Full text: Lübeckische Blätter. 1998 (163)

ch bei Außerdem sind wir der Meinung, ie Uns daß ein Meister nicht gut mit nur einem ik ver- Werk in der Sammlung vertreten sein werke solle. Am besten wären ganze Werk- me die gruppen, aber dem steht der Etat im thzvyt Wege. Aus diesem Grund, aber nicht schon nur aus diesem, haben wir ein weiteres ippgs. Bild von Per Kirkeby (geboren 1938) erworben, dem unstreitig bedeutend- sten Künstler Dänemarks in unseren Ta- gen. Von ihm als Bildhauer handelte üb- rigens unsere große Ausstellung im Sommer. Wir hatten, wie gesagt, schon ein Bild von ihm, den „Kerzenbaum“ von 1984., der in memoriam Wulf Scha- dendorf 1986 gestiftet worden ist. Mir ist das Bild immer ein wenig zu groß erschienen. Kirkeby ist immer dann am besten. wenn er ein bestimmtes Format nicht überschreitet. Tut er es, läuft er Gefahr, daß inm die Komposition zer- fließt und etwas leer wird. Das kann man von dem neuen Bild nicht sagen. Es stammt aus einer prominenten Pri- vatsammlung und konnte Dank der Ge- nerosität des Sammlers für wohlkeiles Geld erworben werden. Es ist 1981 ent- standen und trägt den Titel ,Karte“ (Abbildung 3), darauf verweisend, dals sich Kirkeby intensiv mit Landschaft und ihrer wissenschaftlichen Erfor- schung beschäftigt hat. Das Bild ist auf Schwarz, Grün und Weiß gestellt. eine Farbkombination, die so behandelt wird, daß sie zu einem dichten Gewebe von fast hintereinander liegenden Schichten verbunden wird. Jedenfalls entstent dieser Eindruck. Denn die s Komposition ist durchaus ungegen- Abbildung 3: „Karte “, Per Kirkeby, 1981 ständlich. Assoziationen sind nur Annä- herungswerte. Absichtsvoll läßt der Künstler alles in der Schwebe. Zwischen Gemälde und Zeichnung Abbildung 4: Ohne Titel, Harald Frackmann, 1975/1985 steht die Arbeit „o. T.“ des 1944 in § Plauen geborenen Hamburgers Harald . ü Frackmann (Abbildung 4). Sie entstand | : in ihrer Grundstruktur schon 1975 und . wurde 1985 noch einmal übergangen. ( Auf der Rückseite hat der Künstler ver- zeichnet „Aus der Reihe: farbige Noti- zen“. Das Bild, Acrylmalerei, Öl und Collage, ist also im weitesten Sinne ~ Muse- eine Vorarbeit. Hauptton der Malerei ist mlung, die Farbe Schwarz. Sie liegt in zwei Seum!!: schweren Rechtecken rechts oben und Berlin links unten. Sie sind verbunden durch en Ver- „Schlieren“ in modifiziertem Schwarz, ber die die über dem weißen Grund unverbun- Diktum den liegen. Die dunklen Rechtecke sind 'ir soll- eincollagierte Papiere, zu denen links ier Be- noch ein Stück gedruckter „Normalität“ tenfalls kommt, ein Schrank, eine Kommode s an Ei- mit Blumenstrauß und darüber ein n: Els- harmloses Bild. Indem der Künstler hübsch, diese banale Welt übermalt. macht er Samm- kenntlich, daß seine Kunst einem höhe- .n Ähn- ren Ideal verpflichtet ist. daß sich dar- unter aber der Alltag befindet. ter 1998/1 Lübeckische Blätter 1998/1 S
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.