96. In der ersten Spielzeit mussten wir die Kosten für einen Wach- mann tragen, aber ab der nächsten Spiel- zeit entfiel der Betrag. Das Parkhaus ist durchgehend geöffnet. Das ist eine große Erleichterung für alle, die mit dem eige- nen Wagen ins Theater fahren. Der Kar- stadt AG sei herzlich gedankt. Herzen fürs Theater Die Restaurierung unseres Stadtthea- ters hat ungefähr 60 Millionen DM ge- kostet. Auch wir wollten gerne einen Bei- trag dazu leisten. Zuerst dachten wir an eine Lotterie ähnlich der .Jubelkugel“, mit der die Gemeinnützige und fast alle Lübecker Vereine die 700 Jahre „Reichs- freiheit‘ 1926 finanzierten. Bei einem Besuch in Kiel bei dem zuständigen Sachbearbeiter wurde uns klar, dass es nicht zu verwirklichen war. Schon auk der Rückfahrt wurde der Gedanke geboren, „Herzen für das Theater“ zu verkaufen. Gemeinsam mit den Besucherringen und der Theatergesellschaft wurde dieser Plan verwirklicht. Dann konnte Dr. R. Sander an die Vor- sitzende der Theatergesellschaft, Frau Tollgreve, einen Scheck über DM 22.000,00 und einen weiteren über DM 8.000.00 im Namen der Sparkasse zu Lü- beck überreichen, außerdem schenkte die Gemeinnützige weitere DM 10.000,00 für die Restaurierung. Der Gesamtbetrag sollte für die Neubestuhlung verwandt werden. 306 Lübeckische Blätter 2001/19 Die § hat 5.00 das v D schu: sich konn ke n „„JCh von | hat si aterri spiel ergelr im Ja ter, d veml Li 01. Ü stirb Vere Diet: D tiviti welt. künc T ten . unte statt! 05. I Hani Qual Bete enbr mini 63 ! entg SPD men 07. City 09. Frer Kna Lübec
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