Full text: Lübeckische Blätter. 1996 (161)

[e) | Jig mg Nit un mn en, Or- ken ing Zu len en- Utz tra. da- ahr. die- ikel Kö. lem Ver- des raße )ok- Ge- dag Und h au- aut, LLE- des An- die- den ;tau- sol] Herr Bür- 1Ver- ; be- Fuß- Fuß- 1 Be- liche | | 1 den | Ögli- . Die aber onne zt der ) sich nicht erbe- 19961/9 reich zwischen Hüx- und Fleischhauer- ar: aße auf der MWeiland-Seite. Hier „wüngen sich die Fußgänger zwischen arkenden Autos und Fahrrädern und den vor vielen Geschäften stehenden Ausstellungsgegensti änden wirklich hin- durch, das heißt, man hat beim Ausbau der Königstraße hier die Fußgänger schlicht übersehen. Aber die entschei- Jenden politischen Gremien und die verwaltung benutzen hier wie zum Bei- spiel auch bei der Neuordnung des Klin- genberges die Fußgänger nur als Ausre- de! Und was bedeuten die Verengung der Fahrbahn auf eine Spur zwischen Fleischhe auerstrabe und Doktor-Julius- Leber-Straße und der Vorbau des Bus- cteiges kür die Menschen, die hier woh- nen, arbeiten und sich bewegen? Das be- deutet mögliche tödliche Gefahren! Ein Brand zum Beispiel im Hause König- ;strale 45: die Feuerwehr biegt von der oberen Wahmstraße in die Königstraße ein, das heißt, sie will einbiegen, aber M U es nicht, weil hinter den haltenden Bussen an der Haltestelle Fleischhauer- straße sich bis hier ein Stau gebildet hat; bis er sich auflöst, auch trotz Martins- horngetöse, kann es Minuten dauern, wo es um Sekunden gehen kann, um Leben retten zu können! wenn Feuerwehr, Arzt- und Rettungs- wagen wie Polizei nicht sofort durch- können, wenn sie auch nur um Sekun- den zu spät am Brandort oder an einer anderen Unfallstelle eintreffen und da- durch Menschen ihr Leben verlieren, dann sind die Mitglieder von Bürger- schaft und Senat mitschuldig, denn sie haben wissentlich entschieden. daß die Königstraße auch hier einspurig und mit Bussteig gestaltet wird. Feuerwehr und sicher auch mit Nach- druck die Polizei haben bei den Bera- tungen darauf hingewiesen und gewarnt. dal) man doch nicht hier den Bürgersteig einfach als Fahrbahn vorsehen dürke, wie es dann geschehen ist; die andere Bürgersteigseite stent als Ausweiche nicht zur Verfügung. Das ist einmal rechtlich nicht zulässig, außerdem sind hier zahlreiche Fußgänger, unter denen auch behinderte und alte Menschen sein können. Wo eigentlich sollen sie hin- flüchten, um Feuerwehr. Arzt- und Rettungswt agen Platz zu machen? Ich befürchte, auch dieser nochmalige Hinweis wird die Mitglieder von Bür- gerschaft und Senat wie die Bauverwal- tung nieht umstimmen, obwohl sie sol- che Szenarien verhindern könnten, wenn sie wenigstens den ganz überflüs- sigen Bussteig weglassen würden, zu- mal wartende Fahrgäste und Passanten sich hier kaum stören. Ich besteige hier oft selbst den Bus, ein Gedri änge habe ich hier noch nicht erlebt. Herr Deistler muß hier nur selten auf einen Bus ge- wartet haben, aber die autoteindliche Ideologie macht blind und nimmt mög- liche Gefährdung von Menschenleben eben in Kauf! Und wohl fast alle Ver- kehrsteilnenmer würden sich freuen, wenn alle Fahrzeuge an dieser Haltestel- le an den dort haltenden Bussen vorbei- fahren könnten, denn es gäbe weniger Staus und viel bessere Luft! Es würden sich freuen alle Fußgänger. die warten- den Fahrgäste, die Busfahrer des städti- schen öffentlichen Nahverkehrs. alle Autofahrer, die Radfahrer und die An- wohner, denn die Folgen wären weniger Staus und bessere Luft. kürzere Warte- zeiten an der Haltestelle. weniger Ver- spätungen im öffentlichen Nahverehr, weniger Gefährdung von Menschen und Sachen und schnelleres und sichereres Vorbeifahren aller Verkehrsteilnehmer. Hier kann nur die ganz dringende Bitte an die Mitglieder von Bürgerschaft und Senat ausgesprochen werden. den Mut zu haben. eine schon getroffene Ent- scheidung neu zu bedenken und dann zum Wohle aller Bürger und Besucher dieser Stadt zu ändern, auch mit dem Ziel. unsere als Geschäftszentrum lang- sam dahinsiechende Altstadt nicht ganz sterben zu lassen. Rolf Sander E G T C T UG C U UGG WW WU m nmz Bildende Kunst Francesca Cataldi - experimentelle Arbeiten in Beton, Asphalt, Zellulose, Glasharz, Metall Im Oktober 1995 eröffnete die Lübecker Bildhauerin Christine Tillmann in ihrem Wohnhaus in der Hundestraße 35 eine Galerie. Zeitgenössische Kunst möchte die Galeristin vorstellen, die Künstlerin Tillmann aut die Entwicklung der eige- nen Arbeit an Beispielen verweisen. Die erste Ausstellung galt dem Bildhauer Wolfgang Bier, geboren 1943. Eisenpla- stiken, Papierrelieks und Zeichnungen setzten sich mit dem Thema Kopf aus- einander. Die Auflösung, das Öffnen der Form diente der Erforschung des Inne- ren, seiner Räumlichkeit und der Freile- gung von Schichten. Francesca Cataldi, 1944 in Neapel gebo- ren, dort das Studium der Tafelbildmale- rei mit einem Diplom abgeschlossen, lebt und arbeitet in Rom. Längst hat sie die Grenzen der klassischen Malerei überschritten. Skulpturen, Objekte ent- stehen. denen die Spuren des Arbeitsab- laufs anhaften, die das zeitliche Moment mit hineinbringen in das Werk. Ähnlich Lübeckische Blätter 1996/9 der Kunstrichtung „Arte Povera“ nutzt die Künstlerin alltägliche Materialien. Fundstücke von Bauplätzen, aus Abfall. Doch dann wird das Zugefallene weiter bearbeitet, zu Bildwirkungen viel- schichtiger Objekte gesteigert. in die weitere Fundstücke eincollagiert, mit Kunstharz und Teer graphische Effekte erreicht werden. Aus einer Begegnung Christine Till- manns mit der Cataldi und ihrem Werk entwickelte sich der Plan zu der Ausstel- lung in Lübeck. So großformatige Ob- jekte wie ,„Farfalle - Schmetterling“ oder „Transformazione“ entstanden mit anderen während eines mehrwöchigen Arbeitsbesuches der Künstlerin im Ate- lier in der Hundestraße. Daß ein auf ei- nem Lübecker Bauplatz entdecktes Git- terrost, das nur mit Maschinenhilfe zu transportieren war, den Namen des Netzflüglers erhiel - schließlich schwebt das Objekt auch an einem Kran auf dem Weg zur Galerie, gibt einen ern- sten Hinweis auf die außerordentliche Stabilität des Flügelgerüstes dieses nur scheinbar so fragilen Insekts. „Farfalle“ erhielt einen zentralen Platz in der Diele. Im Garten, an der starkfarben- und strukturenreichen Rückwand eines alten Ziegelbaues. vollzieht sich an dem Bild- objekt ..Transformazione“ in diesen Wo- chen eine behutsame ..Performence: Me- tall und Zellulose setzen an der Außen- luft Patina an. Jeder Rostprozeß endet ir- gendwann., dann ist auch die Gestaltung dieser Arbeit, von der Künstlerin provo- ziert. abgeschlossen. Im Kabinett des ersten Stockes - über eine kleine Wendeltreppe hat es ebenso wie die Diele einen Zugang zum Skulp- turengarten des Hauses - hängen großen Graphiken gleich Bilder. auf denen eine Vielzahl gespinstartiger Fäden lineare Kompositionen entwickeln. Francesca Cataldi ..zeichnete“ sie mit einem heißen Bügeleisen. das sie in Asphalt tauchte. Die hochrangige Position dieser Künst- lerin in der zeitgenössischen Kunst zeigt sich auch in ihrer Vita: sie stellte und stellt aus unter anderem in Säo Paulo - Biennale 1981 -. Yokote (Japan) 1989. Biennale Venedig 1995. Biennale Buda- pest 1996 und vom 23. März bis 11. Mai in der Galerie Christine Tillmann, Hundestraße 35. mittwochs bis freitags 16 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr. Gerda Schmidt 141
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