Full text: Lübeckische Blätter. 1998 (163)

schon angebracht. Andererseits fehlt es auch an „Aufbereitung“ der Denkmiäler: beispielhaft sei dafür das Modell des Heiligen-Geist-Hopitals erwähnt, das in der Kirchenh: IIe steht und dank seiner Informationsfülle zu den umlagertsten „Stücken“ in Lübeck gehört. Die Auf- wertung des Spitals sollte weitergehen: wenn man die Lange Halle weiter öff- nete und Rundgänge etwa bis zum Kreuzgang und in den Ochsenkeller er- mög lichte, wäre schon viel gewonnen. Dafür kann man auch Eintritt verlangen - besonders dann, wenn - endlich - der Rang der kunsthistorischen Ausstattung der Kirchenhs Ie durch Broschüren und Bilder (Poster!) signalisiert w ürde. Sankt Annen Natürlich gehört auch das Sankt- Annen-Museum aufgewertet. Die be- deutendste MittelalterrSammlung Nordeuropas dämmert verborgen in ei- nem stillen Quartier vor sich hin. Die in Aussicht gestellte bauliche Erweiterung über den Resten der Sankt-Annen-Kir- che soll dem Vernehmen nach insbeson- dere dem Defizit an Öffentlichkeit und Bekanntheit Rechnung tragen. Es muß aber auch erlaubt sein, Befremden über „typisch lübeckische“ Entscheidungen zu äußern: Wer 10 Millionen Mark für einen „Kunsthallen“-Bau stiftet, darf in Lübeck auch bestimmen, wo dieser Bau hingestellt und was in diesem Bau aus dem öffentlichen Lübecker Kunstbesitz ausgestellt wird. Offenbar handelt es sich hier um Absprachen unter Herren; die öffentliche Kunstpklege ist also mit- nichten eine „res publica“. War nicht berücksichtigt worden, daß am Standort Sankt-Annen-Kirche von diesen 10 Millionen notgedrungen ein Großteil für archäologische und bauhistorische Untersuchungen ausgegeben werden muß? Untersuchungen, die überhaupt nicht nötig wären, wenn man den Ort in Ruhe ließe. Sicher ist, daß an einem neutralen Bauplatz die Stiftungs-Sum- me vorrangiger der Ausstellungs-Archi- tektur zugute käme. Dabei ist unbestrit- ten, daß im Sankt-Annen-Museum - dessen Hauptausstellungs-Objekt doch die unversehrte spätgotische Klausur des Nonnenklosters Sankt Annen ist - auch ohne einen modernen Annex mehr zum Erkennen der Anlage und der in ihr verwahrten Werte getan werden muß. Sankt Katharinen Gleiches gilt fürs Katharinen-Klo- ster. Wer die zu über 80 Prozent erhalte- ne bauliche Einheit kennt - sie unter- liegt ja seit Janrhunderten kontrastie- renden Zuständigkeiten der Schulbe- hörde, der Bibliotheks- und der Muse- umsverwaltung -, kann sich nur drin- gend wünschen, daß man diese Einheit 44 wieder - als Dauer-Zustand - erleben kann. Schon die Katharinen-Kirche - der vielleicht bedeutendste und innova- tivste Mendikantenbau Nordeuropas um 1300 - wird völlig unter Wert als gelegentliche Ausstellungshalle in An- spruch g genommen. Für ihre architekto- nische Exklusivität und die vorzüglich erhaltene Ausstattung fanden sich bis- her wenig Fürsprecher und Sponsoren. Eine Darstellung dieser Werte für die sicherlich zu interessierenden Besucher gibt es nicht. Kein Modell, kein Plan, keine Veranschaulichung der imponie- rend großen Kloster- Anlage. Biblio- theksdirektor Jörg Fligge gibt - völlig Unbekanntes Denkmal: Südliche Chorkapelle der Katharinenkirche, ehemals Teil des Hochchors der Mönche mir stark gefährdeten spätgotischen Gewölbe- Malereien, seit 1829 zur Stadtbibliothek gehörig - ist dieser Raum Teil des Welterbes, weil in ihm wertvolle Bücher lagern? zu Recht - zu bedenken, daß der ..Scharbau-Saal“ - vor der Reformation der Schlafsaal der Mönche - Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sei, wegen der in ihm auf beschnitzten Wandrega- len versammelten wertvollen alten Bü- cher. Und wir denken daran, daß - frü- her J] die Mönche vom Dormitorium nicht direkt in den Hochchor der Kirche gelangten, sondern zunächst in einen mit kostbaren Gewölbemalereien aus- gestatteten Vorraum, n ämlich die südli- che Chorkapelle, die heute in ihrem be- jammernswerten Zustand ebenfalls zur Stadtbibliothek gehört. Wer schlägt für diesen anscheinend völlig vergessenen Lübeckische Blätter 1998/3 Nicht maler nigstre 5-Eck- Lübec ich hal Perspe senlag Finanz Ganze „okken neum Gymn. gewöll diert - geht et schen. thariné eine P Weise der Ki Mönct von hö Bedeu weitge Klein AU Detizit sozialc lungsti sich un ordent dige A scheint mit de beginn Klausu unüber gentlic schau Prezio! seien r „hier i: den M: erkenn stellun Lübeckisc
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.