Full text: Lübeckische Blätter. 1999 (164)

LÖBECKISCHE BLÄT TER 4. Dezember 1999 . Heft 20 . 164. Jahrgang j Beratungsversammlung 1999 Zahlreiche Tagungsordnungspunkte Die am 24. November zusammen versammlung (Mitgliederversammlung) der Lübeckischen Ge- sellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit genehmig- te die von der Vorsteherschaft (Vorstand) vorgelegte und vom Finanzwart Eberhard Gaese vorgetragene Haushaltsabrechnung für das Jahr 1998 Die Bilanz zum 31. 12.1998 weist auf der Ak- tivseite und auf der Passivseite jeweils die Summe von I] 632 392,27 Mark. aus. In der Gewinn- und Verlustrechnung kür die Zeit vom 1.1. bis 31.12.1998 steht in den Aufwendungen und den Erträgen bei einem geringen Überschuss jeweils die Sum- me von 2 973 012,50 Mark. Mit diesen Ergebnissen wurde die Vorsteherschaft entlastet. gekommene Beratungs- Auch den vom Vorstand vorgelegten und vom Stellvertre- tenden Direktor Hans-Helmke Goosmann erläuterten Haus- haltsvoranschlag kür das Jahr 2000 genehmigte die Mitglieder- versammlung ohne Änderungen. Er sieht Aufwendungen und Erträge von jeweils 2 594 870 Mark vor. Bei den Wahlen zur Vorsteherschaft gab es zu den vom Vor- stand zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitgliedern keine wei- teren Kandidaturen für die ab 1.1.2000 wiederzubesetzenden Positionen. Für 3 Jahre wurde die Direktorin Renate Menken erneut in dieses Amt berufen. Und kür jeweils 6 Jahre wählte die Versammlung Renate Blankenburg, Boto Kusserow sowie Hel- mut Wischmeyer wieder in das Leitungsorgan. Über den Erwerb des Grundstückes Glockengießerstraße 44 und die Sanierung des darauf stehenden Gebäudes durch die „Gemeinnützige Gesellschaft“ unterrichteten die Vorsteher Helmut Wischmeyer und Justus Deecke. So sprächen einmal denkmalpklegerische Gründe für diese Maßnahme; gleichzeitig werde dadurch die bereits früher durch die „Gemeinnützige“ erfolgte Sanierung der benachbarten Gebäude 46 und 48 gesi- chert. Dann sei die Maßnahme ebenfalls sinnvoll, weil Wohn- raum im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus geschaffen werde - damit würden auch Ziele der „Gemeinnützigen“ verwirklicht. Einem Antrag der als Verein bereits eingetragenen Archäo- logischen Gesellschaft in der Hansestadt Lübeck zur Aufnahme als Tochterverein in die Muttergesellschaft entsprach die Bera- tungsversammlung. Aus der Beratungsversammlung heraus wurde auf die Ent- wicklung der Freilichtbühne hingewiesen. Die dort auch spielende Sommeroperette könne Schwierigkeiten bereiten. Es müsse das Ende der Sommeroperette befürchtet werden. Die Direktorin sagte zu, dass die Vorsteherschaft in dieser Angele- genheit recherchieren werde. d Zeitschrift der Gesellschaft zur Beförderung g emeinnütziger Tätigkeit Stiftungsfest 1999 Unternehmen oder Unternehmung Immerhin das 210. Stiftungsfest feierte die zunächst als Lit- terärische Gesellschaft 1789 in Lübeck gegründete Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit am 19. November in den verschiedenen Räumen des gesellschaftseigenen Hauses. Eingeleitet wurde das Jahres-Fest mit einem kleinen Ba- rockkonzert der Streicher des Jungen Kammerorchesters der Lübecker Musikschule der „Gemeinnützigen“ unter der Lei- tung von Britta von der Lippe jedoch in der dem Gesellschafts- haus unmittelbar gegenüberliegenden Jakobi-Kirche: das Or- chester spielte ein Konzert für vier Geigen von Georg Philipp Telemann und ein Concerto grosso von Georg Friedrich Händel sowie einen Kanon mit Orgel-continuo von Johann Pachelbel. Im Gesellschaftshaus selbst gab dann der Schriftwart der Vorsteherschaft, Dr. Boto Kusserow. durch seinen Jahresbericht einen Überblick über das Wirken der „Gemeinnützigen Gesell- schaft“ auf den verschiedenen Gebieten im vergangenen Jahres- zeitraum (siehe Jahresbericht auf Seite 306). Im Zusammen- hang mit der Darstellung der sozialen Arbeit der Gesellschaft übte er Kritik an der roten-grünen Bundesregierung. Nach dem Überwechseln vom den Restauranträumen in den Großen Saal, in dem es an den festlich gedeckten Tischen auch das abendliche Menü gab, begrüsste die Direktorin Renate Menken die zahlreich erschienenen Mitglieder der „Gemein- nützigen“ und die Gäste; für die Hansestadt Lübeck war die Er- ste Stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Beate Hoffmann LE- kommen. In der traditionellen Tischrede zeigte die Direktorin die Ent- wicklung der festen durch die „Gemeinnützige“ geschaffenen Arbeitsplätze für Arbeitnehmer und die Funktion dieser Gesell- schaft als Arbeitgeber in der Stadt mit jetzt insgesamt 369 Be- schäftigten in allen Einrichtungen auf (siehe Tischrede auf Seite 312). Sie bezeichnete die Vereinigung als „Unternehmen Ge- meinnützige“. Für ihren beispielhaften Einsatz in der hiesigen Kranken- und Altenhilfe wurden dann Marianne Kummrow und Harald Romeikat von der Direktorin mit der Denkmünze der Gesell- schaft ausgezeichnet (siehe Laudatio und Urkunde auf Seite 311). Diese goldene Medaille erhielt aus der Hand der Direktorin auch Volker Strauss für sein langes und bis heute andauerndes Wirken in verschiedenen Aufgabengebieten bei der Lübecker Niederdeutschen Bühne (siehe Laudatio und Urkunde auf Seite 311). d Abbildung auf der Titelseite: Puppenbrücke, Vase ,, Wissenschaften und Künste “ von 1776, Tafel mit der Inschrift ,, POSTERITATI ANNO MDCCLXXVI “ (siehe dazu den niederdeutschen Beitrag „Poppen “ auf Seite 202) 1999/19 | Lübeckische Blätter 1999/20 301
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