Full text: Lübeckische Blätter. 1999 (164)

50 Jahre in der Vorsteherschaft der „Gemeinnützigen“ 50 Jahre in der Vorsteherschaft der „Gemeinnützigen“ Am 31. März dieses Jahres gehört Herr Dr. Rolf Sander fünf- zig Jahre der Vorsteherschakt an. wenn auch die letzten zehn Jahre nur als ständiger Beisitzer, aber immer anreg gend, beob- Ein halbes Jahrhundert dem Vorstand einer Gesellschaft wie der unseren anzu- gehören ist gewiß einmalig und dürfte auch in Zukunft schwerlich überboten werden. Wie war es denn 1949, als wir uns noch die „Eingeborenen von Trizone- sien“ nannten, zwei Monate vor der Ver- kündung des Grundgesetzes? Seit wann sind Sie Mitglied der Gesellschaft, und wer schlug Sie zur Wahl in die Vorsteher- schaft vor? Mitglied bin ich seit dem I. Januar 1948. Mich hat eines Morgens der Rechtsanwelt und Notar Dr. Adolf Ihde, der erste Direktor nach 1945, gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in der Vorsteher- schaft der Gemeinnützigen mitzuar- beiten. So ist es dann zu dem Vorschlag gekommen, mich in die Vorsteherschaft zu wählen. Wir trafen uns eines Morgens auf unserem Weg zu unseren Arbeitsstel- len, er in seinem Büro in der Spar- und Anleihekasse und ich auf dem Weg zum Gericht am Burgtor. Auf diesem Wege hat er mir dann diese Frage gestellt, und ich habe bejaht. Ich glaube, eine Ihrer ersten Ideen war die Gründung des Theaterringes? Eine der ersten Aktivitäten war eigent- lich die Einrichtung eines Lese- und Besprechungszimmers im heutigen Vor- steherzimmer. Die Möbel wurden von den Lübecker Meisterwerkstätten, die von der Gemeinnützigen mitgetragen wurden, geschaffen. Das war damals ganz dringend, weil die vielen Neubürger froh waren, einen Raum zu haben, in dem sie zu Aussprech- und Vortragsabenden kom- men konnten. Danach, im Jahr 1951, wur- de der Theaterring gegründet. Die Anre- gung kam von Professor Paul Brockhaus, und ich habe dann die Sache durchführt und den Theaterring bis heute geleitet. Damals trat der Intendant, Dr. Mettien, an uns heran, weil das moderne Schauspiel nach der Währungsreform keine Zu- schauer mehr fand. Er brauchte die Zu- Dr. Rolf Sander achtend und ratgebend. Aus diesem Anlaß haben die Lübecz. schen Blätter das kolgende Gespräch mit Dr. Rolf Sander Le. kührt. schauer, und wir haben zwei Schauspig]. anrechte eingerichtet, und die Kammge;. spiele waren für zehn Jahre ausgebucht. Seit 1952 gibt es die Mütterschule, yy, sere Gesellschaft übernahm sie 1954. my, kam es dazu, und wann konnte die Mütte,. schule ihre Arbeit in der Jürgen-Wulle,, wever-Straße aufnehmen? Die Lübecker Mütterschule wurd, von einem Konsortium getragen, in den auch die Stadt vertreten war. Die Stach suchte einen Träger und wandte sich aq die Gemeinnützige Gesellschaft, die dan die Trägerschaft übernommen hat. N, Haus in der Jürgen-Wullenwever-Straß; wurde 1959 von uns erworben. Das wy uns möglich, weil der Nachbar, der Kayt. mann Adolfo Christern, der Gesellschzj 95 000 Mark für den Kauf zuerst als zin; loses Darlehen gab und später in ein Ge. schenk umwandelte. Bereits 1952-1957 waren Sie Diretkto, der Gesellschaft. In dieser Zeit began, die Familienhilfe mit ihrer Arbeit. Gab e einen besonderen Anlaß, diese Einrich. tung zu schaffen? Der besondere Anlaß war eigentlich meine eigene Familie. Wir hatten yvi; Kinder, und wenn wir einmal allein ve reisen wollten, wußten wir nicht, wie yy unsere Kinder betreuen sollten. Ich hatt aber von einer Hamburger Einrichtun gehört, und wir sind dann nach Hambur gefahren, haben uns dort unterrichtet un haben dann die Einrichtung Familienhjl ke geschaffen mit dem Ziel, für Mütte die im Krankenhaus sind oder für de Haushalt ausfallen, Hilke zu schaffen auf die sie sich verlassen können. Daray ist dann im Laufe der Zeit mehr unJ mehr häusliche Krankenpflege gewar. den, die ja auch heute noch durchgeführ wird. Das Kolosseum gehört der Gesell. schaft seit 1937. Ältere Lübecker erinnen sich noch an Konzerte und Theaterauffilh: rungen im noch sehr maroden Kolosseun. f 1958- 1958 rung, wie Das kc nachen. W gesellsche eingesetzt (rundstüc und eines i zaufserlös glilke der I te große vorgenoml 1ber noch plätzen. Ö qieser Ver gicherheit musikliebs erinnern, v ien in der gäiulengan grülßte es « hegrikk von mann war I furtwängl. Die -..) es seit 196 inden letz! iühelebt? Als wil de gegrünc ganz neue Gründung in Stockhc gven Hedi über die V men erreg! fonden ge gpiter ein res gescha! Lübeck sc! ßlumenhäl sztrophal, u mers über besucht. D tung Blum entwickelt lassen. Ick man sollte hen lassen serer Mitg! finden. die menspendté ben; auch durchaus v 1955-1 mie Sanke cher Weise beteiligt, n Sie wa zie hat ( Gesellscha führt. Zu c 96 Lübeckische Blätter 19991 Lübeckische B
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