Full text: Lübeckische Blätter. 1995 (160)

In einer Feierstunde im Kammermusiksaal der Musikhochschule wurden am 29. Ok- tober 32 Stichvorlagen von Werken Johan- nes Brahms’ aus dem Nachlaß seines Ver- legers Fritz Simrock dem Lübecker Brahms-Institut übergeben. Nur durch Bündelung von Finanzmitteln der Kulturstiftung der Länder, des Bun- desministeriums des Innern. des Landes Schleswig-Holstein, der Possehl-Stiftung und der Dräger-Stiftung wie der Sparkasse zu Lübeck konnte verhindert werden. daß sich die für die Brahms-Forschung wert- vollen Originale als Einzelexemplare in alle Welt verstreuten, sondern als Einheit von Lübecks renommierter Forschungs- stelle an der Musikhochschule in die Hän- de des Kuratoren-Ehepaares Kurt und Re- nate Hofmann übergingen. Über den Fund berichtet der Schweizer Jörg Auckentaler, daß bei der Räumung seines Basler Elternhauses auf dem Dach- boden eine verstaubte Schachtel zum Vor- Wertvolle Neuerwerbungen für Lübecks Brahms-Institut an der Musikhochschule schein kam, die zunächst unbeachtet blieb. Erst als Verwandte in das Haus einzogen, wurde der Inhalt untersucht. Es handelte sich um Stichvorlagen von Werken ver- schiedener Komponisten, größtenteils von Johannes Brahms. Man erinnerte sich des verlegerischen Schaffens Urgroßvater Fritz Simrocks, der mit Brahms geschäkt- lich und freundschaftlich verbunden war. Über Experten der Universitätsbibliothek Basel kam das Material in die Hände des Sachverständigen an Kiels Christian- Albrechts-Universität. die eine Brahms- Gesamtausgabe vorbereitet und den Fund an das Lübecker Institut weiterleitete. Kurt Hofmann hat in einer gepflegt angelegten Mappe über die Beziehungen zwischen Brahms und Simrock und die Bedeutung des Fundes, Renate Hofmann eingehend über die einzelnen Stichvorlagen geschrie- ben. In teils launigen, teils informativen An- sprachen würdigten bei der Matinée Ver- „Plattdüütsch schall leven!‘’ - Plattdüütsche Woch in Lübeck Dat Plattdüütsch leevt, dat hett sik in 25 ünnerscheedsche Tosamenkamen wiest. De plattduütsch Spraak döögt nich nur to’n Snacken un Klönen. De plattdüütsch Spraak kann ünnerhollen,. kann Freud brin- gen, kann lehren un ok to’n Mitmaken anhollen. En ganze Woch lang hett sik in Lübeck allens üm de plattdüütsch Spraak dreiht. Sowathettdatin de hüdige Tietbither noch narms wo geven. In de Gang bröcht hebbt de Woch de Senat vun de Hansestadt Lübeck, Amt för Kultur. un de plattdüütschen Krinks un Verenen ut Lübeck. De Tosamenkamen up de Been stellt oder dorbi mitmaakt hebbt Krink Fie- te Fey, Lübecker Autorenkrink. Meckel- börger Plattdütscher Verein, Nederdüùüt- sche Bühn Lübeck, Peselorden Kücknitz. Plattdüütsch in de Kark, Plattdütscher Ver- ein Fritz Reuter, Plattdütsche Volksgill to Lübeck, Sängergrupp Lübeck, Senioren- krink Plattdüütsch, Lehrköök Stadtwerke Lübeck, Tranünner Klöönsnackrunn. Inlaadt weren Volksdanzkrinks ut Schles- wig-Holsteen un Meckelborg, Sänger un Sängerverenen, Ledermakers un Blaas- muskanten. De Lübecker Stadtpräsident Peter Oertling hett inden groten Saal vun de „Gemeinnüt- zige“ mit en plattdüütsch Anspraak de Woch anstött. Dr. Claus Schuppenhauer vun’t Institut för Nederdüütsch Spraak in Bremenhett achteran enen Vördrag hollen. He hett över de plattdüütsch Spraak, wo se steiht un as dat mit ehr geiht spraken. 300 Jeedeen Dag, vun Maandag bit Sünndag, leep dorna en bunte Reeg vun 25 ünner- scheedsche Tosamenkamen af. An welk Dagen bit to 5. De mehrsten Tosamenka- men weren ümsünst. Vun plattdüütsch Vördrääg, Talkshow mit bekannt Lüücd ut de Stadt, Volksdanz, Geschichten vertel- len, vörlesen vun Schrieverslüüd, vörlesen in Kranken- un Olenhüüs, Nameddag för Kinner, Stadt- un Museumsrundgäng, Bootsfohrt üm de Ooltstadt mit Verkloren vun de Buuwarken, Kaaklehr üm schles- wig-holsteensches Eten to kaken, Gottes- deenst, bit na bunt Nameddagen un Aven- den kunnen sik de Lüüd utsöken un henga- hen. De Lübecker Autorenkrink harr wat Lanz besonners maakt. En ganze Tiet vörut harr he mit den Uproop ,, Schriev uns wat un dat up platt“ Priese utlaavt. 18 Fruen un I1 Mannslüüd hebbt Schrievwark inschickt. De weren nich nur ut Lübeck, ok ut Ham- borg, Schleswig-Holstein, un ok ut Mek- kelborg hebbt Autoren wat schickt. An'’n Sünnavend, den I6. September weer in't Buddenbrookhuus dat Priesverdelen. De ersten 3 weren Geldpriese. För den 4.- 10. Pries weren Böker utsett: Treffpunkt 2 - en Anthologie vun den Lübecker Auto- renkrink. Utde 29 Kortgeschichten hett dat Priesgericht rutsöcht: I. Pries, Ingeborg Schwedewsky, Lübeck, 2. Pries, Heinrich Kahl , Hamborg, 3. Preis, Anja Meyfahrt, Flintbek, 4. Pries, Anema- rie Lenk, Tramünn, 5. Pris, Anke Nissen. Lübeck. treter der helfenden Institutionen das Ge- lingen, die unbekannten Schätze nach ih. rem Auffinden in der Schweiz für das Li- becker Institut zu retten. Mehrere Exem.: plare konnte man besichtigen, teilweise mit redigierenden Verbesserungen und handschriftlichen Erläuterungen des peni- blen Komponisten. Nach der bisher unveröffentlichten Urfag- sung Brahmsscher Lieder op. 70 Nr. 2 sang Possehl-Preisträgerin Monika Borchfeldt den „Lerchengesang“. Hochschuldozen. s | sch tenmitjeweils einem Studierenden am Pult musizierten die unveröffentlichte Urfas- sung des Streichsextettes Nr. 1 B-Dur OP. 18 in seltener Geschliffenheit. Ofkensichtliches Engagement der Landes- regierung läßt hoffen, daß dem Institut in absehbarer Zeit repräsentative Räume in einem der beiden Patrizierhäuser am Jeru- salemsberg zur Verfügung gestellt werden, wo eine ständige Präsentation möglich wäre. Hans Mlillies De Priesdregers 1-3 hebbt ehr Geschichten vörleest. AIl 3 Geschichten weren na dat wohre Leven vertellt. Musik mit Schipper- klavier un Balalaika hebbt de Fier inrahmt. An'’n Sünndag güng de plattdüütsch Woch mit 3 Tosamenkamen to Enn. Vörmeddags hett Paster Siemers in de Aegidien-Kark enen plattdüütschen Gottesdeenst hollen. Meddags af Klock 12 güng up den Markt en bunten Nameddag un af Klock 7 en bunten Avend in de Gang. Mit veel Musik, Volksdanz, Folklore vun de Musikgrupp Timmerhorst ut Haffkroog un Leder vun un mit Volker Ibsen. An männich Dagen harr man dat swoor. ruttofinnen, to welkeen Tosamenkamen man hengahen sull. Oftins weer man Zern up twee Tosamenkamen to gliken Tiet Wweest. Veel Lüüd sünd kamen. Hebbt keken, to- höört un ok mitmaakt. Se hebbt Freud un Spaaß hatt, hebbt lacht un sik wunnert. Rundüm weer de plattdüütsch Woch en grootordige Saak. De Infall, se in de Gang to bringen, den kann man goornich hoch- noog laven. As Lohn un Dank för de Arbeit vun all de velen, de mitmaakt hebbt, de velen Helpers, nich to vergeten dat Amt för Kultur, un an erste Stell för de plattdüütsch Spraak, is to wünschen, dat noch vele platt- düütsche Wochen in de Gang bröcht warrt. Dormit sik wedder wiesen deiht, „Platt- düütsch leevt!“. Rolk Schwippert Lübeckische Blätter 1995/18 - um Bilde Im S: werke Es ist den Bi sammli lungsrä sich eir des un renomr ZENPTO( sie auc nicht il sich da lers - & ' hard H | mann ! | dichtet. [| nen all und Al arbeite in der Bedeut ihres I sten, G einen I Mehr a " menge doskop Jahrhu ter Au Anfang Baume | Arbeite " deutscl] ren. Sic Werke zu wel heilzst e Kunst, hen se " Schum weit s. | tierte A das ge | denen telbar ein tac gekähr ziniere | ein zw Weiß. P len de; inden | den Al wird 0 einer Welt. ganz il zum he in myt Lübeckis
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.