Full text: Lübeckische Blätter. 1996 (161)

2s Bei] auk de; au be. nd det; eutung I nich chaktli- er ver- 25 und jekt in >wandr- us. Zu: ;chrikt- .nbuch . Stadt II. ein Markt eiches WESEN, licher- n. Dag dieser ich nie liegen ter 1996/2 I no- | LEGENDE ] ~ L moderne Storung Z- . | M | | p 1027 75 Ms Y P2 LE / L L, t Larlir/- j. z: 106 Abb. 4 Plan der Abschnitte 10 und 11 mit den Befunden der Holzbefestigung und der Abfallgrube aus dem 13. Jahrhundert. MILL f N 1.3: Er 13008 ~ ;;; U U ». Vi | | s. c zv! 106 TT %:: | s- f t UR c zd |. s 2:4 ] 04 w.. [III Er ININITNNNTII - Fmvarrerrr?" Abb. 5 Profil mit den Schichten des Marktes: I Stangenlöcher, 11 Marktschicht aus dem 12./13. Jahrhundert, III Abfallgrube aus dem 13. Jahrhundert, IV b Planierschicht aus dem beginnenden 14. Jahrhundert, V-VII Planierungen der folgenden Jahrhunderte. Lübeckische Blätter 1996/2 im Dunkeln. Auf jeden Fall hatte Lü- beck nun seine gute Stube herausge- putzt, sie war Mittelpunkt der damali- gen Stadt: Wenn die Fernhandelskauf- leute unten am Hafen anlegten, fiel ihr Blick auf die Westfront von Sankt Mari- en und die danebenstehende Schaufas- sade des Kaufhauses und wies ihnen den Weg in das Herz der Stadt. Weitere Baumaßnahmen im MIarktbe- reich sind wiederum in den archäologi- schen Schichten nachzuweisen. Der Holzbohlenhorizont wird abgedeckt von einer 20 bis 30 Zentimeter dicken Planierschicht, die aus sterilem, gelben Sand bestand. Allerdings weist sie meh- rere Bauschuttbänder auf, die auch Ke- ramik enthielten, die die Schicht in den Beginn des 14. Jahrhunderts datiert. Vor allem Fragmente grün glasierter Back- steine, wie sie sich noch heute am Rat- hausbau finden, stützen die These. daß diese Planierschicht mit Bautätigkeiten am Rathaus zusammenhängt. In den Jahren 1298 bis 1308 wurde das Lange Haus. das „Danzelhus“. mit seinen mächtigen Gewölbekellern an das Rat- haus angebaut. Für die Keller mußte eine Baugrube ausgehoben werden, die oberflächenferne Schichten ans Tages- licht brachte. So lieet die Vermutung nahe, daß es sich bei der Planierschicht um den Aushub für die Gewölbekeller des Langen Hauses handelt. der dann über den Holzbohlenhorizont, über den Markt. ausplaniert wurde. Reste von faustgroßen Findlingen auf der Oberfläche zeigen an, daß der Markt jetzt erstmalig gepflastert wurde. Diese Pflasterung wurde dann in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erneuert, so daß sich die Schichten nur noch wenig erhöhten. Immer wieder aber beinhalten diese Planierschichten Funde. die das Marktgeschehen reflek- tieren, so etwa Fischknochen, verge- sellschaftet mit Angelhaken. Marktspezifische Funde. wie etwa Waa- gebalken oder ähnliches, fanden sich leider nicht, nur in bezug auf die Münz- funde gab es eine Überraschung: Ihre Anzahl lag wesentlich höher als bei an- deren Grabungen. Auch Hinweise auf feste Buden oder aber mobile Stände konnten während der Grabung nicht er- faßt werden. Aufgrund der Befestigung des Platzes ist wohl an dieser Stelle des Marktes ohnehin von mobilen Ständen auszugehen. Auf dem Markt wurde aber nicht nur gehandelt. sondern auch gearbeitet. auch hierauf deuten die Funde. So hatte schon Fritz Rörig erarbeitet. dal die Begrenzung des Marktbereiches aus kleinen Buden bestand. die nicht nur Verkaufs-. sondern auch Produktions- 23
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