Full text: Lübeckische Blätter. 2000 (165)

Literaturmuseum der Zukuntktt Das neue Buddenbrookhaus: Literaturmuseum der Zukunkt Anlässlich des 125. Geburtstags Tho- mas Manns Buddenbrookhaus nach fast einjährisem Umbau mit einem Festakt im Theater Lübeck wieder eröff- net worden. Bei der Vorstellung der neuen ist das Ausstellungen und Veranstaltungsmög- lichkeiten betonte Kultursenator Meyen- borg: „Wir freuen uns, dass die Kultur- stiftung mit der Neugestaltung des Bud- denbrookhauses einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturstadt Lübeck lei- sten konnte. Thomas Mann und die Lite- ratur sind ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Profils unserer Stadt.“ Dr. Hans Wißkirchen, Leiter des Heinrichrund-Thomas-Mann-Zentrums, präsentierte gemeinsam mit seinen Mitar- beitern die neuen Ausstellungen des Hau- ses und formulierte seine Zielsetzung: „Wir möchten mit dem neuen Budden- brookhaus ein Literaturmuseum der Zu- kunft an historischem Ort sein. Der Um- bau des Hauses mit den Ausstellungen, die zum Lesen, Hören und Sehen einla- den. dokumentiert, dass das Heinrich- und-Thomas-Mann-Zentrum die heutigen Möglichkeiten der Literaturvermittlung nutzt und neue Wege beschreitet.“ Der Umbau des Buddenbrookhauses und die Gestaltung der Ausstellungen, die zusammen rund fünf Mlillionen Mark kosteten, wurden vom Studio An- dreas Heller geleitet. Andreas Heller be- tonte: „Die enge Zusammenarbeit zwi- schen Wissenschaftlern, Architekten, Designern und Marketingexperten hat es ermöglicht, dass wir ein Haus für Lite- ratur modernster Prägung geschaffen ha- ben.“ Als einziges weltweites Literaturpro- jekt der Expo 2000 entwickelte das Hein- richrund-Thomas-Mann-Zentrum ein Modell der Literaturvermittlung für das 21. Jahrhundert exemplarisch anhand Thomas Manns nobelpreisgekröntem Ro- man „Buddenbrooks“. In der Ausstellung „Die Budden- brooks - ein Jahrhundertroman“ können die Besucher in zwei am authentischen Ort liegenden Räumen, dem ,. Speisesaal“ und dem „Landschaftszimmer“, wo zen- trale Szenen des Romans spielen, eine li- terarische Inszenierung erleben. Sie kön- nen Blüte und Verfall der Romanfamilie Buddenbrook in diesen Räumen nach- vollziehen. Ziel ist dabei nicht die Rekon- struktion der historischen Räumlichkej. ten. Vielmehr soll anschaulich die literarj. sche Verwandlung, die sie im Roman er- kahren, präsentiert werden. Die Budden- brooks kehren so an den Hauptschauplat, ihrer Handlung zurück: In das Haus in der Mengstraße. Die Ausstellung ist in drei Bereiche gegliedert: Der Bereich Romanentste. hung widmet sich der Buchgeschichte des Romans sowie der persönlichen Situation Thomas Manns, als er den Roman zy schreiben begann, der ihn weltweit be- kannt machte. 419 Personen porträtierte Thomas Mann in „Buddenbrooks“ - ihre Vorbilder und ihre literarische Verwand- lung kann man in der neuen Ausstellung entdecken. Die Abteilung „Weiterdich- tungen des Romans“ umfasst Übersetzun- gen und Hörspiele, Theaterinszenierun- gen und Musik, aber auch Kurioses wie das höchst eigenständige Fortschreiben des Romans durch die Familie Mann in fingierten Briefen und Familiensagas. Die filmischen Adaptionen des Romang werden gegenübergestellt. Ein virtueller Raum eröffnet abschließend die Möglich- keit, an der unabschließbaren Lesege- Original- ansicht des Musikzim- mers im Budtcden- brookhaus aus dem Jahre 1924 204 Lübeckische Blätter 2000/13 - schichte teilzunel Weit Ausstell stellerfai jie Man; scher Ze wieder t staunlick nicht nu dern auc und Filn einander Buddent umkasset Mann, d araphien fach unt sowie TO Zusal 550 Qua die Liter lichster I lungen - Fotos. M auch Hö! Compute wollen r Vergnügc Erlebnis auch zun sen kann sen kann Buddenb Tradition nung einc begonner chen war In dez wählten brooks“ ] terarisché rensuche Durct beitsSmög chen For entsteht e mgänglic kunkt einc Auseinan Mann ern Der V eine verb: gen Akti mas-Man lungen, Veranstal! schaftlich Fitz der I finieren d denbrook! sten Liter Lübeckische I
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