Full text: Lübeckische Blätter. 1997 (162)

Na Pie I Senal 1. dal dem durck wird., 2.. ZU fläch neris: gleic! Ausschnitt aus dem Genesiszyklus in der Diele des Hauses Königstraße 28 mit der Darstellung der ersten beiden Rahn Tagewerke; Ende 13. Jahrhundert Foto: Amt für Denkmalpflege, Ullrich 3. fül Bedeutung: sie veranschaulichten den Räumen des Lübecker Dielenhauses wurde die Kreuzigung auch in Bürger. Pfles religiösen Glauben und hatten so einen konnten sie entdeckt werden. häusern dargestellt, beispielsweise in zu er direkten Bezug zum alltäglichen Leben. Im Seitenflügel des Hauses Glok- der Diele des Hauses Mengstraße 4( Der Die Menschen des Mittelalters waren kengießerstraße 33 sind in einer Nische und im Obergeschoß des Seitenflügel; Betel sehr gottesfürchtig. die Angst vor den im Erdgeschoß drei Darstellungen aus Fleischhauerstraße 22. Aber auch die mit d Qualen des Fegefkeuers durchzog das der Passion Christi zu sehen. Die Male- Marien-Verehrung des späten Mittelal. Erart Leben. Gebete. Almosen und Stiftungen rei wurde 1961 von der feuchten und ters fand ihren Niederschlag in Marien. den t waren Möglichkeiten, zu Lebzeiten etr versalzenen Wand abgelöst und auf eine Bildern an den Wänden bürgerliche; amt 1 was für das Seelenheil zu tun. Wie die Hartfaserplatte übertragen. Links ist der Wohnhäuser. Das Stiftung von Altären in den Kirchen war Judas-Kuß abgebildet, in der Mitte die Umm ren die Wandmalereien ebenso Kenn- Geißelung und rechts die Dornenkrö- Bis heute sind mindestens 17 figür. den t zeichen der Frömmigkeit, wie auch nung. Die Darstellung ist sehr lebendig liche Wandmalereien aus dem Mittelal. gegel Form der Repräsentation. Die Malereir- und voller Bewegung. Die Figuren ste- ter in Lübecker Bürgerhäusern bekannt, gekli en demonstrierten deutlich sichtbar die hen gestaffelt auf einem Bodenstreifen. die einen christlichen Inhalt haben - ei: den I Gläubigkeit und natürlich auch den Die rauhen Gebärden der Peiniger sind nige Darstellungen konnten nicht meht mit e Wohlstand ihrer Auftraggeber. Religiös- sehr ausdruckvoll wiedergegeben. Die identifiziert werden. Auffallend ist. dal wird se Wandbilder dienten nicht nur der An- kurzen Röcke und engen Hosen ent- Malereien profanen Inhalts dagegen dacht. Allein ihre die Räume dekorier sprechen der Mode des späten 14. Jahr- bisher in einem weitaus geringerem I. Gt rende Pracht zeigt dies. Auch schmück- hunderts. Aus dieser Zeit stammt auch Umfang freigelegt worden sind. Die Natu ten sie nicht nur Räume im Haus, die die Darstellung. Befunde süddeutscher und schweizeri- trag. dem stillen, zurückgezogenen Gebet Die Passion Christi war wohl beliebr scher Städte ergeben ein anderes Bild: Schl: angemessen waren, sondern ebenfalls testes Thema des christlichen Bilder- hier überwiegen - nach dem aktuellen dem Räume. die als Festsäle oder halböf- kreises im späten Mittelalter. Die Kreur Kenntnisstand - eindeutig die weltli-. yete fentliche Bereiche - wie die Diele - zu zigung, der Opfertod Christi, bildete chen Themen. Ist der hiesige Befund Jlich betrachten sind. Wandmalereien mit re- das zentrale Thema der Heilsgeschichr- womöglich mit einer besonderen Fröme. | „jg ligiösen Darstellungen waren nicht auf te, denn sie bedeutete Hoffnung auf die migkeit des Lübecker Kaufmanns zu er- § 20 bestimmte Räume beschränkt, in allen eigene Erlösung. Entsprechend häufig klären? deu ' Darstellungen aus der Passion Christi im Seitenflügel des Hauses Glockengießerstraße 33: Judaskuſs, Geißelung, zu el Dornenkrönung; um 1400 Foto: Bauverwaltungsamt, Gerlitz Träg Zust erkal stige Rect Abel meir tet m Baul des halts SEint Fläc für A von baur und WET men Die LENnc Lübeckische Blätter 1997/2 Lübec
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