Full text: Lübeckische Blätter. 2000 (165)

Bürgergast der Gemeinnützigen Der Denkmalpflege in Lübeck und Danzig aut der Spur Ewa Barylewska-Szymanska war für drei Wochen Bürgergast der Gemeinnützigen Für drei Wochen war Ewa Barylews- ka-Szymanska im Juni dieses Jahres Bür- gergast der Gemeinnützigen Gesell- schaft. Die Kunsthistorikerin ist seit zehn Jahren Leiterin des Uphagenhauses in Dantig, eines in den vergangenen Jahren wiederaufgebauten Bürgerhauses aus dem 18. Jahrhundert. Es ist Teil des Hi- storischen Museums der Stadt. Ewa Bary- lewska-Szymanska studierte bis zur Zwi- schenprüfung in Köln und legte ihr Magi- sterexamen in Warschau ab. Ihr Lübeck- Besuch galt insbesondere dem Sammeln von Materialien für ihre Dissertation, die sich mit dem Thema beschäftigt: ,Die Geschichte der Denkmalpflege in Danzig - 19. und 20. Jahrhundert bis 1945 - im Vergleich zu Lübeck. “ Im folgenden Beitrag fasst sie ihre Eindrücke von Begegnungen, Erlebnissen und Erkenntnissen während ihres Lü- beck-Aufenthalts zusammen. Die Einladung der Gemeinnützigen nahm ich mit wahrer Freude entgegen. An dieser Stelle möchte ich Frau Renate Menken, Direktorin der Gesellschaft. wie auch Herrn Dr. Rolt Sander und al- len Damen und Herren von der Gesell- schaft danken. Ich konnte während mei- ner Arbeit in der Lübecker Bibliothek und im Archiv feststellen, was für eine wichtige Bedeutung für die Kultur der Stadt diese Institution hatte und weiter hat. Das über 200-jährige Bestehen die- ser Gesellschaft, die Herausbildung der Tochtergesellschatten. sind imposant. Manche Aspekte ihrer Tätigkeit (hier vor allem die Sorge um Lübecker Denkmäler und heimische Denkmalptlege) habe ich untersucht. Als ich kam, war Lübeck für mich kei- ne tremde Stadt. Ich habe sie schon früher kennen gelernt und lieb gewonnen. Eine wunderbare Stadt mit einer großen Zahl mittelalterlicher Bürgerhäuser, Klöster und Kirchen. jedoch mit beklagenswerten Kriegsverlusten. Für eine Person, die in Gdansk (Danzig) der Nachkriegszeit groß geworden ist. und die ihre Berufsinteres- sen den historischen Gebäuden widmet, ein wahres Erlebnis. Als Gast der Ostsee- akademie hatte ich schon 1994 und 1999 die Altstadt besichtigt, immer etwas in Eile, obwohl letztens hervorragend von Frau Doris Mührenberg geführt. Diesmal konnte ich mir etwas mehr Zeit für das Wandern durch Lübeck nehmen,. obwohl auch nicht lange genug, da mein Alltag, worüber nochzu berichten ist, anders or- ganisiert werden musste. Es blieben je- doch Wochenenden, an denen die Herren Dr. Rolf Sander, der meinen Autkenthalt mit großem Engagement betreut hatte, Christoph Deecke (eine Lübecker Familie seit Generationen, was ich in den Unterla- gen der Bibliothek keststellte) mein lieber und sorgfältiger Gastgeber, von Beruf ein Architekt. der viel auch mit historischer Bausubstanz arbeitet, und Manfred Finke, der Lübeck kennt und liebt. mich beglei- tet haben. Jeder der Herren zeigte mir ein etwas anderes Lübeck. Diese Wanderun- gen, verbunden mit dem Kommentar, wa- ren mir sehr wichtig und haben mir sehr viel gegeben. Bei dieser Gelegenheit wur- de ich in historische Innenräume eingela- den, die oft Privatpersonen oder Organi- sationen gehörten und ohne freundliche Hilke für mich verschlossen geblieben wären, dessen Kennenlernen jedoch für meine Arbeit von großem Interesse war. An dieser Stelle will ich herzlich Frau Dr. Helga Carstensen (die mir ihr Haus in der Hundestraße zeigte), Frau und Herrn Dr. Hackmann (die, wie seit Jahren, mir ihre Freundschaft entgegenbrachten), Dr. Arno Probst (in der Alfstraße, der mir das schöne Bürgerhaus vom Keller bis zum Dachstuhl gezeigt hat) und anderen freundlichen Gastgebern, die für mich ihre Zeit zur Verfügung stellten, danken. Jeden Tag konnte ich im Zimmer, das im Dachgeschoss gelegen war, in der Glockengießerstraße im Hause von Herrn Deecke erwachen und mich an dem Aus- blick in den Füchtingshot erfreuen (wenn man sich etwas aus dem Fenster beugte, konnte man auch die Türme von St. Jakobi sehen. Die Tage waren sehr ausgefüllt, die Vormittage waren entweder dem Denk- malptlegeamt (wo ich mit Hilke von Frau Dr. Irmgard Hunecke rechnen konnte), oder dem Archiv der Hansestadt Lübeck (wo Frau Dr. Antjekathrin Graßmann mich eingeführt hatte) vorbehalten, nach- mittags besuchte ich die Stadtbibliothek (wo ich ohne Hilke von Herrn Dr. Robert Schweitzer und Herrn Gerd Lojewski be- stimmt nicht zurecht gekommen wiäre). Da ich auch Bücher mit nach Hause neh- men konnte, waren die Abende der Arbeit gewidmet. Die Bücherei der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätig- keit stellte mir ihre Bestände auch zur ständigen Benutzung, hier konnte ich y Rat die immer hilfsbereite Frau Ingeborg Mehler bitten. Erst nach meiner Rückreise konnte ich richtig beurteilen, wieviel Materia] ich doch während dieser kurzer Zeit Le- sammelt hatte. Meine Untersuchungen was das Sammeln vom Material gr. schwerte, gingen in zwei Richtungen. Ei- nerseits konzentrierte ich mich auf Mate- rialien kür meine Dissertation. Hierzy konnte ich sowohl viele Artikel und Bü- cher zur Denkmalpklege im 19. Ih. in Li. beck sammeln. Ich konnte mir auch ayf Grund von Archivalien (Archiv der Han- sestadt Lübeck) und einiger Aufsätze ein vorläufig unkomplettes Bild des 20. Ih. (bis 1945) verschaffen. Das Sammeln de; Unterlagen zu diesem Themenbereich konnte nicht abgeschlossen werden. Anderseits ist von großem Interesses für meine Berufksarbeit das Thementelq der Geschichte des Bürgerhauses im Ost- seeraum. Hierzu war für mich seit langer Zeit sehr wichtig das in Lübeck model]- haft durchgeführte Forschungsprogramm zum Thema des Lübecker Bürgerhauses. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, persönlich die Teilnehmer des Programms kennen- zulernen oder sie wiederzusehen, und mich mit ihnen über das für Gdansk Le- plante Programm (Monographie des Dan- ziger Bürgerhauses im I18. Ih.) und die zwei wissenschaftlichen Konkerenzen dem Themenkreis Bürgerhaus im Ostsee. raum gewidmet (im November 2000 und 2002), zu unterhalten. Die Zeit stellte mir Herr Dr. Rolf Hammel-Kiesow zu Verfü- gung. Ich konnte auch die, während sei- ner Arbeit in Lübeck gesammelten Unter- lagen von Herrn Architekt Jens Holst ken- nen lernen und seine Vorschläge für mei- ne weiteren Untersuchungen bekommen. Auch Frau Architektin Margrit Christen- sen konnte mir bei dem Weiterkommen meiner Arbeit behilflich sein. Die Biblio- thek von Herrn Architekt Christoph Dee- cke mit vielen architektonischen Werken zum Lübecker Bürgerhaus stand mir auch jederzeit zur Verfügung. Ich sammelte so- wohl allgemeine Aufsätze zur Entwick- lung des Lübecker Stadtwohnhauses, aber mein Hauptinteresse galt dem 18. Jahrhundert. Leider gerade diese, für mei- ne Arbeit so wichtige Zeitperiode, wartet noch in Lübeck auf die Bearbeitung. 250 Lübeckische Blätter 2000/16 . poch ich gjörn R. K vorwiegen hunderts b Ich ko für den g wähnten N (hier habe cche Anzel kuranzkas: nen). 50 Ja Der Lübec Der Lü diesem Jal Seit seine durch den widmet er spruchsvol Berücksict ratur der EF hunderts. Konzer men, zahlr folgreiche ben - zul Sonderprei „Smetana-l tomys] (Ts kalische L semi-prokte Sängern be Lübeckische BI
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