Full text: Lübeckische Blätter. 1999 (164)

Naturschutz- und Landschaftspflege-Gebiete in Lübeck einschließlich Wild- und früherer Kultur- formen wirtschaftlich genutzter oder nutzbarer Tier- und Pflanzenarten, dienen und - beispielhaft der Entwicklung und Er- probung von die Naturgüter besonders schonenden Wirtschaftsweisen dienen. Die Biosphärenreservate sind eine neue Form des Natur- und Landschafts- schutzes. 4. Landschaftsschutzgebiete Landschaftsschutzgebiete sind rechts- verbindlich festgelegte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft - zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaus- halts oder der Nutzungskähigkeit der Na- turgüter, - wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes oder - wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung erforderlich ist. Gebiete können durch Verordnung der unteren Naturschutzbehörde - das ist im Gebiet der Hansestadt Lübeck der Bür- germeister der Stadt - zu Landschafts- schutzgebieten erklärt werden. Aut dem Gebiet der Hansestadt Lü- beck gibt es 12 Landschaftsschutzgebiete. 5. Naturdenkmale Naturdenkmale sind rechtsverbind- lich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz - aus wissenschaftlichen, naturgeschicht- lichen oder landeskundlichen Gründen oder - wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist. Einzelschöptfungen können durch Ver- ordnung der unteren Naturschutzbehör- den zu Naturdenkmalen erklärt werden. Aut dem Gebiet der Hansestadt Lü- beck gibt es 68 Naturdenkmale. 6. Geschützte Landschatftsbestandteile Geschützte Landschaftsbestandteile sind rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft. deren beson- derer Schutz - zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, - zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbilds oder - zur Abwehr schädlicher Einwirkungen erforderlich ist. Landschaftsbestandteile können durch Satzung der Gemeinde, solange und soweit im Außenbereich die untere Naturschutzbehörde Anordnungen tref- fen will, durch ihre Verordnung zu Ge- schützten Landschatktsbestandteilen er- klärt werden. Auf dem Gebiet der Hansestadt Lü- beck gibt es 6 Geschützte Landschafts- bestandteile. 7. Naturparke Naturparke sind einheitlich zu ent- wickelnde und zu pflegende Gebiete, die - großräumig sind, - überwiegend Landschaftsschutzgebie- te oder Naturschutzgebiete sind, - sich wegen ihrer landschaftlichen Vor- aussetzungen für die Erholung beson- ders eignen und -nach den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung oder Landesplanung für die Erholung oder den Fremdenverkehr vorgesehen sind. Naturparke werden durch die oberste Naturschutzbehörde durch besondere Erklärung ausgewiesen. In der Nähe der Hansestadt Lübeck sind im Norden der Naturpark ,„Holstei- nische Schweiz“ und im Süden der Na- turpark „Lauenburgische Seen“ zu sol- chen Einrichtungen erklärt worden. 8. Naturerlebnisräume Naturerlebnisräume sollen den Besu- chern ermöglichen, Natur, Naturzusam- menhänge und den unmittelbaren Ein- fluß des Menschen auf die Natur zu er- kahren. Naturerlebnisräume werden auf An- trag eines Trägers von der obersten Na- turschutzbehörde oder mit ihrer Zustim- mung auch von der unteren Naturschutz- behörde anerkannt. Vorrangige Flächen für den Naturschutz Wie sich in der Vergangenheit ge- zeigt hat, können die oftmals isoliert in der Landschaft liegenden Schutzgebiete das Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenarten allein nicht gewährleisten. Zur Sicherung einer artenreichen, viel- fältigen Landschaft bedark es zusam- menhängender Lebensräume. Dem trug der Gesetzgeber Rechnung, indem er vorgibt, daß auf einem Teil der Landflä- che ein Vorrang für den Naturschutz zu begründen ist. So wird im Umweeltatlas der Hansestadt Lübeck dieses zusätzli- che System erläutert. Auf mindestens IS Prozent der Lan- desfläche ist ein Vorrang für den Natur- schutz zu begründen. Die Gemeinden haben bei ihren Planungen im Rahmen überörtlicher Abstimmung sicherzustel. len, daß dafür die geeigneten Flächen des Gemeindegebiets vorgesehen wer-. den und das Biotopverbundsystem ver- wirklicht werden kann. Vorrangige Flächen für den Natur- schutz sind - gesetzlich geschützte Biotope, - Nationalparke, Naturschutzgebiete und Geschützte Landschaftsbestandteile sowie Gebiete und Flächen, die die Vor- aussetzungen für eine Unterschutzstel- lung erfüllen, - Entwicklungsgebiete oder -flächen für Nationalparke, Naturschutzgebiete und Geschützte Landschaftsbestandteile sg- wie gesetzlich geschützte Biotope und - Biotopverbundlklächen. In der Regel bilden Naturschutzge- biete die Kernzonen der vorrangigen Flächen für den Naturschutz. Mit Hilfe von Maßnahmen des Naturschutzes sind bestimmte Gebiete, die noch nicht die für einen wirksamen Schutz erforderli- che Größe besitzen, um geeignete Berei- che zu erweitern (Entwicklungsgebiete oder Entwicklungsfläichen) oder be- stimmte Gebiete durch andere ökolo- gisch bedeutsame oder sonst geeignete Flächen so miteinander zu verbinden, daß zusammenhängende Systeme entste- hen können (Biotopverbundlflächen). Die Biotopverbundflächen sind durch örtliche Verbundstrukturen wie Knicks. Raine, Gewässer-, Weger oder Straßen- randstreifen zu ergänzen. Vorrangige Flächen sind in den Landschaftsranmenplänen und in den Landschaftsplinen sowie in den Flä- chennutzungsplänen und in den Regio- nalplänen entsprechend ihrer Funktion darzustellen. Sie entwickeln über die nach dem Landesnaturschutzgesetz ge- schützten Gebiete hinaus aber keine rechtliche Wirkung. E Die „Lübeckischen Blätter“ werden in der nächsten Zeit in lockerer Folge die sich auf dem Gebiet der Hansestadt Lü- beck befindlichen Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete sowie Na- turdenkmale und Geschützten Land- schaftsbestandteile vorstellen und unter anderem auch Hinweise auf Wanderwe- ge geben. d 118 Lübeckische Blätter 1999/8 - Bör „Ba Je auch: gung oder I Und ohne W wort nungt gepric „Länz nicht wenn Fehle nicht sprecl Helm kenkr (Pron schak! in seil der V. Autor und ir vielen Lübec schick te Sei De leitun Mach ver G Bereit wollte nem . mache wilhe die Er storisc scher „Scho M! pflege mals hausb. gewes rokrat Stadte derten zum , kenne Nur k Richti kestzu sagen: müsse „Rette wegte Lübecki:
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