Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

Malerei integriert ist. Es ist farbig, von warmer Leuchtkraft. Es wird geprägt von einer offenen Struktur und dem Kontrast von ruhigen Zonen, die sich zu kleinteiligen und farblich hervorgeho- benen Zentren verdichten. Aus der Ausstellung „Kunst in Schles- wig Holstein - Jetzt“ haben wir im vori- gen Jahr die Plastik von Gebhardt erwer- ben können. Ein weiterer großer Künst- ler ist der 1954 in Burg in Dithmarschen geborene Johannes Michler. Seine Ar- beiten sind herausragende Beispiele von Kunst in unserem Lande. Die Kulturstif- tung des Landes Schleswig-Holstein hat uns aus der Ausstellung erworben die 1990er Arbeit o. 7. (Abb. 16). Sie steht jetzt in der Diele des Behnhauses und gibt dem historischen Raum zusammen mit der Plastik von Lehmbruck, Fiori, Fritz Vehring. Christa Baumgärtel und Marcks einen besonderen Akzent. Es ist ein besonderes Merkmal seiner Arbei- ten, die auf das Äußerste reduziert sind und nur aus Stein (in diesem Falle Dia- bas) und Stahl bestehen: Sie sind plasti- sche Objekte von großer Eindringlich- keit und gleichzeitig Zeichen, die den Raum anders und neu definieren. rkhard Abbildung 15: Strawalde, Geröllbild 1 ein Beispiel. die also genau 50 Jahre nach der Arbeit seines Vaters entstand. Georg Schmidt zeichnet vom Motiv her nichts, das sich mit unserer Außenwelt verbindet. In seiner Zeichnung geht es nur um Fragen der Ästhetik, um das Verhältnis von dunkler Fläche zu heller Fläche und dieser beiden wiederum zum Viereck des Kartons. Eine solche Zei- chenweise verlangt äußerste Präzision und ein unbedingtes Eingehen auf die Bedingungen des Blattes. Georg Schmidt hat ebenkalls in Hamburg stu- diert und geht nun als Meisterschüler von Gerhard Graubner nach Düsseldorf. Diese Arbeit wird sicher nicht die letzte in unserer Sammlung sein. Mit einem Blatt von Morgner ist bereits im letzten Jahr eine Arbeit eines Künst- lers in unsere Sammlung gekommen, der in der enemaligen Deutschen Demokra- tischen Republik arbeitet. Mit einem Gemälde von Strawalde nun kommt eine zweite dazu, mit dem Geröllbild I (Abb. 15) von 1990, das die Dräger-Stiftung kür uns bei einer sehr rührigen Galerie in Berlin, die sich vornehmlich um .,ost- deutsche“ Künstler bemüht, erworben hat. Strawalde ist 1931 geboren und hat Abbildung 16: e von insehrunterschiedlichen Stilen gearbei- PlastiKkvono . 1mide. tet. Unser Bild ist eine Collage, die in die Johannes Michler 1995/2 Lübeckische Blätter 1995/2 39
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