Full text: Lübeckische Blätter. 1997 (162)

icher nnen . Ver- Ption í§Ze- hrun- Akt“ I neu Irigi- nnten )»Iym- 1 von enem Oper htun- durch schen durch r die n an- lalten r Ur- k 100 Näch- schen 18 Or- rtitur. Bühne Aas el- rOche- ihnen- v arzer en die ntasti- länge, Nebel, toniag 1at die n Ko- arblosg . Chor r Soli: eutige ihlung Reich h dem | 1d den der in e An- ept so enfügt. ahmen e Füh- n oben ngende ispiel- on bei lie ein- rpubli- eit. Ien in reh je- Mark len:L.a- idersa- r 1997/15 cher Hoffmanns, Johannes Strasser ist in der Dienerrolle mit leichtem wohl- klingenden Tenor zu hören. Die Vorstellung des Komponisten, eine Sängerin für Sopranpartien einzu- setzen, ist bei der Unterschiedlichkeit der Anforderungen eigentlich nicht durchführbar. So teilen sich auch in der Lübecker Inszenierung vier Sängerin- nen die Rollen: Elisabeth Kraus war mit ihrem hellen Koloraturgesang und ihren verzaubernden Puppenbewegungen die Olympia, Barbar Spiel sang die durch ihre Melodik mehr ins lIyrische Fach neigende Antonia sehr klangvoll, die Giulietta war durch Angela Nicks abge- rundet schönen Mezzo sehr gut vertre- ien, Margrit Cuwie spielte die Stella. Beim Theaterkest hatte sich die Wei- iere Vertreterin des Mezzofaches Maria Koler sehr sympathisch vorgestellt, hier hatte sie die Doppelrolle der Muse und des Niklas übernommen und konnte sängerisch sehr überzeugen. Krystina Hokkmann, Stephan Rügamer, Victor Ja- kovenko, Andreas David und Dieter Müller ergänzen das Ensemble mit sehr guten Leistungen. Oie Titelpartie stellt an den Sänger sehr große Anforderungen, als „hoher lyrischer Tenor“ ist diese Partie ausge- wiesen, die den Sänger über fünf Akte intensiv fordert. ihm kraftvolle Höhen, aber auch einen Iyrischen Schmelz ab- verlangt. Der Schweriner Sänger Dario Walendowski spielte eindrucksvoll, wo- bei ihm stimmlich das Forte besser zu liegen scheint als die gewisse Innigkeit und der weichere Ausdruck im Piano. Dal der Erfolg dieser Oper von ei- nem guten Theaterchor abhängig ist, wird wiederum durch die Sicherheit, durch intensives Gestalten und musika- lische Qualität des Chores und Extra- chores in der Einstudierung durch Tho- mas Lang bewiesen. Hans-Jürgen Wille sommerliche Aktivitäten auf Lü- becks Freilichtbühne und im Schar- bau-Saal der Stadtbibliothek Es muß nicht immer Festival“ sein. Lübecks aktive Kulturszene profitiert wesentlich auch von zahlreichen be- scheideneren Unternehmungen, mit de- nen sich „freie Gruppen“ ohne hohe städtische Subvention im Bereich des Theaterspiels, der Literatur und der Musik tummeln und damit in Sommer und Winter das Kulturangebot vielseitig bereichern. So startete Lübecks Freilichtbühne in den Wallanlagen mit einer kindge- rechten Inszenierung des „Räubers Hot- 1enplotz“’, die in idealer Weise als Kin- der- und Familientheater den Abenteu- Lübeckische Blätter 1997/15 ern der im Kinderbuch verewigten Cha- raktere, dem Zauberer, Wachtmeister oder der Großmutter gerecht wurde. Als agiler Theatermann und Regis- seur musikalischer Aktivitäten hat sich Michael E. Schulz bereits einen Namen gemacht und die lange vernachlässigte Freilichtbühne mit ihrer stimmungsvol- len Naturkulisse wiederentdeckt und belebt. Daneben bot er in diesem Jahr vor der ins Spiel einbezogenen Szenerie des Scharbau-Saals des Stadtbibliothek Ralph Benatzkys bekanntes Singspiel „Meine Schwester und ich“. Mit leich- ter Hand hatte er die amüsante Story entstaubt und zum 40. Todestag des Komponisten für heutige Zeit spritzig auffrisiert. Für die Wiener Salonorche- ster-Besetzung sorgte Professor Ernst R. Bartel. Flotte Musik- und Tanzeinla- gen ließen manch bekannte Schlager quirlig über die Bühne gehen, wobei sich komödiantische Begabung der acht Solisten mit Musik und Text so nahtlos verband, daß ein spielfreudiger Ablauf garantiert war. Hatte sich Schulz bei vorjährigen Operettenaufführungen bereits als ein- kallsreicher Spielleiter bewiesen, sparte auch seine diesjährige Inszenierung des „Zigeunerbarons“ von Johann Strauß unter freiem Himmel nicht an vergnüg- lichen Gags., unter denen der Autktritt quietschlebendiger Ferkel den Vogel abschoß. Auch hier lag die musikali- sche Leitung in Händen des bewährten Professors Bartel, der es stets versteht, Chor und Orchester nötigen Schwung zu verleihen. Das große Ensemble der Sänger, Tänzer und Schulkinder vermit- telte ungarische Stimmung, deren Sekt- laune sich schnell auf die Zuschauer übertrus. Wünschenswert wäre, wenn in Zukunkt möglichst viele Nachwuchs- kräfte mitwirkten, denn die PBeschätti- gung mit dem Flair der leichten Muse wäre auch für Musikhochschul-Ab- solventen von Nutzen. Wenn zum Abschluß dieser sommer- lichen Unterhaltungsreihe noch Orffs bühnenwirksame „Carmina burana“ mit Hamburgs Oratorienchor und den Pra- ger Philharmonikern erklangen, rundete sich ein volkstümliches Angebot, das als Ergänzung zum „t SUren'' Schleswig-Holstein Musik-Festival und zahlreichen gehaltvollen kirchenmusi- kalischen Aktivitäten nicht mehr aus dem kulturellen Angebot der Stadt WEL- zudenken ist und viele Sommergäste von der Ostsee nach Lübeck lockt. Hans Mlillies Literatur 142. Literarischer Frühschoppen: Marion Bergmann und Birgit Greve Beim 142. Literarischen Früh- schoppen des Lübecker Autorenkreises stellten die beiden jungen Lyrikerinnen Marion Bergmann aus Kiel und Birgit Greve aus Lübeck ihre neuen Gedichte VOr. Marion Bergmann studierte 1981- 1986 Sprachwissenschaften an der Uni- versität Gesamthochschule Wuppertal und ließ sich in Mülheim an der Ruhr und in Kiel zum Neurolinguistischen Programmieren ausbilden. Seit 1995 lebt sie in Rotenhahn bei Kiel. Seit 1996 ist sie Master und selbständig im Bereich Einzelcoaching und psycholo- gische Beratung tätig. Sie ist Schrift- kührerin im Vorstand der Edition Euter- pe seit Dezember 1996. Die ersten Iyri- schen Veröffentlichungen erfolgten in der Zeitschrift „Schleswig-Holstein“. Lyrik ist für sein geeignetes Medium, ein Nicht-Sagbares sagbar zu machen. Die Autorin will Erfahrungen von Ent- grenzung des Raumes und Zeitlosigkeit in Sprache übersetzen und sinnesspezi- fisch wahrnehmbar machen. Sie ent- deckt das Selbst und läßt das Göttliche im Menschen lIyrisch auferstehen. In der ätherisch-esoterischen Lyrik kommt das ganzheitliche Denken zum Aus- druck. Marion Bergmann spricht das Eins-Sein von Geist und Natur und Ich und Du aus. Sie ist kosmisch und tran- szendent orientiert und besitzt sehr viel Intuition. Die Gedichte sind ausdrucks- voll und enigmatisch, die Autorin spürt die Tiefen des Seins auf. Der Zuhörer kann sich in der bilderreichen, sensiti- ven Wortwelt geborgen fühlen. Marion Bergmann umrahmte ihre Lesung mit harmonischer Guitarrenmusik aus Ar- gentinien., Venezuela und Spanien. Birgit Greve wurde 1960 in Nürn- berg geboren, zog 1969 nach Schles- wig-Holstein und studierte Englisch und Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Kiel. Seit 1985 lebt sie in Lübeck und arbeitete als Lehrerin und in der Erwachsenenbildung. 1991 be- gann ihre Selbständigkeit im Bereich pädagogischer Beratung. Lerntherapie und Arbeit mit Kindern, die Schulpro- bleme haben. Ihre Lyrik entwickelt sich vorwiegend aus subjektiver Wahrneh- mung und beschäftigt sich mit eher un- terbewußten Prozessen und Umge- bungsbeobachtungen, die bis in Traum- ebenen hineinreichen. Die Poeme ge- winnen ihren Reiz durch intensive Ana- Iyse, Kontraste und Perspektivenwech- sel. Die sensible Autorin gewährt einen Einblick ins seelische Interieur, beson- ders in das der Kinder. Viele Facetten des Ich werden gespiegelt, Wandlungen werden kritisch unter die Lupe genom- men. Lutz Gallinat 241
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