Full text: Lübeckische Blätter. 1999 (164)

n V ' den n ki sche; Nan dey L de ini Itzeh 1 Le; Jeqt ne fi dey Zeley aulich n den Piep 1: „Ui /1950 H sSSend) erk“ r 19911 Er hat Schaden genommen. .Der Ko- bers, Lübecks zweifellos schönster Platz, dessen städtebauliche und archi- tektonische Qualität auch in Nord- deutschland beispiellos sein dürfte“, so Bausenator Volker Zahn im April 1993 bei der Vorlage der Wettbewerbsergeb- nisse zur Neugestaltung des Kobergs in Heft 29 der Reihe „Lübeck plant und baut“, droht jetzt schon wieder herunter- zukommen. Das gilt im Großen wie auch im Kleinen. Bei der erfolgten Ausschreibung war noch viel Euphorie verbreitet worden. Der Vorgänger des jetzigen Bausenators, der nach Berlin gegangene Hans Stim- mann, hielt im August 1990 den Zeit- punkt kür den Wettbewerb für denkbar eünstig und schrieb in Heft 22 der Reihe „Lübeck plant und baut“: „Die Lübecker Bürgerschaft hat noch in ihrer Sitzung im Juni mit dem Grundsatzbeschluß, die Altstadt weitestgehend verkehrsfrei zu halten und dabei auf ein Angebot öffent- licher Parkplätze innerhalb der Altstadt zu verzichten, die entscheidenden Grundlagen für eine der Bedeutung des Der Koberg hat Schaden genommen - im Großen, im Kleinen per Koberg hat Schaden genommen - im Großen, im Kleinen Platzes entsprechende Gestaltung ge- schaffen.“ Mit dem endgültigen Scheitern der so- genannten „autofreien Altstadt“ im letz- ten Jahr - im Einvernehmen mit den In- itiativen für eine autofreie Aktstadt ~ wur- den auch die „entscheidenden Grundla- gen“ für die Neugestaltung des Kobergs wieder entzogen. Nur: Die Neugestaltung des Platzes war inzwischen abgeschlos- SEN. Jetzt donnern wieder die Automobili- sten mit ihren Karossen von der Großen Burgstraße im Durchgangsverkehr über den schon ziemlich ruhig gewordenen Koberg zur Breiten Straße und weiter zur Beckergrube und zum Nolstentorplatz. Und kürzlich hat die Stadtverwaltung auch das erste Mal den Koberg wieder of- kfiziell der Bequemlichkeit wegen zum Autoabstellen freigegeben - das hat Vor- bildcharakter. Der Charakter aber von „Lübecks zweikellos schönstem Platz“ wird im Gro- Ben wieder zerstört. Da mag es eigentlich schon unbedeu- tend sein, ja unverhältnismäßig, auf dann . Kobers nach Süden, um 1820: links das Heiligen-Geist-Hospital, in der Mitte die Jakobi-Kirche, rechts die Häuserzeile mit der j schiffer-Gesellschaft, auf dem Platz die Wache und das Burrecht sowie der Brunnen eher kleine Bauausführungsschwächen, auch inzwischen eingetretene ,„Abnut- zungserscheinungen“ hinzuweisen. Aber vielleicht sollte - in Anbetracht der bald wieder erwarteten Touristenströme - zu- mindest hier im Kleinen Abhilfe geschaf- ken werden, wenn schon der große Wurf doch nicht gelungen ist. Besonders hat der Brunnen gelitten. Der Sandstein-/Granit-Sockel ist an den spitz zulaufenden Enden abgeschlagen. Und der eigentliche Brunnenkörper hat durch kräftigen grünen Moosbewuchs seine ehemals freundliche hellgelbe Leuchtkraft völlig verloren. Unfachmännisch ist die dürftige Befe- stigung der Sitzbänke auf dem Pflaster. In geradezu kleinstbürgerlicher Weise sind den „Bürgermeisterbäumen“ auch noch billse Waschbetonkübel hinzugefügt worden. Höhepunkt der Verunstaltung sind die Abfalleimer. Aber auch ein architektonischer Miß- griff trübt die Gestaltung. Die „Neue Wa- che“ ähnelt in der ausgeführten Weise eher einem Schuppen. Bernd Dohrendort Lübeckische Blätter 1999/6 81
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