Volltext: Lübeckische Blätter. 1997 (162)

Wichtige Weichenstellungen in Lübecks Musik-Szene m Förderkreis Lübecker Musikschule An der Lübecker Musikschule, Ein- richtung der „Gemeinnützigen Gesell- schaft“, hat sich ein Förderkreis als ein- getragener Verein gegründet, der die In- teressen und Aktivitäten des Ausbil- dungsinstituts unterstützen möchte. Ein Kreis Jugendmusik-Interessierter wähl- te den Architekten Hartmut Gothe zum Vorsitzenden, Staatsanwältin Dorothea Röhl zu dessen Stellvertreterin. Um gu- ten Kontakt zwischen Eltern, Schülern und Unterrichtenden zu fördern, ist ne- ben internen Konzerten auch ein Som- merkest geplant, wofür sich der Hok der Schule im Rosengarten besonders gut eignet. Zahlreicher Vereins-Beitritt wäre wünschenswert. Näheres durch das Sekretariat der Schule, Rosengarten 14-18. M Regionalwettbewerbe „Jugend musiziert“ Während in den vergangenen Jahren die Musik- und Kunstschule in der Ka- nalstraße unter Leitung von Rolf Bauer die jährlichen Regionalwettbewerbe „Jugend musiziert“ erfolgreich durch- führte, wird in den kommenden Jahren die Lübecker Musikschule im Rosen- garten dafür zuständig sein. Ein kleines Team unter Führung von Schulleiter Professor Günter Behrens hat im Januar dieses Jahres den Übergang nahtlos vollzogen und dafür gesorgt, daß wie- der begabte junge Instrumentalisten und Sänger die Stufenleiter über den Landes- zum Bundeswettbewerb hin- aufklettern können. Kontakte und Ver- gleiche mit ähnlichen Gruppen und So- listen bei Landes- und Bundesentschei- den haben diese Wettbewerbe zu den er- folgreichsten in der musikalischen Ju- gendbildung der Bundesrepublik Deutschland werden lassen. m Lübecker Singakademie Die Lübecker Singakademie von 1888, früher wesentlich mitbestimmen- der Faktor im städtischen Musikleben, hat unter Vorsitz von Henning Skaide Zeiten des Mitgliederschwundes und geringerer Leistungsfähigkeit überwun- den und beansprucht mit verjüngter und vergrößerter Mitgliederzahl unter fach- gerechter Chorleitung von Christoph Kuczewski wieder den ihr gebührenden Platz. Zusammenarbeit mit dem Städti- schen Orchester ist noch nicht vorgese- hen, doch bieten sich in Lübecks Mu- sikszene mehrere Laienorchester an, die für eine wünschenswerte Zusammenar- beit weitester Kreise in Frage kommen. Die Aufführung von Orffs „Carmina Burana“ zog viele Sänger und Sänge- 92 rinnen an. 1996 bot die Singakademie Vivaldis „Gloria“ und Händels „Dettin- ger Te Deum“. Für das diesjährige Kon- zert sind „Nänie und Schicksalslied“ von Brahms und Schuberts Es-moll- Messe vorgesehen. Geprobt wird im Saal der Lübecker Musikschule. Somit steht Weiterarbeit unter dem Dach der „Gemeinnützigen Gesellschaft“, even- tuell als deren 23. Tochtergesellschaft, in Aussicht. m F ördergesellschaft Musikhochschule Lübeck Nach langjähriger Leitung der För- derergesellschaft Musikhochschule Lü- beck hat Senator Gerd Rischau aus Gründen der Arbeitsüberlastung sein Amt als Vorsitzender an den Kaufmann Helmut Wischmeyer bei einstimmigem Votum der Mlitgliederversammlung übergeben, möchte aber als Stellvertre- ter weiterhin tätig bleiben. Der neue Vorsitzend ist als Vorsteher der „„Ge- meinnützigen Gesellschaft“ für deren Hauskonzerte und den Ausschuß Lür- becker Musikschule sowie innerhalb der Possehl-Stiftung für die Ausrich- tung des Possehl-Musikpreises zustän- dig. Die Fördergesellschaft unterstützt hilfebedürftige Studierende, ermöglicht Stipendien, zum Beispiel für Reisen zu auswärtigen Musikwettbewerben, und gibt Darlehen zur Anschaffung wertvol- ler Instrumente. Die Mitgliedschaft schließt kostenlosen Bezug eines mo- natlichen Veranstaltungskalenders der Hochschule ein. Beitritt über das Sekre- tariat der Musikhochschule. Große Pe- tersgrube 17-29. m Musikhochschule Lübeck Nach ihrer Amtszeit als Rektorin ist Professorin IngerSusann Römhild ein- stimmig erneut für weitere drei Jahre zur Rektorin der Musikhochschule Lü- beck gewählt und von der Landesregie- rung bestätigt worden. Ihr zur Seite steht Prorektor Professor Jörg Lino- witzki, Dozent für Kontrabaß. Die bis- herige Prorektorin, Professorin Heide Andreas, kandidierte nicht mehr. Unter bisheriger Amtsführung von Prokesso- rin Römhild konnte die Hochschule große künstlerische Erfolge verzeich- nen, sei es durch herausragende musi- kalische Leistungen einiger Lehrkräfte und Studierender besonders auf dem Gebiet der Kammermusik, aber auch bei Wettbewerben, durch das jährliche Brahms-Festival und gelegentliche Operninszenierungen. Wenn auch zur Zeit wegen allgemeinen Sparzwanges nicht alle Wünsche nach Lehrkräften und Räumen erfüllt werden können, hinterläßt doch die Hochschule mit ih. rem gepflegten Interieur und einem ki, erfolgreiche Tätigkeit so wichtigen gy. ten Arbeitsklima unter Römhilds Léj. tung einen vorzüglichen Eindruck. gi, ist Präsidiumsmitglied des Landesmy. sikrates Schleswig-Holstein und Wirj im April nach Ausscheiden des jetzige, Präsidenten Gerhard Engel für diese, wichtige Amt kandidieren. Eine Way Römhilds würde die Position Lübeck, als „Musikstadt des Nordens“ festigen M Negri Violin School Etwas undurchsichtig erscheint di; Gründung einer „Negri Violin Schoq GmbH“ mit Eintragung ins örtlich; Handelsregister vom 1:11.1996. ..G genstand des Unternehmens ist der Be. trieb eines musikalisch künstlerische; Fortbildungsinstituts mit der besonde. ren Zielrichtung, begabte kortgeschrit. tene Violinisten aus aller Welt nach neuen ganzheitlichen Methoden zu un. terrichten und sie über die souveräne Beherrschung des Instruments hinay, zu hohen interpretatorischen Fähigkei. ten zu fördern.“ Was man dabei unte; „ganzheitlicher Methode“ versteh, bleibt abzuwarten. In renovierter Part. straßen-Villa Nummer 4 preist sich mij attraktivem Schild ein Institut an, da unter der Direktion des Bron-Schülery, Miguel Negri im Sinne des Meisten, der die künstlerische Leitung innehat neben dessen Hochschultätigkeit junge Talente gegen bare Münze ausbildet, während man an der Hochschule ko. stenlos studiert. Man fragt sich, warun Negri, der lange Zeit an der hiesigey Musikhochschule studierte, zu seine; für Dezember 1996 angesetzten Di. plomprüfung nicht antrat. Er war be. reits kurze Zeit als Geigenlehrer an de; Lübecker Musikschule tätig. Das neu. gegründete Ausbildungsinstitut, da vierte in Lübeck, wurde von Kulturmi. zenin Lisa Dräger mit hohem finanziel. len Kredit versehen. Die Possehl-Stitf. tung engagierte sich nicht. Diese zweite „Kacerschmiede“ könnte sich nebey Professor Brons Hochschultätigkeit al; Magnet, aber auch als ungeliebte Kon. kurrenz für Lübecks Musikhochschul: erweisen. Die „Lübeckischen Blätter" werden die weitere Entwicklung de; neuen Instituts verfolgen. M Theater Lübeck Von breiter Öffentlichkeit kaum aber von Insidern vor allem die; Opern-Szene bemerkt, ist ein wichtiger Wechsel im Bereich des Theaters Lü. beck vollzogen worden. Oberspielleite; Ralph Misske wird das Theater Lübech Lübeckische Blätter 19971 verlassen ökkentlicl laut wur rung von fand Mil dersetzu! rungseta. pen. Be! kussion Kunst un oe‘ verst iung, dal. Mozarts ren könr Kompon Meinung nierunge ters aus. m Schle: Höch rung der dung, d' wig-Hol gtadt zu lemsbert was abt Nennoct ausgerär Querelel führten . r- LITE 66 Musik 102. Ha gen“ Jusa dender I gegange meinnüt anfang. Denn al fille x nicht nu gibt, sc îtadtbit kirchen. teressie! Ursx Hausko Notzeit Chance bieten. (Cello) nicht wuchss; reifte „kulturc Doch h seit Cla tung vo biente Tischor Lübeckisc
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