Full text: Lübeckische Blätter. 1996 (161)

Der Klingenberg - Eine Straßengabelung auf dem Weg zum Stadtplatz? von Volker Zahn Auch dieser Beschluß wurde einstim- mig gefaßt. Damit rückte der Klingen- berg erneut ins Zentrum der Verkehrs- beruhigungsmaßnahmen für die Alt- stadt. Erstmals wurden konkrete Termi- ne für eine ,„Klingenberg-Sperrung“ vorgegeben. Die Umsetzung dieses Be- schlusses erfolgte durch das Baudezer- nat, das daraus folgerichtig das Modell der sogenannten autofreien Altstadt“ entwickelte. Eine Namengebung, die übrigens keine Tatsachenbeschreibung, sondern lediglich ein - wenn auch nicht unumstrittener - werbewirksamer Slo- gan ist. Das beschlossene Modell. das in den Jahren 1991 und 1992 durch ent- sprechende Verwaltungsberichte und Bürgerschaftsbeschlüsse weiter präzi- siert wurde, sieht im Prinzip eine tägli- che Zufahrtsbegrenzung für einen Großteil des motorisierten Individual- verkehrs in der Zeit von 10 bis I8 Uhr vor, stellt aber eine jederzeitige Anfahr- barkeit der Parkplätze und Parkhäuser - auch im Zentrum der Altstadt - sicher. „Vor und nach dieser Zeit dürfen alle Fahrzeuge in die Altstadt hineinfahren. Damit sind die Belieferung der Ge- schäfte, der eewerbliche Verkehr der Handwerker und die Erreichbarkeit der privaten Wohnungen gesichert. Auch Kunden können vor 10.00 Uhr in die Altstadt fahren und dort ihr Auto ab- stellen, falls sie eine Parkmöglichkeit finden. Da es innerhalb der gesperrten Zone kein Fahrverbot gibt, ist es er- laubt, die Altstadt mit dem Auto zu jeder Zeit zu verlassen. Während der Sperr- dauer dürfen nur Linienbusse, Taxen, Radfahrer, Gehbehinderte mit Ausweis, Hotelgäste und Anwohner in die Alt- stadt hineinfahren. Ausnahmegenehmi- gungen werden nur in Härtefällen vom Ordnungsamt erteilt. Notfahrzeuge sind zu jeder Zeit zugelassen. Die öffentlichen Parkhäuser sind über ständig befahrbare Zufahrtsstraßen auch in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr erreichbar. ‘? Die Altstadt bleibt also unverändert auch für Autobenutzer problemlos er- reichbar und ist. einem aktuellen Slo- gan der Industrie- und Handelskammer folgend „durchgehend geöffnet ?, be- sonders für Kunden und Besucher. Wie nicht anders zu erwarten, kommt dem Klingenberg auch beim Konzept der „autofreien Altstadt“ eine besondere Bedeutung zu. Auch das von der Bür- ?3 IHK-aktuell. Ausgabe 7, 1.7.1995, Lübeck 1995, Seite I 120 gerschafkt am 27. 2.1992 beschlossene modikizierte Verkehrslenkungskonzept sieht für den Klingenberg nicht nur die bereits 1975 im S-S-Bericht geforderte Unterbindung des Durchgangsverkehrs zwischen Holstenstraße/Schmiedestra- Be und Mühlenstraße vor. Auch die An- fahrbarkeit der Parkhäuser Marlesgrube und Pferdemarkt über die Mühlenstraße und den Klingenberg wird generell auf- gehoben, um die Mühlenstraße Zwi- schen I0 Uhr und 18 Uhr wirksam vom Parksuchverkehr zu entlasten und zu ei- ner attraktiven Einkaufsstraße umzu- 7. Fol Le bauen.4 Die Umgestaltung des Klin. genbergs ist damit eine der bedeutsam. sten Maßnahmen innerhalb der ,.auto. freien Altstadt‘, die zugleich die Vor. aussetzung für die Umgestaltung an. grenzender Straßen ist. ?’ Vergleiche Senat der Hansestadt Lübeck | Baudezernat: Autofreie Altstadt; Band Il: Lü. beck plant und baut, Heft 38, Lübeck 1993 Seite 89 und folgende | z vorh. Fußgängerzone - 66 - 20. April 1990 Einfahrt verboten ſür mot. Individualverkehr ~i Linienbusse und Radfahrer frei [ [f AN Autofreie Innenstadt Stancl 1990 § MODELL A Abb. 49: „Autofreie Altstadt“ Modell A Lübeckische Blätter 1996/7 ùyersorg! fen seitc kommer Mühlen: harkell ( pferdem de aukge Pie secl de von begleite tungen gen unc lich zuri stungs W freien A bis 18 U | in der A | Alle An | daraukh on kür werden. Attrakti J| „Klinge | Beifall | Unerwa Proteste nung de men piffami | ein Vor sonst ül setzung sprach. sionen : läßt. Al ker Bar 1935 er ker Bar anonym Briefe \ | „Intere. Lübeck anderen „Natürl in den J bleibe k lich Hr mir. Hu gen. He sehen, < Geben . Sie nich die Inne Verkehr nen G0 Lübeckisc
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